Energie & Bergbau

Abschaffung herkömmlicher Glühlampen

Nach einer Initiative der EU-Kommission wird die herkömmliche Glühbirne über mehrere Etappen durch energiesparende Alternativen ersetzt. Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft informiert daher über die wesentlichen Inhalte dieser Maßnahme.

1. Eckpunkte:

Durch die Verordnung (EG) Nr. 244/2009 (geändert durch Verordnung 2015/1428) im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie der Europäischen Union wird die ineffiziente Glühbirne schrittweise abgeschafft. Damit sich der Handel und die Konsumenten darauf einstellen können, wurden mehrjährige Übergangsfristen eingerichtet.

  • ab 1. September 2009: Verkaufsverbot von klaren Glühlampen mit mindestens 100 Watt. Dazu kommt: Bei matten Leuchtmitteln dürfen nur mehr Energiesparlampen der Energieeffizienzklasse A verkauft werden. Generell muss der Einsatzzweck (also, ob das Leuchtmittel für den Haushalt geeignet ist) auf der Verpackung angegeben werden.
  • ab 1. September 2010: Verkaufsverbot von klaren Glühlampen mit einer Stärke von mindestens 75 Watt.
  • ab 1. September 2011: Verkaufsverbot von klaren Glühlampen mit mindestens 60 Watt.
  • ab 1. September 2012: Verkaufsverbot von klaren Glühlampen mit mindestens 25 Watt.
  • ab 1. September 2013: Ab diesem Zeitpunkt werden die EU-Kriterien, nach denen ein Leuchtkörper als "energieeffizient" gilt, weiter verschärft.
  • ab 1. September 2018: Ab dann sind generell nur mehr Lampen der Energieeffizienzklasse B zugelassen. Das entspricht einem Verbot von Halogenlampen der Klasse C, die bis zu diesem Zeitpunkt eine Art Ersatz der Glühlampen darstellen können.

2. Einsparungsmöglichkeiten:

Der Einspareffekt wurde von der EU-Kommission erhoben. Demnach wird für das Jahr 2020 ein EU-weites Einsparungspotenzial von 39 Terawattstunden elektrischer Energie erwartet. Das entspricht 16 Millionen Tonnen CO2. Generell verbrauchen Energiesparlampen laut Experten deutlich weniger Strom, da sie wesentlich weniger Wärme erzeugen. Nach Angaben des Lebensministeriums benötigen Energiesparlampen bei sachgemäßem Gebrauch etwa 80 Prozent weniger elektrische Leistung und verfügen über eine etwa fünf- bis 15-mal längere Lebensdauer. Stromverbrauch und Lebensdauer sprechen demnach trotz höherer Anschaffungskosten auch aus wirtschaftlichen Gründen für die Energiesparlampe.

 3. Allgemeine Erläuterungen:

Generell wird durch das Vorgehen der EU nicht nur die ineffiziente Glühbirne langsam aus den Regalen verschwinden, sondern werden auch die Anforderungen an alternative Leuchtmittel steigen. An der Verbesserung der Energieeffizienz, der Lebensdauer, der Reaktionszeit sowie dem UV-Anteil der neuen Energiesparlampen wird permanent gearbeitet. So wie bei anderen Produkten kann sich der Konsument für unterschiedliche Qualität entscheiden. Eine bewusste Kaufentscheidung wird durch die verpflichtende Angabe der Lichtqualität und Schaltfestigkeit gefördert.

Kontakt

Abteilung Energietechnik und -innovation: post.III3@bmwfw.gv.at

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung am: 29.01.2016 13:27