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Wissenschaftsministerium verleiht Gabriele Possanner-Preis

Staatspreis für die Förderung der Geschlechterforschung zum 11. Mal vergeben - Förderungspreise höher dotiert

​Im Zuge eines feierlichen Festaktes hat Sektionschefin Iris Rauskala den mit 10.000 Euro dotierten Gabriele Possanner-Staatspreis an die Rechtswissenschaftlerin Elisabeth Holzleithner für ihr herausragendes und ausdauerndes Engagement bei der Förderung der Geschlechterforschung verliehen. Holzleithner war unter anderem maßgeblich an der Erstellung eines Modellentwurfs für universitäre Frauenförderungspläne, wie sie im Universitätsgesetz 2002 vorgesehen sind, beteiligt. Sie ist die erste Wissenschaftlerin, die bereits zum zweiten Mal mit einem der Possanner-Preise ausgezeichnet wird. Im Jahr 2001 – damals noch als Nachwuchswissenschaftlerin – wurde sie mit einem der Possanner-Förderungspreise ausgezeichnet.

Gabriele Possanner-Förderungspreise und Würdigungspreis 2017 verliehen

Neben dem auf Vorschlag einer fachkundigen, internationalen Expertinnen- und Expertenjury verliehenen Staatspreis wurden zwei Gabriele Possanner-Förderungspreise für wissenschaftliche Beiträge zur Bearbeitung bzw. Lösung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen im Bereich der Geschlechterforschung vergeben. Die mit je 12.000 Euro dotierten Auszeichnungen gingen an die Sozialwissenschaftlerin Elisabeth Anna Günther und die Rechtswissenschaftlerin Marija Petričevič.

Zudem wurde die Wirtschaftswissenschaftlerin und Universitätsprofessorin in Ruhe Gudrun Biffl mit dem Gabriele Possanner-Würdigungspreis ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigt das Wissenschaftsministerium seit dem Jahr 2013 Persönlichkeiten aus Forschung und Lehre, deren Lebenswerk im Zeichen der Geschlechterforschung steht. Biffl hat mit ihrer evidenzbasierten Geschlechterforschung wichtige Impulse für die Gleichstellungspolitik in Österreich geliefert. In ihren zahlreichen öffentlichen Auftritten ist sie konsequent für Gleichstellung eingetreten und hat damit Verantwortung für gesellschaftspolitische Belange übernommen.  

Neuerungen bringen Attraktivitätsschub

Zwei Runde Jubiläen, „120 Jahre Frauenstudium in Österreich" und „20 Jahre Gabriele Possanner Preise", bildeten den thematischen Rahmen für die Verleihung der Gabriele-Possanner-Preise für Geschlechterforschung. Nun wurden wichtige Neuerungen eingeführt: Neben der Ernennung einer neuen Possanner-Jury für die nächsten vier Jahre wurden die Richtlinien für die Förderungspreise hinsichtlich ihrer inhaltlichen und wissenschaftlichen Qualitätskriterien geschärft. Damit einhergehend wurde eine Erhöhung des Preisgeldes der beiden Förderungspreise auf jeweils 12.000 Euro vorgenommen. Mit diesen Neuerungen zählt der Gabriele-Possanner-Preis zu den attraktivsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Geschlechterforschung. Seine Neuausrichtung trägt zur Förderung der Etablierung der Geschlechterperspektive in den Disziplinen bei.

Über den Gabriele Possanner-Staatspreis

Der Staatspreis wird seit 1997 alle zwei Jahre vergeben, zum Gedenken an die erste Verleihung eines akademischen Grades an eine Frau durch eine Universität in Österreich hundert Jahre zuvor. Gabriele Possanner gilt als Pionierin und Vorkämpferin für berufliche Chancengleichheit von Frauen in der Wissenschaft. Für die Nostrifizierung an der medizinischen Fakultät der Universität Wien im Jahr 1897 musste sie alle "schweren Prüfungen", die sie davor schon einmal zur Erlangung des Doktorates an der Universität Zürich erfolgreich absolviert hatte, an der Universität Wien ein zweites Mal ablegen.

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Veröffentlicht am: 15.12.2017 17:00