EU & internationale Marktstrategien

Daten / Fakten / Außenwirtschaftliche Studien

Direktinvestitionen

Weltweite Direktinvestitionen - World Investment Report 2019

Die UNCTAD hat in ihrem neuesten Bericht - den World Investment Report (WIR) 2019 - die Entwicklung weltweiter Direktinvestitionen vorgestellt.

Österreichs Direktinvestitionen 2017

2017 verzeichneten Österreichs Direktinvestitionen sowohl bei den aktiven als auch bei den passiven Transaktionen hohe Zuwächse. Die aktiven Direktinvestitionen erreichten mit 9,3 Milliarden Euro den höchsten Wert seit 2013. Die passiven Direktinvestitionen verzeichneten mit 9,8 Milliarden Euro sogar den höchsten Wert seit 2007. Die aktiven Direktinvestitionsbestände stiegen 2017 um 5,1 Prozent, die passiven um 11,7 Prozent.

Direktinvestitionen in den Oststaaten 2017

Die gesamten Direktinvestitionsflüsse in die Oststaaten sanken 2017, nach einem enormen Anstieg im Jahr 2016, um 24 Prozent. Das ist der stärkste Rückgang seit 2009. Die höchsten Zuflüsse meldete - wie jedes Jahr seit 2003 - Russland mit 22,0 Milliarden Euro, gefolgt von Tschechien. Die höchsten Zuwachsraten verzeichneten Lettland (378 Prozent), Montenegro (137 Prozent), und Litauen (121 Prozent).

Der Direktinvestitionsbestand erreichte 1.138 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung von 4,1 Prozent gegenüber 2016. Die höchsten Kapitalbestände liegen in Russland mit 33 Prozent, vor Polen mit 17 Prozent und Tschechien mit 11 Prozent. Den größten Bestand pro Kopf hält 2017 Estland (14.297 Euro). Bei den Beständen in Prozent des BIP liegt Montenegro mit 106 Prozent an der Spitze.

Leistungsbilanz und Dienstleistungshandel

Österreichs Leistungsbilanz 2018

Die österreichische Leistungsbilanz schloss 2018 mit dem höchsten Überschuss seit 2008 von 8,99 Milliarden Euro oder rund 2,3 Prozent des BIP. Der Überschuss resultierte aus dem traditionell positiven Saldo der Dienstleistungsbilanz von 10,3 Milliarden Euro, dies ist ein Zuwachs von 147 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2017.

Österreichs Dienstleistungshandel 2018

Der österreichische Dienstleistungshandel erzielte 2018 in beiden Richtungen neue Rekordwerte. Die Dienstleistungsexporte stiegen um 6,2 Prozent auf 62,9 Milliarden Euro, die Dienstleistungsimporte um 7,2 Prozent auf 52,6 Milliarden Euro. Die Exportquote (Dienstleistungsexporte in Prozent des BIP) erhöhte sich auf 16,3 Prozent, die Importquote auf 13,6 Prozent. Der Bilanzüberschuss erhöhte sich um 147 Millionen Euro auf 10,3 Milliarden Euro.

Warenverkehr

Warenverkehr 2018

Laut den von der Statistik Austria veröffentlichten Daten für Jänner bis Dezember 2018 betrugen die Exporte 150,1 Milliarden Euro und lagen damit um 5,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Die Importe verzeichneten einen Zuwachs um 5,8 Prozent auf 156,1 Milliarden Euro. Damit vergrößerte sich das Warenverkehrsbilanzdefizit um 383 Millionen auf -6,0 Milliarden Euro (Jänner bis Dezember 2017: ‑5,6 Milliarden Euro).

Warenverkehr aktuell - Jänner bis April 2019

Laut den von der Statistik Austria veröffentlichten Daten für Jänner bis April 2019 betrugen die Exporte 52,0 Milliarden Euro und lagen damit um 4,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Die Importe verzeichneten einen Zuwachs um 5,4 Prozent auf 53,8 Milliarden Euro. Damit vergrößerte sich das Warenverkehrsbilanzdefizit um 454 Millionen auf -1,8 Milliarden Euro (Jänner bis April 2018: ‑1,3 Milliarden Euro).

Außenwirtschaftliche Studien

Studie: Das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Japan und seine Bedeutung für die österreichische Wirtschaft; wiiw, Oktober 2018

Die zentrale Forschungsfrage der Studie lautete, ob das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Japan (Economic Partnership Agreement; EPA) das Potenzial birgt, die Handelsbeziehungen zwischen Japan und Österreich zu intensivieren. Als Benchmark für die Analyse dient das im Jahr 2011 in Kraft getretene Freihandelsabkommen mit Südkorea. Nach einem Einleitungskapitel zur im Umbruch befindlichen Welthandelsordnung widmet sich die Studie den Abkommensbestandteilen und dem Netz von Handelsabkommen der EU und Japans. Es folgt eine deskriptive Analyse der Handelsbeziehungen der EU und Österreichs mit Japan und Südkorea, in der die vom Abkommen betroffenen Sektoren und Produkte identifiziert werden. Ein weiteres Kapitel analysiert Zölle und nicht tarifäre Handelshemmnisse im Zeitablauf.

Kernstück der Kurzstudie ist ein strukturelles Gravitätsmodell, das die potenziellen Vorteile des EPA zwischen der EU und Japan abschätzt und das die Einbeziehung allgemeiner Gleichgewichtseffekte einschließlich eines Proxy für nichttarifäre Maßnahmen aus der I-TIP-Daten­­bank der Welthandelsorganisation ermöglicht. Als Gesamtauswirkungen für ein Szenario einschließlich Zollsenkungen und Verbesserungen der Regelungen für nichttarifäre Maßnahmen werden positive, wenn auch geringe Effekte erwartet.

Studie: „Die Handelseffekte der österreichischen EU-Mitgliedschaft 25 Jahre nach der Volksabstimmung“; WIFO, Mai 2019

Am 12. Juni 1994 sprachen sich 66,6 Prozent der österreichischen Bevölkerung im Rahmen einer Volksabstimmung für einen Beitritt des Landes zur Europäischen Union aus. Am 1. Jänner 1995 trat Österreich der EU bei. 25 Jahre nach dieser Volksabstimmung versucht die vorliegende Studie, die Handelseffekte und die damit einhergehenden Effekte der österreichischen EU-Mitgliedschaft auf BIP, Beschäftigung und Preise empirisch zu quantifizieren.

Konkret untersucht die Studie das hypothetische Szenario, Österreich wäre der EU nicht beigetreten. Die daraus abgeleiteten positiven Effekte der Mitgliedschaft Österreichs werden mit jenen von Finnland und Schweden verglichen. Die Studienergebnisse beruhen dabei auf zwei Modellen: einem Gravitationsmodell zur Schätzung der EU-Handelseffekte sowie dem ADAGIO-Input-Output Modell des WIFO zur Simulation der Wachstums-, Beschäftigungs- und Preiseffekte. Den Analysen liegen internationale Warenhandelsdaten der WIOD-Datenbank zugrunde.

FIW-Studien

Sämtliche außenwirtschaftliche Studien im Rahmen des FIW-Projekts sind auf der FIW-Website verfügbar.

Kontakt

Abteilung "Handels- sowie wettbewerbspolitische Analysen und Strategien": POST.III7_19@bmdw.gv.at

Letzte Änderung am: 09.07.2019 15:32