Ministerium

Staatspreisträger 2017

Staatspreisträger

Kategorie Forschung und neue Technologien

"TENZ – The Low Energy Screw for Wood / Die Profi-Holzbauschraube mit der innovativen Stairs Gewindetechnologie"

Berater: AVVIO GMBH CO KG
Auftraggeber: TENZ GmbH

Bei der auch am Exportmarkt erfolgreichen TENZ-Holzschraube erzeugen im Gewinde zueinander versetzte Erhebungen gezielt kleine Reibungsflächen, die beim Einschrauben eine oszillierende Bewegung verursachen, die das Holz verdrängt. Die Schraube benötigt nur die Hälfte des Drehmoments einer gewöhnlichen Holzschraube und führt zu wesentlichen Arbeitserleichterungen.

Jurybegründung: Das smarte Design der TENZ-Holzschraube ist genial einfach und einfach genial. Die Niedrigenergieschraube "Made in Austria" zeigt, dass es möglich ist, selbst die scheinbar einfachste Technologie durch ein innovatives Verfahren neu zu erfinden, neue Märkte zu erschließen und dabei auch einen Beitrag zu Umweltschutz und Arbeitssicherheit zu leisten.

Nominierungen

Kategorie Umwelt und Energie

"kontinuierliche Hygienisierung von Bioabfällen"

Berater: Bilgeri EnvironTec GmbH
Auftraggeber: Dipl. Agrar-Ing. Christoph von Jan, Schradenbiogas GmbH & Co. KG und Unternehmen der BayWa renewable energy

Die Anlage setzt auf den innovativen Einsatz von Trennkörpern, die mit der Strömung mitgeführt werden und über Sensoren die Dokumentation der Verweilzeit jeder Charge ermöglichen. Auch wird die laminare Strömung verändert, wodurch geringere Rohrlängen erforderlich sind. Die Anlage ist energieeffizienter als die bisherigen Verfahren und weist deutlich geringere Investitions- und Betriebskosten auf.

Jurybegründung: Diese innovative Hygienisierungsanlage verfügt über eine Methodik, die in den Bereichen Kosten- und Energieeffizienz neue Maßstäbe setzt. Die Anlage beruht auf einer weitblickenden Ingenieurleistung und hat hohes Exportpotenzial.

Kategorie Infrastruktur

"Hangwassermanagement"

Berater: Dipl.-Ing. Günter Humer GmbH
Auftraggeber: Gemeinde St. Marien und Stadtgemeinde Leonding

Dieses Programm zur Verhinderung von kleinräumigen Hochwässern nach Starkregen- ereignissen berechnet die zu erwartende Wassertiefe und Fließgeschwindigkeit und stellt diese auf in Maßstab und Detailliertheit flexiblen Karten dar. Mittels Open Data und auf Basis bestehender Software lassen sich so Prognosekarten erstellen.

Jurybegründung: Das Kartenprogramm errechnet Auswertungen, die in vorhandene Geoinformations-systeme eingespielt werden können. Open Data und die Verwendung bereits vorhandener Software ermöglichen kostengünstige Vorhersagekarten für alle Orte. Eventuelle Bedrohungen werden so erkennbar, sodass Schutzmaßnahmen zeitgerecht geplant und errichtet werden können.

Kategorie Urbane und räumliche Planung

"Platzgestaltung Aspern Seestadt: Hermine Dasosky-Platz und Susanne Schmida-Gasse"

Berater: DnD Landschaftsplanung ZT KG
Auftraggeber: wien 3420 Aspern Development AG

Die Platzgestaltung in der Seestadt Aspern zeichnet sich durch ein Höchstmaß an Qualität und Funktionalität aus. In einem eigenständigen gestalterischen Entwurf fasst der Platz acht sehr unterschiedliche Baufelder zusammen. Der so geschaffene Raum sichert hohe Nutzungsqualität für Bewegung ebenso wie für Aufenthalt und Spiel.

Jurybegründung: Dieses Projekt hat einen klar lesbaren Freiraum geschaffen, der einem hohen technischen und ästhetischen Anspruch gerecht wird. Die Baufelder werden durch eine starke eigenständige Ausstrahlung verbunden und bieten damit eine sehr hohe Nutzungsqualität. Dazu kommt eine mit größter Detailgenauigkeit und konstruktivem Fachwissen ausgeführte Umsetzung, die sich nicht mit Standardlösungen zufriedengibt.

Kategorie Hervorragende Einzelingenieurleistungen

"Geh- und Radwegbrücke Puch"

Berater: Horn & Partner ZT GmbH
Auftraggeber: ÖBB Infrastruktur AG Streckenmanagement und Anlagenentwicklung Region Süd

Die raffinierte Hängebrücke mit einseitigem Pylon und im Grundriss sichelförmig gekrümmtem Brückenträger berücksichtigt die vorgegebenen komplexen Rahmenbedingungen. Sie wurde barrierefrei und ohne Stützen mit einer Steigung von maximal 4% errichtet. Der mit der Schlankheit des Brückenträgers verbundenen Schwingungsanfälligkeit wurde durch den Einbau von Schwingungstilgern begegnet.

Jurybegründung: Die neue Brücke zeichnet sich durch hohe Transparenz und technische Effizienz aus. Sie bereichert den Flussraum und reiht sich in eine Anzahl international herausragender Fuß- und Radwegbrückenkonstruktionen ein, die ihren Benutzerinnen und Benutzern die innovative Brückenbautechnik unmittelbar erfahrbar und damit wohl auch begehbar machen.

 

Sonderpreis der Jury im Rahmen des Staatspreises Consulting 2017

"Sanierung feuchter Gebäude"

Berater: DI Dr. Karl Prodinger
Auftraggeber: Leopold Stocker Verlag

Die Nutzung historischer Bausubstanz dient dem Erhalt baukultureller Qualität. Sie ist aber auch von elementarer wirtschaftlicher Bedeutung für Besitzer und Benutzer. Das in historischen Gebäuden häufig auftretende Problem aufsteigender Feuchtigkeit im Mauerwerk wird bei diesem Projekt durch Einbringen von Heizungswärme in die Sockelzone gelöst. Die theoretisch und empirisch fundierte Methode wurde in einer Fachpublikation aufbereitet.

Jurybegründung: Diese empirisch vorbildlich entwickelte Methode der Feuchtesanierung ist eine einfache, aber umso praktikablere Technologie. Es handelt sich um eine integrierte Leistung aus Entwicklung, Anwendung und  Vermittlung, die für eine breite Zielgruppe verwendbar und kostengünstig umzusetzen ist.

Letzte Änderung am: 24.11.2017 06:57