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Jobbörse: Bund und Land arbeiten Hand in Hand

Zweite Veranstaltung für Asylberechtigte bringt rund 1.000 Jobwerber und 20 Unternehmen zusammen

Frau Bundesministerin Schramböck bei der Eröffnung der Jobbörse für Asylberechtigte
Fotocredit: Land OÖ / Sabrina Liedl.

Auf Initiative der österreichischen Bundesregierung fand in Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich, der WKO Oberösterreich, dem Arbeitsmarktservice und der Industriellenvereinigung  heute am WIFI Oberösterreich eine Jobbörse für Asylberechtigte statt. Bei der Veranstaltung, die zweite dieser Art, erhalten Asylberechtigte aus Wien und Oberösterreich die Möglichkeit, sich in direkten Vorstellungsgesprächen bei Firmen zu bewerben. Knapp 1.000 arbeitslos gemeldete Asylberechtigte nutzten eine Tag lang die Gelegenheit, um konkrete Bewerbungsgespräche mit Vertretern von 20 Firmen aus Oberösterreich zu führen. Eröffnet wurde die Jobbörse mit Statements von Vertretern der Bundes- und Landespolitik, sowie der beteiligten Organisationen. 

„Wir haben in Österreich rund 30.000 arbeitslose Asylberechtigte, die bisher zu wenig im Fokus der Öffentlichkeit und der Unternehmen standen. Gleichzeitig klagen unsere Firmen über einen Fachkräftemangel. Wir wollen beide Seiten zusammenbringen, den Betroffenen Personen eine Perspektive geben und das vorhandene Potential besser nutzen. Mit der ersten Jobbörse in Wien haben wir rund 20 Prozent der Bewerber vermitteln können und ich gehe davon aus, dass wir auch in Oberösterreich zahlreiche konkrete Jobs schaffen können. Dieses Format kann nur eines von vielen sein, jede Person die wir vermitteln ist ein Erfolg", so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. 

Alleine in OÖ sind aktuell 5.300 Lehrstellen offen. Die Lehre allgemein zu stärken und die Potentiale bei Asylberechtigten und Lehrlingen in der überbetrieblichen Lehre zu nutzen ist ein zentraler Ansatz der Bundesregierung, dem Fachkräftemangel entgegenzutreten.  

Landeshauptmann Thomas Stelzer:

„Nach unseren Prognosen werden dem Wirtschaftsstandort OÖ im Jahr 2030 bereits 127.000 Fachkräfte fehlen, wenn wir nicht rechtzeitig gegensteuern. Wir müssen im Kampf gegen den Fachkräftemangel daher alle Möglichkeiten nutzen. Heute hatten zahlreiche Unternehmen die Möglichkeit, sich direkt mit hunderten arbeitslosen Asylberechtigten auszutauschen. Die Jobbörse ist ein gutes Mittel, um dringend benötigte Fachkräfte für unsere Unternehmen zu gewinnen, aber auch um die Integration der Asylberechtigten durch Leistung zu fördern." 

Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner:

„Es ist eine zentrale Säule unseres strategischen Programms ‚Arbeitsplatz OÖ 2030', alle vorhandenen Arbeitskräftepotentiale zu aktivieren, damit der Wirtschaft langfristig qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Die heutige Jobbörse für Asylberechtigte ist deshalb ein wichtiger Schritt, möglichst viele Menschen in Beschäftigung zu bringen. Ein Schritt, von dem alle profitieren: die Unternehmen, denn sie können (Ausbildungs-) Stellen besetzen, und die Asylberechtigten, denn die Arbeit gibt ihnen nicht nur eine Lebensgrundlage, sondern auch einen festen Platz in unserer Gesellschaft", betont Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner. 

WKOÖ-Präsidentin Mag.a Doris Hummer:

„Die Fachkräftesicherung hat für die WKO Oberösterreich oberste Priorität. Mit konkreten Projekten, wie Berufserlebnistagen, der Karriereberatung oder mit unserer Bildungsinnovation Duale Akademie tragen wir erfolgreich dazu bei, neue Fachkräfte für unsere Betriebe zu finden. Jobmessen für Asylberechtigte sind darüber hinaus noch wichtige Initiativen, um Mitarbeiter-Potenziale zu heben. Wir müssen hier an allen Schrauben drehen!"

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Veröffentlicht am: 09.05.2019 01:10