Innovation

Begrüßungsworte

Sektionschef Andreas-Ulrich SchuhPorträt Dr. Schuh

Forschung, Entwicklung und Innovationskompetenz stellen Schlüsselfaktoren für die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft dar. Die erfolgreiche Entwicklung von neuen Produkten führt nicht nur zur nachhaltigen Sicherung von Arbeitsplätzen, sondern auch zu einer wissensbasierten Gesellschaft.

Gemäß der aktuellen Globalschätzungen der Statistik Austria werden in Österreich im Jahr 2017 voraussichtlich € 11,3 Mrd. für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden; die F&E-Quote wird sich damit auf 3,14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts belaufen. Dies stellt einen Spitzenwert in der EU dar.

Um diesen positiven Trend zu verstärken, muss die Zusammenarbeit zwischen der Forschung und der Wirtschaft weiter intensiviert werden. Hier unterstützt das BMDW zum Beispiel mit Programmen wie Competence Centers for Excellent Technologies (COMET), der Dienstleistungsinitiative, Cooperation & Innovation (COIN) sowie den Christian Doppler Laboratorien (CD-Labors). Zudem wird die Vernetzung von Unternehmen immer wichtiger, da sich der Innovationsprozess immer weniger in einzelnen Unternehmen abspielt, sondern vielmehr die interaktive Wertschöpfung in der Innovation an Bedeutung gewinnt.
Durch die 2008 durch das Center 1 des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort ins Leben gerufene nationale Clusterplattform wurde erstmals eine strukturierte Arbeitsebene für die Cluster- und Forschungsakteure geschaffen.

In der durch Klein- und Mittelbetriebe gekennzeichneten Wirtschaftsstruktur haben sich Cluster als Netzwerke zur Erhöhung der regionalen Standortgunst und Innovationskraft in den letzten 15 Jahren mit großem Erfolg positioniert. Kooperationen von Unternehmen und öffentlichen Instanzen, organisiert in Clustern, haben sich als wichtiges Instrument im harten Wettbewerbskampf der globalisierten Wirtschaft erwiesen. Gemeinsam mit den Kompetenzzentren, welche technologische Stärkefelder bilden, stellen Cluster auch eine zentrale Entwicklungsschiene zur Förderung von Forschung und Technologie in Österreich dar.

Lassen Sie mich an dieser Stelle auch auf die europäische Dimension verweisen. Die europäische Kommission hat in den vergangenen Jahren starke Akzente zur Weiterentwicklung von europäischen Clustern gesetzt. Dazu mussten zunächst objektive Daten zu Clustern, Clusterpolitik und Clusterinitiativen in den Mitgliedstaaten erhoben werden. Bei der Erstellung des Cluster Observatory konnte sich Österreich - nicht zuletzt aufgrund der engagierten Rolle, die die Mitglieder der Clusterplattform des BMDW spielten - kritisch und aktiv einbringen.

Eine weitere wichtige Rolle der Clusterplattform sehe ich darin, dass sie bei der Weiterentwicklung einer transnationalen europäischen Clusterpolitik die Interessen der österreichischen Cluster mit einer starken und gemeinsamen Stimme in die Europäische Cluster-Alliance einbringt.

Bei entsprechendem Engagement aller Akteure können die positiven wirtschaftlichen Effekte, die von Clustern ausgehen, voll ausgeschöpft werden: Mehr Wohlstand, Produktivität, Innovation und Beschäftigung.
Cluster werden jedenfalls auch in Zukunft zusammen mit anderen Kooperationsformen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, wie etwa den Kompetenzzentren oder den CD-Labors, eine wichtige Rolle spielen. Im Zuge der "Agenda Industrie/Produktion 4.0", der Initiative des BMDW zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der KMU und Leitbetriebe in Kooperation mit den Bundesländern sind die Cluster wichtige Partner.

Daher unterstützt das Center 1 des BMDW diese Aktivitäten der österreichischen Clusterplattform.

Dr. Andreas-Ulrich Schuh

Letzte Änderung am: 19.02.2018 09:23