Digitalisierung & E-Government

Digitale Kompetenz

Digitale Bildung bedeutet neben technischen Fertigkeiten auch digitale Medien kompetent und reflektiert nutzen zu können und ist eine Schlüsselqualifikation für die Teilhabe an der modernen Gesellschaft. Mit Daten bewusst und verantwortungsvoll umgehen und Informationsquellen kritisch bewerten zählt heute zu den Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen.

Seitens der Wirtschaft besteht großes Interesse, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Segment 45+ von Offlinern zu Onlinern zu machen.

Der Pakt für digitale Kompetenz ist ein Zusammenschluss von Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und der öffentlichen Verwaltung (Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort), um digitale Basiskompetenzen in der Nutzung der mobilen Services in verschiedenen Zielgruppen aufzubauen. Auf Basis des europäischen DigComp 2.1-Referenzrahmens wurde zu diesem Zweck im Auftrag des BMDW ein digitales Kompetenzmodell „DigComp 2.2 AT" für Österreich erstellt. Es soll dabei helfen, digitale Kompetenzen anhand von Entwicklungsstufen einzuordnen - ähnlich wie im Bereich der Sprachkompetenzen bereits etabliert.

Im Vergleich zum europäischen Referenzmodell wurde das für Österreich adaptierte Modell geringfügig, allerdings an relevanten Stellen, erweitert. Das Österreichische Modell setzt früher an und hat als erstes Land in der EU ein Kompetenzlevel 0 für jene eingeführt, für die Digitalisierung noch ein absolutes Fremdwort ist.

Das Digitale Kompetenzmodell für Österreich liegt nun zur schrittweisen Umsetzung vor und bietet die Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, digitale Kompetenzen einordnen zu können. Darauf aufbauend können Stärken und förderbare Bereiche identifiziert werden. Für digitale Alltagskompetenz ist von Bedeutung, sich in allen sechs Kompetenzbereichen und hinsichtlich aller fünfundzwanzig Kompetenzen durchgehend in einem „Kompetenzband" auf den Kompetenzstufen 3 bzw. 4 zu bewegen. Damit ist auch die Grundlage für die Entwicklung von Kompetenzchecks gegeben, um sich zielgerichtet höher qualifizieren zu können, Angebote besser zu strukturieren und diese auch besser zugänglich zu machen.

Jene Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, die in keinen Bildungsprozess eingebettet ist, soll im Rahmen der Initiative fit4internet mit digitalen Kompetenzen in mobiler Internet-Nutzung ausgestattet werden. fit4internet unterstützt Menschen, den raschen digitalen Wandel für ihre persönliche und berufliche Entwicklung zu nutzen.

fit4internet – geplante Angebote zur digitalen "Allgemeinbildung":

  • fit4internet für Kinder/Jugendliche: Medienkompetenz und kritische Nutzung
  • fit4internet Berufstätige: Digitale Basiskompetenz erwerben - mit Schwerpunkt auf berufliche Anwendung
  • fit4internet für ältere Bürgerinnen und Bürger, (Berufs-) Wiedereinsteiger: Digitalisierungseinsteiger-Basistrainings

Auch die Berufsbilder müssen teilweise besser an die Anforderungen der heutigen Zeit angepasst werden. Erster Schritt dazu sind 13 neue bzw. modernisierte, mit digitalen Inhalten angereicherte Berufsbilder, die ab Sommer starten sollen. So wird es künftig etwa die E-Commerce-Kauffrau und den E-Commerce-Kaufmann oder die Glasverfahrenstechnikerin und den Glasverfahrenstechniker geben.

Fachkräfte im Bereich IT, Telekommunikation und Digitalisierung stehen in besonderem Fokus: Jeder Arbeitsplatz im IT-Bereich schafft weitere drei Arbeitsplätze.

Kontakt

Abteilung I/A/3 - Digitale Gesellschaft und Kompetenzen, Projektmarketing und Reporting: POST.I3_19@bmdw.gv.at

Letzte Änderung am: 18.04.2019 13:42