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Schramböck: Wachstum und Chancen durch Künstliche Intelligenz

Johannes-Kepler-Universität Linz (JKU) führt neue Artificial Intelligence Studien ein - wirtschaftliches Potential künstlicher Intelligenz vor allem im Industriesektor enorm

 Meinhard Lukas, Martina Mara, Margarete Schramböck, Sepp Hochreiter 
(v.l.n.r.) Meinhard Lukas, Martina Mara, Margarete Schramböck, Sepp Hochreiter
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"Künstliche Intelligenz nimmt in Wirtschaft und Verwaltung eine immer größere Rolle ein. Wir wissen, dass wir jetzt in Artificial Intelligence und Robotics investieren müssen, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben", sagt Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.  Vor allem der Industriesektor wird in den nächsten Jahren einen sehr großen Umbruch erleben. Die Bundesregierung arbeitet deshalb an einer Bundesstrategie für Künstliche Intelligenz, der Artificial Intelligence Mission 2030: das Potenzial von KI wird als nahezu unbegrenzt eingeschätzt.

Um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben und die Abhängigkeit von internationalen Marktführern zu reduzieren, muss vor allem in Forschung investiert und Österreich als internationale Forschungsstandort für AI positioniert werden. "KI stellt eine große Möglichkeit für Österreich und für Europa dar, in der Industrialisierung wieder ganz nach vorne zu kommen", sagt Schramböck. Um diese Daten aber auch verarbeiten, analysieren und in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext interpretieren und schlussendlich anwenden zu können, braucht es ausgebildete ExpertInnen. "Daher ist es sehr zu begrüßen, dass solche ExpertInnen in neuen Studien wie Artificial Intelligence in Linz ausgebildet werden", erklärt Schramböck.

Die Johannes-Kepler-Universität Linz hat schon bei der Einführung des Informatikstudiums (1969) und der Mechatronik-Studien (1990) eine Vorreiterrolle übernommen. Auch diesmal bietet die JKU als eine der ersten Universitäten Europas ein Artificial Intelligence Studium an, das die AI-Kernkompetenz Machine Learning und insbesondere den Bereich Deep Learning vermittelt. AI-Pionier Sepp Hochreiter wird mit seinen Kolleginnen und Kollegen die Studierenden ab WS 2019/20 in die modernen Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz einführen.

"Wir denken Technologie neu, jenseits disziplinärer Grenzen", sagt Rektor Meinhard Lukas und verweist auf einen wesentlichen Erfolgsfaktor: Alle ForscherInnen-Teams der JKU, egal ob technisch-naturwissenschaftliche, sozial- und wirtschaftswissenschaftliche, rechtswissenschaftliche und medizinische arbeiten gemeinsam an der technologischen Zukunft. In dieser Form ist das in Österreich einzigartig. Brennpunkt dieser fächerübergreifenden Technologieforschung ist das Linz Institute of Technology (LIT) der JKU. Hier werden auch zukunftsträchtige Studien erdacht. "Beim neuen Studium der Künstlichen Intelligenz baut das LIT auf seiner anerkannten Forschungskompetenz auf", sagt Lukas. Der KI-Pionier Sepp Hochreiter (Institute für Machine Learning und Leiter des LIT AI Lab) war führend bei der Planung und wird auch im Studium selbst eine wichtige Rolle spielen. Er leitet am LIT das KI-Labor, das jährlich mit einer Million Euro vom Land Oberösterreich gefördert wird. Sitz dieses Forschungslabors wird ab Juni das LIT Open Innovation Center sein, das derzeit am JKU-Campus errichtet wird. Hier wird gemeinsam mit ExpertInnen aus Industrie und Wirtschaft über Fächergrenzen hinweg an der technologischen Zukunft geforscht.

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Veröffentlicht am: 05.03.2019 12:00