Nationale Marktstrategien

Sommerzeit

Sommerzeit ist die Änderung der sich aus der jeweiligen Zeitzone ergebenden Zeit (Normalzeit) während eines bestimmten Zeitabschnittes. In Österreich gilt als Normalzeit die Mitteleuropäische Zeit (MEZ = Weltzeit + 1 Stunde). Während der Geltung der Sommerzeit sind die Uhren um 1 Stunde vorzustellen (Mitteleuropäische Sommerzeit MESZ = Weltzeit + 2 Stunden). In Österreich werden der Geltungszeitraum und die Umstellungszeitpunkte entsprechend der Regelung in der EU durch Verordnung der Bundesregierung festgelegt.

Die Sommerzeit wurde in Österreich aus wirtschaftlichen Gründen erstmalig 1916 bis 1920 eingeführt und galt dann wieder in den Jahren 1940 bis 1948. In Abstimmung mit den anderen europäischen Staaten (Europarat) wurde die Sommerzeit  im Jahre 1980 wieder eingeführt. Seit dem Beitritt Österreichs zur EU im Jahre 1995 gilt die Sommerzeit in Übereinstimmung mit verbindlichen Festlegungen der EU.

Rechtsgrundlagen:

Europäische Union

  • Richtlinie 2000/84/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 2.2. 2001, Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. L 31
  • Die offizielle Veröffentlichung der Daten des Beginns und des Endes der Sommerzeit für die Jahre 2017 bis 2021 ist im Amtsblatt der Europäischen Union Nr. C 61 vom 17.2.2016 erfolgt

Österreich

  • Zeitzählungsgesetz, BGBl. Nr. 78/1976, in der Fassung BGBl. Nr. 52/1981
  • Verordnung der Bundesregierung über die Sommerzeit in den Kalenderjahren 2017 bis 2021, BGBl. II Nr. 22/2017

Sommerzeit in den Jahren 2017 bis 2021

  • 2017: 26. März 2.00 Uhr MEZ bis 29. Oktober 3.00 Uhr MESZ
  • 2018: 25. März 2.00 Uhr MEZ bis 28. Oktober 3.00 Uhr MESZ
  • 2019: 31. März 2.00 Uhr MEZ bis 27. Oktober 3.00 Uhr MESZ
  • 2020: 29. März 2.00 Uhr MEZ bis 25. Oktober 3.00 Uhr MESZ
  • 2021: 28. März 2.00 Uhr MEZ bis 31. Oktober 3.00 Uhr MESZ

Umstellungstag ist jeweils der letzte Sonntag im März und im Oktober!

Die Europäische Kommission (EK) hat beschlossen das Funktionieren der derzeitigen Sommerzeitregelung der Europäischen Union zu prüfen und zu bewerten, ob sie geändert oder beibehalten werden sollte. In diesem Zusammenhang holte die EK im Rahmen einer öffentlichen Konsultation die Meinung der europäischen Bürgerinnen und Bürger, Interessenträger und Mitgliedstaaten zur derzeitigen Sommerzeitregelung der EU und zu möglichen Änderungen dieser Regelung ein. Diese ergab einen mehrheitlichen Wunsch auf Abschaffung der Zeitumstellung und Beibehaltung einer ganzjährigen Zeitzone. Die Mitgliedsstaaten versuchen nun eine diesbezügliche Festlegung von Zeitzonen zu erreichen, welche insbesondere mit den Nachbarstaaten abgestimmt werden sollen. Voraussichtlich wird die Änderung der gegenwärtigen Regelung im Jahr 2021 in Kraft treten.

Kontakt

Abteilung IV/6: POST.IV6_19@bmdw.gv.at

Letzte Änderung am: 05.02.2019 16:08