Innovation

European Innovation Scoreboard

Der European Innovation Scoreboard (EIS) ist ein Instrument, mit dem die Umsetzung der Leitinitiative Innovation Union der EU 2020-Strategie durch die Zurverfügungstellung von vergleichenden Daten über die Innovationsentwicklung der EU-Mitgliedstaaten beobachtet wird. Die 27 Indikatoren werden zu zehn "Innovationsdimensionen" und vier Hauptgruppen, nämlich Rahmenbedingungen, Investments, Innovationsaktivitäten und Wirkungen zusammengefasst.

"Hohe Innovationsdynamik bringt Österreich an die 10. Stelle des EIS"

Die Innovationsleistung der gesamten EU hat in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen, seit 2010 hat sie sich um 5,8 Prozent verbessert. Im internationalen Vergleich belegt die EU bei der Innovationsleistung nach Südkorea, Kanada, Australien, und Japan Platz 5, gefolgt von China, Brasilien, Südafrika, Russland und Indien. Beim Indikator Wachstumsraten bei der Innovationsleistung liegt China mit Südkorea in Führung, gefolgt von Australien und der EU, dahinter liegen Russland, die USA, Indien, Japan, Brasilien und Kanada.

 

Innerhalb der EU gab es zwei Verschiebungen im Vergleich zum EIS 2017: Luxemburg ist in die Gruppe der „innovation leaders“ (Schweden, Dänemark, Finnland, Niederlande, Großbritannien und Luxemburg) aufgestiegen, Deutschland zu den „strong innovators“ (Deutschland, Belgien, Irland, Österreich und Frankreich) abgestiegen.

Österreich befindet sich heuer nach Platz sieben im Jahr 2017 auf Platz 10, bleibt aber in der eng beieinanderliegenden Gruppe der „strong innovators“. 

 

In Österreich kann man ein überdurchschnittliches Wachstum bei der Innovationsleistung von 2010-2017 feststellen und befindet sich hier an 7. Stelle nach Litauen, Malta, Niederlande, Großbritannien, Lettland und Frankreich.

 

Der 3. Platz bei den Unternehmen, die ICT-Training für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anbieten ist ein Hinweis, dass Digitalisierung in die Unternehmensstrategien hereingeholt wird. Auch der relativ gute Wert beim lebensbegleitenden Lernen (8. Platz) unterstreicht die Notwendigkeit einer ständigen Weiterbildung in einer wissensbasierten Gesellschaft.

 

Österreich weist eine sehr innovative Unternehmenslandschaft auf. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben ihre Innovationsaktivitäten messbar erhöhen können, was sich sowohl bei den Produkt- und Prozessinnovationen als auch bei den organisatorischen Innovationen, also auf der Ebene der Geschäftsmodelle zeigt. Der private Sektor liegt bei den F&E-Ausgaben und bei den Schutzanmeldungen von geistigem Eigentum ganz vorne dabei.

 

Weitere Informationen über die Entwicklung des European Innovation Scoreboards (EIS) sowie die zugrundeliegenden Methoden sind auf der Website der Europäischen Kommission verfügbar.

Kontakt

Klaus Puchbauer-Schnabel: post.c111@bmdw.gv.at

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung am: 27.06.2018 09:55