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Taskforce Digitale Kompetenzen

Dieses interdisziplinäre österreichische Gremium wurde vom BMDW als Beratungsorgan für digitale Kompetenzen geschaffen. Mit der Einrichtung und dem Vorsitz wurde der Verein fit4internet betraut. Die Empfehlungen der Taskforce stehen allen Stakeholdern in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft öffentlich zur Verfügung. Die interdisziplinäre Taskforce Digitale Kompetenzen kuratiert, stetig orientiert an den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen, das digitale Kompetenzmodell für Österreich - DigComp 2.2 AT, die österreichische Version des DigComp-Framework der Europäischen Kommission, und initiiert sowie realisiert Projekte in dessen Umfeld bzw. zu dessen Umsetzung.

Ziele der laufenden Tätigkeiten, Aktivitäten und Projekte der Taskforce sind:

  • Akzeptanz: Das Digitale Kompetenzmodell für Österreich soll eine breit akzeptierte und kohärent verstandene Arbeitsgrundlage in Österreich zur Entwicklung und Verbesserung digitaler Kompetenzen aller Bürgerinnen und Bürger werden und bleiben.
  • Aktualisierung: Das Digitale Kompetenzmodell für Österreich und seine davon abgeleiteten Anwendungsszenarien sollen durch die Arbeit der Taskforce laufend aktualisiert und gegebenenfalls erweitert werden und so mit der Dynamik der Digitalisierung und ihren Chancen und Herausforderungen Schritt halten können.
  • Vernetzung: Initiativen, Maßnahmen, gute Praxis und neue Ideen sollen durch die Taskforce und ihre Mitglieder kontinuierlich möglichst breit und intensiv ausgetauscht und vernetzt werden.
  • Qualitätssicherung: Die Mitglieder der Taskforce sichern durch ihre Mitarbeit in konkreten Projekten (Förderprogramme; Forschungsprojekte; Arbeitsgruppen; Referenzierungs-, Evaluations- und Zertifizierungsmaßnahmen etc.) die Qualität und Kohärenz dieser Maßnahmen.

Termine, Ziele, Aktivitäten und Projekte

Das nächste Treffen der Taskforce Digitale Kompetenzen wird am 5. März 2020 stattfinden.

Am Donnerstag, den 28. November 2019, traf sich die Taskforce "Digitale Kompetenzen" zum vierten Mal. Auch diesmal wurden neue Mitglieder im Kreis des interdisziplinären Beratungsgremiums bei BMDW begrüßt: Das BMF ist ab sofort durch die Abteilung Personalentwicklung vertreten und auch das BMNT hat hochrangige Vertreter nominiert.

Auf der Agenda stand ein thematischer Follow-up zur Taskforce-Klausur, die am 3. und 4. Oktober 2019 stattgefunden hat. Das gemeinsam erarbeitete Schreiben an FBM Udolf-Strobl mit Empfehlungen der Expertenrunde für die weitere Arbeit zum Aufbau digitaler Kompetenzen wurde abschließend thematisiert. Zu den Projekten ProCHECK und DiSS gab es ein Update zum aktuellen Stand der Arbeiten.

Nach einer kurzen Pause war dann die Bühne frei für insgesamt vier Beiträge von Taskforce-Mitgliedern. Unter dem Motto "The Stage Is Yours! Aus der Taskforce für die Taskforce" haben die IOÖ, das ABZ, das BMÖDS und der ÖIAT Aktivitäten und Projekte rund um das Thema "Digitale Kompetenzen" mit den anderen Mitgliedern geteilt. Aufgrund der zahlreichen Themenmeldungen der TF-Mitglieder und der spannenden Präsentationen wird die Rubrik "The Stage Is Yours!" ab sofort als fixer Agenda-Bestandteil Raum für die Vorstellung von Themen der TF-Mitglieder bieten.

Empfehlungsschreiben der interdisziplinären Taskforce "Digitale Kompetenzen"
an Frau Bundesminister Mag. Elisabeth Udolf-Strobl, BMDW

 

Mag. Ulrike Domany-Funtan
Vorsitzende der interdisziplinären österreichischen Taskforce Digitale Kompetenzen

 

Sehr geehrte Fr. Bundesministerin Mag. Udolf-Strobl,

als vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort geschaffenes, interdisziplinäres Beratungsorgan befasst sich die "Taskforce Digitale Kompetenzen" seit ihrer konstituierenden Sitzung im März 2019 mit den Möglichkeiten und Prioritäten, den Aufbau digitaler Kompetenzen für Alltag und Beruf inklusiv und nachhaltig zu fördern und zu gestalten.

Die interdisziplinäre Taskforce Digitale Kompetenzen erlaubt sich im Rahmen ihres Mandats die folgenden vier Empfehlungen als Schwerpunkte für eine künftige Arbeit am Thema "Aufbau digitaler Kompetenzen für Beruf und Alltag" auszusprechen:

1. Essentiell sind gemeinsam getragene, kreative und mutige Lösungen, insbesondere innovative Ansätze, kooperative virtuelle Lernplattformen, interessens- und bedarfsorientierte Bildungsformate wie "Farminare" (Landwirtschaft), "Kaffee Digital" (Seniorinnen und Senioren), "Maker Spaces" und Medienzentren (Jugendliche) und ähnliche konkret auf Zielgruppen zugeschnittene Angebote.

2. Wir empfehlen weiters die Finanzierung von Projekten, Rahmenbedingungen, Netzwerken und den Aufbau geeigneter Marken, die es den Interessierten erleichtern, für sie relevante Lernangebote zu finden und zu nützen. Insbesondere unterstützenswert sind Projekte, Maßnahmen, Institutionen und Personen, die das vielfach abstrakte Thema Digitalisierung erfahrbar und greifbar machen - informell, persönlich und individuell.

3. Ermöglicht werden sollte weiters die Erprobung und Beforschung einschlägiger Zertifikatsangebote und die Förderung von Projekten (Kompetenzmodelle, Online-Checks etc.), die die Orientierung von Personen und Institutionen in der Dynamik der digitalen Transformation unterstützen.

4. Unverzichtbar ist wirkungsvolle und umfassende interdisziplinäre Zusammenarbeit (beispielsweise zwischen den Ressorts) in Österreich - regional wie national, auf EU-Ebene (beispielsweise im Rahmen einer Digital Skills & Jobs Coalition) und international.

Bereits mit der Einrichtung der Taskforce ist belegt, dass im BMDW das Bewusstsein für die besondere Verantwortung, die der gesamte Bereich der öffentlichen Verwaltung, aber auch Politikerinnen und Politiker hier tragen, tief verankert ist. Mit diesen Empfehlungen möchte die Taskforce ihre Verantwortung als Beratungsgremium in Sachen Kompetenzbildung und ihre Bereitschaft für die kooperative und interdisziplinäre Weiterarbeit in der kommenden Regierungsperiode unterstreichen – und Sie ersuchen, die Relevanz des Themas durch Ihr persönliches Engagement zu unterstützen.

Herzlichen Dank.

Ulrike Domany-Funtan
im Namen der Taskforce Digitale Kompetenzen

Am Donnerstag, den 3. Oktober 2019, kam die Taskforce Digitale Kompetenzen bei ihrem insgesamt dritten Treffen im BMDW zu ihrer ersten zweitägigen Klausur zusammen. Um die Expertinnen und Experten auf den neuesten Stand der Arbeiten rund um das Digitale Kompetenzmodell für Österreich - DigComp 2.2 AT zu bringen, wurde in einer "Warm-up" über die seitens BMDW geplante Gründung der "Österreichischen Allianz für digitale Skills und Berufe" (= als nationale DSJC - Digital Skills and Job Coalition) berichtet. Diese DSJC auf EU-Ebene wurde im Rahmen der "New Skills Agenda for Europe 2016" ins Leben gerufen, mit dem Ziel die EU-Mitgliedstaaten, die Unternehmen, die Sozialpartner, die gemeinnützigen Organisationen und die Bildungsanbieter zusammenbringen, um Maßnahmen bzw. Aktionen zum Aufbau digitaler Kompetenzen zu forcieren. Ein Informations-Update gab es unter dem Titel "DigComp 2.2 goes 2.3" auch zur angedachten Weiterentwicklungen des digitalen Kompetenzmodells für Österreich.

Nach einer Plenumsrunde zu den Aktivitäten der Taskforce-Mitglieder startete der dritte Themenschwerpunkt des ersten Klausur-Nachmittages: Die (Zwischen-)Ergebnisse der seit dem zweiten Taskforce-Treffen am 23. Mai 2019 in Linz durchgeführten Projekte DiSS - Digitalisierung + Studien-Snapshots, DiG Map - Digitalisierung + Ausbildungsangebote in Österreich sowie DiF Map - Digitalisierung + Finanzierung wurden vorgestellt, diskutiert und das Experten-Feedback mit Input für die weiteren Aktivitäten angereichert.

In den zweiten Tag der Klausur starteten die knapp 30 hochrangigen Teilnehmenden aus Erwachsenenbildung, Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft mit der Präsentation der im Zeitraum Mai und Juni 2019 erhobenen Ergebnisse zum "CHECK Digitale Alltagskompetenz" - online verfügbar unter www.fit4internet.at, um Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit einer anonymen Einschätzung über die eigenen digitalen Alltagskompetenzen zu geben.

Vorgestellt wurde auch der derzeitige Stand der Dinge betreffend die Implementierung einer "Digitalen Grundbildung" in den Lehrplan der Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen durch das BMBWF. Ziel der Bildungs- und Lehraufgabe ist es Kompetenzen für Reflexion, Nutzung und Gestaltung von digitalen Artefakten zu gewährleisten, um Orientierung und mündiges Handeln im 21. Jahrhundert zu ermöglichen, weil "Digitalisierung" vor allem Selbstbilder, Lebenswelten, Kommunikation, Kultur, Weltverständnis und Infrastruktur wesentlich prägt.

Ein weiterer Schwerpunkt des zweiten Tages der Klausur war die Weiterentwicklung der Plattform fit4internet: die Expertenrunde lieferte bedeutendes Feedback zum "pro-CHECK - CHECK für digitale Berufskompetenzen", der in einer ersten Beta-Version vorgestellt wurde - und eine Ergänzung zum CHECK Alltagskompetenzen sein wird. Auch wird es die Möglichkeit geben, Bildungsformate dem "DigComp 2.2 AT - Kompetenzmodell zuzuordnen": In einem zweistufigen Prozess können Ausbildungsanbieter - voraussichtlich ab November 2019 - ihre Formate in das Kompetenzmodell DigComp 2.2 AT einordnen. Das schafft Orientierung und verbessert die Vergleichbarkeit der Angebote. Derartig eingeordnete Angebote bilden die Basis für gemeinsame Standards als Grundlage von Qualitätsanforderungen an Bildungsorganisationen (sowie Trainerinnen und Trainer) und ermöglichen eine Beschreibung und Zertifizierung (objektiver Nachweis) der erworbenen Kompetenzen.

Der abschließende Teil der Klausur war der gemeinsamen Erarbeitung eines Empfehlungspapiers der Taskforce an die neue Bundesregierung gewidmet. In vier Brainstorming-Gruppen wurde der Frage nachgegangen: "Wie kann man digitale Kompetenzen der Bevölkerung Österreichs fördern?"

Die gesammelten Ideen werden als Empfehlungspapier formuliert, wobei der Textentwurf durch die Taskforce-Mitglieder in einer Online-Diskussion ergänzt und qualitätsgesichert wird. Im Anschluss wird redaktionell die finale Fassung erstellt und nochmals durch das Gremium bewertet. Diese partizipativ erstellte Experten-Empfehlung wird dann der künftigen Bundesregierung als Beitrag zum Thema "Aufbau digitaler Kompetenzen für Österreich" zur Verfügung gestellt.

Das nächste Treffen der Taskforce Digitale Kompetenzen wird voraussichtlich am 28. November 2019 stattfinden, wo Good-Practices der Taskforce-Mitglieder im Fokus stehen werden.

Am 23. Mai 2019 traf sich die Taskforce im Rahmen der Bildungsmesse didacta DIGITAL in Linz zum zweiten Mal. In drei Arbeitsgruppen wurde das Kompetenzmodell weiterentwickelt und der Frage nachgegangen „Was brauchen Menschen in der Wirtschaft für die erfolgreiche digitale Transformation?"

  • In der Arbeitsgruppe A ging es um den beruflichen Kontext und darum, diesen in den "richtigen" Segmenten zu betrachten. Ziele waren dabei die Zielgruppen im Modell zu berücksichtigen, die digitale Kluft zu verringern und - vor allem auch die Aspekte Orientierung, Sicherheit und berufliche Anschlussfähigkeit - einzubeziehen.
  • In der Arbeitsgruppe B wurde der Status quo an bekannten und relevanten Forschungsprojekten und Forschungsaktivitäten rund um das Thema digitale Kompetenzen gesammelt und diskutiert sowie Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Wissensaustausch erörtert. Ziele der Arbeit in dieser Gruppe waren die Greifbarmachung des Themas, die Clusterung und Einordnung von Forschungsthemen und Forschungsbereichen. Weiters ging es auch darum, Impulse für die Übergangsforschung – in mehreren Dimensionen -  zu erarbeiten.
  • Arbeitsgruppe C befasste sich mit der Projektidee zur Erarbeitung von zehn Thesen zu Policy-Maßnahmen, um dem Kompetenzmodell größtmögliche Wirksamkeit zu verschaffen bzw. eine Nutzenstrategie zu erstellen. Das Ziel eines auf policy learning basierenden Kompetenzmodells ist es, dass es dabei unterstützt, den digitalen Wandel in allen Facetten zu triggern und digitale "Tugenden" bzw. eine digitale Grundhaltung zu entwickeln.

Am 22. März 2019 fand das Kickoff-Meeting der Taskforce statt, hier eine Visualisierung des Treffens:

Visualisierung Kickoff Taskforce.png
Visualisierung Zusammenspiel der Digitalen Kompetenzen ©fit4internet Foto: BMDW

Mitglieder

Die Mitglieder aus den Bereichen Erwachsenenbildung, Wissenschaft und Forschung sowie Wirtschaft wurden vom BMDW auf Vorschlag der Generalsekretärin von fit4internet eingeladen und arbeiten unentgeltlich. Insgesamt leitende Kriterien für die Besetzung der Taskforce sind fachliche Expertise, Interdisziplinarität, Unabhängigkeit und Überparteilichkeit.

  • Mag. Barth Regina (BMBWF Erwachsenenbildung)
  • Mag. (FH) Bayer Christian (Plattform für Berufsbezogene Erwachsenenbildung)
  • Dr. Biskovsky Gerhard (Verband Österreichischer Volkshochschulen)
  • Mag. Domany-Funtan Ulrike, MBA (fit4internet)
  • Dipl.-Wirtsch.-Ing. Faymann Christian, MA (WKO)
  • MMag. Fleischer Viktor (IV)
  • Mag. Fleischer Alice (Wirtschaftsförderungsinstitut der WKO)
  • Mag. Hartmann Klaus (BMöDS Leitung Verwaltungsakademie des Bundes)
  • Hon. Prof. Dipl-Ing. Dr. Heiss Michael (Industie 4.0, Siemens, TU Wien)
  • DI Dr. Hofstädter Kurt (Industrie 4.0)
  • Mag. Höller-Dietrich Claudia (Geschäftsführerin Ziviltechniker Akademie GmbH)
  • Mag. Hügelsberger, MSc. (Digitalisierungsagentur)
  • Ing. Mag. Jungwirth Bernhard, M.Ed. (ÖIAT)
  • DI Keiler Bernhard (LFI - Ländliches Fortbildungsinstitut)
  • DI Kovacs Laszlo (Taskforce-Support/ipcenter)
  • Mag. Kubitschek Maria (Arbeiterkammer Wien, Abteilung Wirtschaft)
  • Mag. Leimbach Heike (BMDW)
  • MMag. Dr. Leitner Katharina (Notariatsakademie)
  • Nárosy Thomas, BEd MBA MAS (fit4internet)
  • Ass.-Prof. DI Dr. Pammer-Schindler Viktoria (Know-Center GmbH)
  • Ing. Pfabigan Gerald (LFI - Ländliches Fortbildungsinstitut)
  • Mag. Röhsner Martin (Plattform berufsbezogene Erwachsenenbildung)
  • Mag. Sandriesser Ernst (Forum katholischer Erwachsenenbildung)
  • Mag. Dr. Schmölz Alexander, BA (ÖIBF Geschäftsführung)
  • Mag. (FH) Smodics Christian (Taskforce-Support/ipcenter)
  • Schönstein Gregor (IOÖ)
  • Dr. Sturm Michael (KEBÖ)
  • Mag. Svecnik Erich (BIFIE)
  • Univ.-Prof. Dr. Swertz Christian, MA (Researcher in Residence f4i)
  • Mag. Tamler Petra (AMS)
  • Mag. Dr. Thienel Karin (BMöDS Abteilungsleitung Personalentwicklung, Mobilitätsförderung)
  • Mag. Vollmann Manuela (ABZ*Austria)
  • Mag. Waba Stephan, MA (BMBWF IT, Digitalisierung und Medien)
  • Mag. Worm Birgit, MBA (Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft)
  • Wyskitensky Doris, MA (BMBWF Erwachsenenbildung)
  • Wacek Alexander, MBA, MSc.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Digitalisierung und E-Governmentdigitalisierung@bmdw.gv.at