Außenwirtschaft

Nachhaltigkeitspolitik

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort erkennt Nachhaltigkeit als Chance für den Unternehmensstandort Österreich und vertritt im Sinne der Balance der drei Säulen der Nachhaltigkeit - Umwelt, Wirtschaft, Soziales - in der Diskussion auf internationaler wie auf nationaler Ebene die Interessen der österreichischen Wirtschaft.  

"Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können." - Weltkommission für Umwelt und Entwicklung ("Brundtland Kommission"), 1987

1. Auf internationaler Ebene waren die Vereinten Nationen Hauptinitiator einer nachhaltigen Entwicklung". Die Definition nachhaltiger Entwicklung geht auf den Brundtland-Bericht "Unsere gemeinsame Zukunft" zurück.

Im September 2015 wurde im Rahmen des Gipfeltreffens der Vereinten Nationen die "2030 Agenda für Nachhaltige Entwicklung" beschlossen.

Das Abschlussdokument dieses Gipfeltreffens, welches den Titel "Transforming our World: The 2030 Agenda for Sustainable Development" (Kurzform: 2030 Agenda) trägt, wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 25. September 2015 als Resolution A/RES/70/1 angenommen. Alle 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verpflichten sich, auf die Umsetzung der 2030 Agenda mit ihren 17 Nachhaltigen Entwicklungszielen auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene bis zum Jahr 2030 hinzuarbeiten.

Im Gegensatz zu den Millenniumsentwicklungszielen gelten die Nachhaltigen Entwicklungsziele nicht nur für Entwicklungsländer, sondern für alle Staaten. Sie geben Leitlinien für nachhaltige Entwicklung auf wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Ebene vor und bauen auf dem grundlegenden Prinzip auf, alle Menschen miteinzubeziehen.

2. Auf europäischer Ebene wurde unter österreichischer EU-Ratspräsidentschaft im Juni 2006 die erneuerte EU-Strategie zur nachhaltigen Entwicklung (EU-SDS) durch den Europäischen Rat verabschiedet.

3. Auf österreichischer Ebene wurde im April 2002 als wichtiger Meilenstein die österreichische Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung (NSTRAT) "Österreichs Zukunft Nachhaltig Gestalten" von der österreichischen Bundesregierung beschlossen.

Am 20. Juli 2010 hat die österreichische Bundesregierung die erste gemeinsame Nachhaltigkeitsstratgegie von Bund und Bundesländern (ÖSTRAT) beschlossen.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der österreichischen Nachhaltigkeitspolitik ist das österreichische Außenwirtschaftsleitbild.

Das Gipfeldokument der Vereinten Nationen vom September 2015 "Transforming our World: The 2030 Agenda for Sustainable Development" wurde vom Ministerrat am 12. Jänner 2016 zur Kenntnis genommen und die Bundesministerien zur kohärenten Umsetzung der Agenda 2030 beauftragt. Siehe weitere Informationen unter Entwicklungszusammenarbeit.

In die Diskussion auf europäischer wie auf nationaler Ebene werden die Interessen der österreichischen Wirtschaft eingebracht.

Im BMWFW fand am 1. März 2016 ein Diskussionsforum "Sustainable Success Strategies" statt. Es richtete sich an international tätige österreichische Unternehmen, insbesondere auch KMU, öffentliche Institutionen, Wissenschaft, Berater, Entwicklungsorganisationen sowie CSR-Interessierte und zeigte anhand europäischer Good Practice die Erfolgsfaktoren von Nachhaltigkeitsstrategien, das Zusammenwirken von Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit sowie Anknüpfungspunkte für österreichische Unternehmen (bei Interesse kann ein Veranstaltungsrückblick unter post.C24@bmdw.gv.at angefordert werden).

Im Bereich Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik kommt der Abteilung C2/4 die Rolle der Schnittstelle  - mit Monitoring- und Dokumentationsfunktion zu, die dafür Sorge trägt, dass bei der Formulierung der österreichischen Position die Interessen des österreichischen Wirtschaftsstandortes vertreten und berücksichtigt werden.