Presse

Schramböck: Digitale Kompetenz in Betrieben und Gesellschaft erhöhen

Gemeinsame Pressekonferenz mit RBI und Post - Unternehmen und Politik engagieren sich in neuer Plattform fit4internet 

 
 
Fotocredit: Philipp Hartberger/BMDW
 
 
„Weder Staat noch Wirtschaft können die Digitalisierung alleine meistern, es braucht hier eine digitale Allianz. Wissen ist die Voraussetzung, um neue Technologien erfolgreich zu nutzen. Digitale Kompetenz ist das neue Einmaleins für Wirtschaft und Gesellschaft. Daher müssen wir diese Kompetenz in den Betrieben, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie in der Gesellschaft aufbauen“, so Digital- und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck in der heutigen Pressekonferenz, gemeinsam mit RBI-Vorstandsvorsitzenden Johann Strobl und Post-Generaldirektor Georg Pölzl. Beide Unternehmen sind unter den ersten Mitgliedern des Vereins „fit4internet“ der auf Initiative von Digitalisierungsministerin Schramböck ins Leben gerufen wurde, um die digitale Kompetenz in der Gesellschaft zu stärken. In einem ersten Schritt werden österreichweit Schulungen für Senioren stattfinden. Um das Knowhow von Klein- und Mittelbetrieben zu stärken und digitale Innovationen zu fördern, stellt das BMDW mit den „Digital-Innovation-Hubs“ drei Millionen Euro zur Verfügung. Besonderes Augenmerk liegt auf Zukunftsthemen wie Artificial Intelligence (AI), Security, Blockchain und 3D-Printing.

„Digitale Transformation ist mehr als Technik, es ist ein Wandel der Arbeitsweise und der Qualifikation. Fachkräfte sind zu einer wachstumsrelevanten Schlüsselfrage für die Wirtschaft geworden. Wir können es uns nicht mehr leisten, das Potential in den Betrieben liegen zu lassen, daher müssen Politik und Unternehmen die digitale Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufbauen“, so Schramböck. Die Nachfrage an IT-Spezialisten ist in Österreich mit 62 Prozent höher als im EU-Schnitt (48 Prozent). Gleichzeitig sehen 90 Prozent der Personalverantwortlichen der Unternehmen hohen Schulungsbedarf bei digitalen Kompetenzen. Das BMDW setzt daher mit den „digital pro bootcamps“ auf Qualifizierungsverbünde, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Leitbetrieben und KMU gemeinsam in definierten digitalen Themenfeldern weiter zu bilden. Für das Programm stehen zunächst 1,4 Millionen Euro zur Verfügung, die Einreichfrist endet am 29. März. 

„Ich bedanke mich für die Möglichkeit der RBI diese zukunftsweisende Initiative unterstützen zu können. Es ist wichtig, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten – aus einer gesellschaftspolitischen Verantwortung heraus aber auch, weil die Bankenbranche selbst besonders stark vom digitalen Wandel betroffen ist. Bankkunden sollen die Möglichkeit haben, Finanzdienstleistungen in Zukunft genauso schnell und bequem zu bekommen wie Konsumgüter. Wir investieren daher nicht nur in die Digitalisierung, sondern auch massiv in die Weiterbildung unserer Mitarbeiter“, so der RBI Vorstandsvorsitzende Johann Strobl.

Bei der Österreichischen Post wird kein Brief und kein Paket heute ohne IT zugestellt. „So gut wie alle Services sind mittlerweile digital“, betont Post-Generaldirektor Georg Pölzl. „Daher muss unser Anspruch sein, dass diese auch von allen genutzt werden können.“ Mit gezielten Ausbildungsangeboten können Hemmschwellen abgebaut und das Vertrauen in digitale Services gestärkt werden. 
Die Post wird ihr Vertriebsnetz von rund 1.800 Geschäftsstellen entsprechend einsetzen. „In unseren Filialen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kundinnen und Kunden als Berater zur Verfügung und geben „analoge“ Unterstützung bei digitalen Services“, so Pölzl.


Kontakt

Presseabteilung: presseabteilung@bmdw.gv.at

Veröffentlicht am: 03.12.2018 12:30