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BMDW: 150 Jahre bilaterale Beziehungen Österreich - Japan Sektionschef Frauscher begrüßt den japanischen Botschafter S.E. Kiyoshi Koinuma anlässlich der Feierlichkeiten - Sonderbriefmarke der Post AG

Oesterreich-Japan
S.E. Botschafter Kiyoshi Koinuma und Sektionschef Florian Frauscher
 
Foto: BMDW/BKA/Christopher Dunker
Oesterreich Japan-2
S.E.Botschafter Kiyoshi Koinuma und Sektionschef Florian Frauscher mit den Vertreter/innen der österreichischen Unternehmen und Organisationen
 
Foto: BMDW/BKA/Christopher Dunker

Am 18. Oktober 1869 wurde mit der Unterzeichnung des Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrages zwischen Österreich und Japan der Grundstein für die langjährige bilaterale Freundschaft gelegt.  Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und die japanische Botschaft begehen daher in diesem Jahr das 150-jährige Jubiläum der Beziehungen zwischen der Republik Österreich und Japan. Am 1. Februar 2019 trat das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen und das Strategische Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und Japan in Kraft. Damit wurden die Beziehungen erneut gestärkt und das damit bisher umfassendste und vom Handelsvolumen größte Abkommen unterzeichnet. Japan ist der zweitwichtigste Markt in Asien und drittwichtigster Handelspartner in Übersee.

Aus diesem Anlass begrüßte Sektionschef Florian Frauscher den japanischen Botschafter S.E. Kiyoshi Koinuma sowie österreichische Unternehmen und Organisationen, die ihrerseits einen guten Austausch und intensive Beziehungen mit japanischen Unternehmen pflegen. Dabei wurde von der Österreichischen Post AG eine Sondermarke, die das 150-jährige Jubiläum würdigt, übergeben und der 150 Jahre alte Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen Österreich und Japan im Original gezeigt. Sektionschef Florian Frauscher unterstrich in diesem Rahmen das Ziel des Wirtschaftsministeriums, die Beziehungen mit Japan durch regelmäßige bilaterale Termine und Round Table Gespräche sowie einer verstärkten Besuchspolitik zu intensivieren. So wurden unter anderem bereits Verhandlungen im Hinblick auf die Beteiligung österreichischer Unternehmen bei der Sommer-Olympiade 2020 in Tokio aufgenommen.

Japanische Botschaft in Wien

S.E. Botschafter Kiyoshi Koinuma: "Es ist mir eine besondere Freude, dass das 150. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Japan und Österreich mit der heutigen Herausgabe einer Gedenkbriefmarke gewürdigt wird. Bereits das ganze Jahr über finden anlässlich dieses Jubiläums in beiden Ländern zahlreiche Veranstaltungen in verschiedenen Bereichen wie Kultur und Wirtschaft statt und tragen zur Vertiefung des zwischenmenschlichen Austausches zwischen unseren beiden Ländern bei. Als Höhepunkte der Feierlichkeiten können wohl der Besuch Ihrer kaiserlichen Hoheit Prinzessin Kako, die diesen September Österreich zum Ziel ihres ersten offiziellen Staatsbesuchs im Ausland gewählt hat, und sowie der Staatsbesuch von Herrn Bundespräsident Van der Bellen in Japan, der diesen Oktober stattfinden wird, angesehen werden. Japan und Österreich teilen gemeinsame Prinzipien und Werte, und stehen in der heutigen Welt denselben Herausforderungen gegenüber. Indem wir unsere gemeinsame 150-jährige Geschichte im Gedächtnis behalten, werden wir - so hoffe ich - auch weitere 150 Jahre und darüber hinaus einander in Freundschaft verbunden bleiben, und diese Verbundenheit und Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern in Zukunft noch weiter vertiefen."

Österreichische Post AG

"Die Österreichische Post gibt jährlich rund 50 Sonderbriefmarken heraus, die international nicht nur bei Philatelisten bekannt sind. Die Marken sollen das kulturelle, politische und gesellschaftliche Leben unseres Landes abbilden und Botschaften in die Welt hinaustragen", so DI Walter Oblin, Finanzvorstand der Österreichischen Post AG. Japan und Österreich feiern 2019 das Jubiläum der Aufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen vor 150 Jahren – und diese langjährige Zusammenarbeit wird mit einem eigenen Sondermarkenblock gewürdigt. Dieser zeigt die Korvette Erzherzog Friedrich, mit der die Delegation nach Japan reiste, sowie einige Zeilen aus dem 1869 abgeschlossenen Vertrag.

Vereinigte Bühnen Wien

Auch die Vereinigten Bühnen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, konnten einen großen Erfolg feiern. Das Musical "I am from Austria" mit den Hits von Rainhard Fendrich wurde soeben erfolgreich nach Japan exportiert. Die Vereinigten Bühnen Wien begrüßen jährlich rund 600.000 Besucher/innen im Inland und eine weitere Million Besucher/innen im Ausland. Durch die Entwicklung erfolgreicher und international lizensierter Eigenproduktionen sind sie ein bedeutender Global Player auf diesem Sektor. Weltweit haben rund 26 Millionen Besucher/innen in 21 Ländern und 16 Sprachen eine VBW-Produktion gesehen. Japan ist ein wichtiger Kulturpartner für Österreich und die Vereinigten Bühnen Wien. 1996 war ELISABETH die erste nach Japan lizensierte VBW-Produktion und nun feierte I AM FROM AUSTRIA am 4. Oktober 2019 in Takarazuka erfolgreich seine Erstaufführung. Die gesamte Spielserie war mit 250.000 Tickets bereits zur Premiere komplett ausverkauft. "Wir freuen uns, Teil der Feierlichkeiten des 150-jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu sein. Die hohe Beliebtheit unserer VBW-Produktionen auch in Japan bzw. Asien unterstreicht einmal mehr den Stellenwert der VBW als bedeutender Tourismusfaktor und Kulturexporteur Österreichs", so Prof. Dr. Franz Patay, Geschäftsführer der VBW.

Europäische Kommission

Marc Fähndrich, Leiter Wirtschaftspolitik der Vertretung der EU-Kommission in Wien wies daraufhin, dass im Jahr 2019 nicht nur das Jubiläum der diplomatischen Beziehungen Österreich-Japan gefeiert wird. Der Höhepunkt dieser gemeinsamen 150 Jahre ist sicherlich das "Inkrafttreten" des Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) zwischen der EU und Japan. Dieses trat auch heuer in Kraft. Unternehmen und Verbraucher in Europa und Japan können nun von der größten offenen Handelszone der Welt profitieren.

Austrian Business Agency - ABA

Die österreichische Betriebsansiedlungsagentur ABA Invest in Austria ist bereits seit 1984 in Japan aktiv und steht in enger Zusammenarbeit mit AdvantageAustria Tokio und Jetro Wien. ABA hat in diesem Zeitraum 116 Unternehmen bei der Ansiedlung in Österreich betreut, die insgesamt knapp 447 Millionen Euro investierten und über 2000 Arbeitsplätze schufen. Insgesamt sind laut Firmenbuch rund 170 Unternehmen mit japanischen Eigentümern in Österreich aktiv, die mehr als 4000 Mitarbeiter beschäftigen. Österreich bleibt im Bereich Forschung & Entwicklung, Technologieunternehmen, Mobility sowie Sales, Marketing- und Serviceorganisationen ein attraktiver Standort für japanische Unternehmen - insbesondere auch für jene, die sich stärker für Osteuropa interessieren und in Österreich ihr CEE-Headquarters einrichten. Derzeit arbeitet ABA an rund 20 japanischen Investitionsprojekten. Der Bestand der japanischen Direktinvestitionen in Österreich belief sich per Ende 2018 auf 2,5 Milliarden Euro. Österreichische Unternehmen investierten bis Ende 2018 in Japan 161 Millionen Euro.

Österreichisches Staatsarchiv

Im Österreichischen Staatsarchiv liegt das Gros der Quellen zur außenpolitischen Geschichte der Habsburgermonarchie. Der Abschluss von bilateralen Handelsabkommen war ein Eckpfeiler der Außenpolitik des 19. Jahrhunderts und ganz in diesem Sinne wurde am 18. Oktober 1869 der Freundschafts-, Handels- und Schifffahrts-Vertrag zwischen Kaiser Franz Joseph I. und dem japanischen Kaiser Mutsuhito geschlossen. Die kalligraphisch hochwertig ausgeführte Bestätigungsurkunde des japanischen Kaisers wurde den österreichischen Vertretern – in kostbares Tuch gehüllt – in einer Edelholzkiste überreicht. Digitale Aufnahmen des Vertrags wurden der Österreichischen Post vom Österreichischen Staatsarchiv für die Anfertigung einer Sonderbriefmarke zur Verfügung gestellt.

Der originale Vertrag wird in der Abteilung Haus-, Hof- und Staatsarchiv verwahrt und ist digital unter https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?id=1901641  einsehbar.

Flughafen Wien AG

Japan ist ein wichtiger Markt für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Österreich, die Destination Wien und für die Flughafen Wien AG. Mit Austrian Airlines und, neu seit 2019, der japanischen Airline All Nippon Airways (ANA) fliegen zwei Fluglinien die japanische Hauptstadt Tokio an, was wichtige Impulse für den wirtschaftlichen und touristischen Austausch beider Länder schafft. Gerade für japanische Unternehmen bietet der Flughafen Wien optimale Voraussetzungen als möglicher Betriebsstandort. Eingebettet im Herzen Europas und in unmittelbarer Nähe zu den Märkten Südosteuropas, direkt angeschlossen an eine leistungsfähige Straßen-, Schienen- und Luftfahrtinfrastruktur finden Unternehmen am Flughafen-Standort eine perfekte Ausgangsbasis für ihre geschäftlichen Aktivitäten in Österreich und Osteuropa. So hat der japanische Werkzeugmittelhersteller Makita seine Österreich-Zentrale direkt am Flughafen-Standort in unmittelbarer Nähe zu seinem Logistikpartner Cargo partner errichtet. Mit dem neuen Office Park 4, der im Mai 2020 eröffnet wird, bietet der Flughafen Wien Unternehmen ausgezeichnete Arbeitsbedingungen in modernem Ambiente, mit gut ausgebauter Verkehrsinfrastruktur und zahlreichen weiteren Vorteilen.

Aussenwirtschaft Austria

"Schon vor 150 Jahren haben Österreich und Japan mittels Freihandelsvertrag ihre Wirtschaftsbeziehungen aufgenommen und seither sukzessive ausgebaut. Im Februar dieses Jahres konnten wir dann durch das EU-Abkommen unsere Zusammenarbeit weiter verstärken. Und die Exporte nach Japan zeigen: Das Handelsabkommen wirkt. Seit Inkrafttreten stiegen die heimischen Exporte um über 10 Prozent", betont Michael Otter, Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Weitere Informationen

Weitere Bilder finden Sie auf der Website des BMDW unter: https://flic.kr/s/aHsmHHbta9

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