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Schramböck: EU-Mitgliedschaft ließ Österreichs Wirtschaft um 16 Prozent stärker wachsen

25 Jahre EU-Volksabstimmung - Studie bestätigt nachhaltige und positive Effekte auf heimisches Wirtschaftswachstum durch EU-Mitgliedschaft

„Der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union 1995 ist eine Erfolgsgeschichte, kein anderes Land hat von der wirtschaftlichen Verflechtung so profitiert wie wir. Unsere Unternehmen haben die Chance eines europäischen Marktes ergriffen und sind in vielen Regionen zu Recht führende Marktplayer. Auch wenn es für viele heute selbstverständlich ist, dank der EU-Mitgliedschaft haben wir mehr Wachstum, Wohlstand, Beschäftigung und Stabilität", so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. „Das 25-jährige Jubiläum der Volksabstimmung über den EU-Beitritt wurde von uns zum Anlass genommen, das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) mit einer Studie über die Effekte der österreichischen EU-Mitgliedschaft zu beauftragen. Diese kommt nun zu dem Schluss, dass die EU-Mitgliedschaft positive und nachhaltige Impulse für die österreichische Wirtschaft gebracht hat," so Schramböck. „Die Studienergebnisse untermauern, dass der Beitritt Österreichs zur EU aus ökonomischer Perspektive richtig war. Dieser hat zu einem maßgeblichen Anteil am Wohlstand in Österreich beigetragen." Auf die Zukunft gerichtet meint Wirtschaftsministerin Schramböck:  „Österreich könnte von einer möglichen Erweiterung der EU um die Westbalkanländer stärker als andere Länder profitieren. Zugleich ist eine Forcierung von EU Initiativen in der Region im Bereich von Infrastrukturinvestitionen auch vor dem Hintergrund der chinesischen Seidenstraßeninitiative außerordentlich wichtig".

Österreichs Wirtschaft ist seit dem EU-Beitritt über den Zeitraum von 1995 bis 2014 durch den gesteigerten Außenhandel mit anderen EU-Mitgliedsländern um 16 Prozent stärker gewachsen, als es ohne EU-Mitgliedschaft ausgefallen wäre. Dies entspricht einem jährlichen zusätzlichen Wachstum von 0,7 Prozent. Die Beschäftigung ist durch den gesteigerten Außenhandel mit den anderen EU-Mitgliedsländern um jährlich 0,6 Prozent stärker angestiegen. Für die Gesamtbeschäftigung bedeutet dies über den Beobachtungszeitraum ein Plus von etwa 13 Prozent. Die Inflation ist durch die EU-Mitgliedschaft insgesamt um circa 2,4 Prozent weniger stark gestiegen. Letzteres lässt sich durch den Wegfall der Zölle auf Importe erklären. Die Berechnungen der Studie zeigen, dass der Handel mit den anderen EU-Mitgliedsländern jährlich um circa 1,9 Prozent stärker gestiegen ist, als das ohne EU-Beitritt der Fall gewesen wäre.

Festgestellt wurde auch, dass Österreich deutlich stärker durch den zunehmenden Außenhandel profitieren konnte, als andere Länder. Auf den Betrachtungszeitraum von 20 Jahre hochgerechnet ergibt sich ein Gesamtzuwachs des österreichischen EU-Handels von rund 46 Prozent. Im Vergleich: Finnland und Schweden erreichen dabei nur einen Wert von 12,7 bzw. 6,2 Prozent. Der Wachstumseffekt der EU-Mitgliedschaft ist in Österreich mehr als doppelt so hoch ausgefallen wie in Finnland und Schweden. Dieser deutlich stärkere Wachstumsimpuls für Österreich lässt sich vor allem auf die EU-Osterweiterung zurückführen, von der Österreich auch auf Grund der geografischen Lage sehr stark profitieren konnte.

„Österreich hat das Potential Europas 1995 schon einmal erkannt und wir müssen es 2019 auch wiedererkennen. Unser Ziel muss sein, dass Europa auch weiterhin wettbewerbsfähig bleibt und dafür braucht es mehr Innovation, ein neues zeitgemäßes Regelwerk und moderne Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen" so Schramböck.

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Veröffentlicht am: 22.05.2019 08:45