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Schramböck: Österreichs Außenhandel erreichte 2018 Rekordwerte Untersuchung bescheinigt Zuwächse trotz schwächeren Wachstums

Im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) analysieren Ökonomen des Kompetenzzentrums Forschungszentrum Internationale Wirtschaft (FIW) halbjährlich aktuelle Entwicklungen des internationalen und österreichischen Außenhandels.

Im aktuellen Bericht wird festgehalten, dass der österreichische Warenaußenhandel 2018 insgesamt durchaus dynamisch wuchs, die Zuwächse lagen aber unter jenen des Vorjahres. Der Trend eines an Schwung verlierenden Welthandels machte sich auch bei den österreichischen Exporten bemerkbar. Im zweiten Halbjahr stärkte die Nachfrage aus Nicht-EU Ländern das österreichische Exportwachstum und führte zu neuen Höchstwerten bei den Warenausfuhren. "Österreichs Außenhandel erreichte 2018 Rekordwerte. Gleichzeitig spüren wir aber auf den internationalen Märkten bereits härteren Gegenwind. Wir müssen uns diverser aufstellen und neue Partnerschaften knüpfen. Export ist nicht nur für Leitbetriebe ein Thema, sondern vor allem auch für klein- und mittelständische Unternehmen - für ein Land wie Österreich, mit einem KMU-Anteil von 99,8 Prozent, ist Sichtbarkeit auf dem internationalen Parkett daher essentiell. Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze erarbeiten wir uns zum großen Teil durch den Export", so Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Margarete Schramböck.

Wachstumseinbruch in Europa dämpft die globale Konjunktur

Die globale Konjunktur verliert langsam an Schwung und das globale BIP-Wachstum dürfte sich verlangsamen. Der Indikator der wirtschaftlichen Einschätzung für den Euro-Raum verschlechterte sich zuletzt kontinuierlich und erreichte gegen Februar 2019 seinen tiefsten Stand seit November 2016. Vor allem die für den österreichischen Außenhandel wichtigen Länder Deutschland und Italien dürften heuer einen starken Wachstumseinbruch verzeichnen.

Auch die jüngsten globalen Entwicklungen wurden stark von dem wirtschaftspolitischen Kurswechsel in den USA geprägt. Die gegenseitige Einführung von höheren Handelsbarrieren in den USA und China im Vorjahr beeinflussten die Handelsströme in beide Richtungen. Dies war einer der Gründe warum das globale Außenhandelsvolumen im vierten Quartal 2018 um 0,9 Prozent zurückging. Auch die Senkung der Körperschaftssteuer für einbehaltene FDI-Profite in den USA hatte massive Abflüsse der US-amerikanischen Direktinvestitionen aus Europa zur Folge.

Österreichs Exporte wuchsen solide

Die Zuwächse lagen 2018 nominell mit 5,7 Prozent zwar unter dem Vorjahreswert, doch zeugen sie von einem nach wie vor dynamischen Warenaußenhandel. Mit einem Ausfuhrvolumen von 150 Milliarden Euro erreichten die österreichischen Exporte einen neuen Höchstwert. Mit Importen im Wert von 156 Milliarden Euro vergrößerte sich das Defizit in der Außenhandelsbilanz nur gering von 5,6 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf 5,7 Milliarden Euro 2018. Dies ist vor allem auf eine Erhöhung der Rohstoff- und Energiepreise zurückzuführen. Mit einer ebenfalls leicht abflachenden Konjunkturentwicklung in Österreich steigerten sich auch die Importe nach Österreich weniger stark als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, es wurden aber dennoch um 5,5 Prozent mehr Waren nach Österreich eingeführt als 2017.

Die leicht rückläufige Wachstumsdynamik bei den österreichischen Warenausfuhren wurde in der zweiten Jahreshälfte 2018 teilweise durch ein beschleunigtes Wachstum bei den Exporten in Länder außerhalb der EU gemildert. Im zweiten Halbjahr 2018 wuchsen die Exporte in Länder außerhalb der EU mit 6,2 Prozent stärker als die Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten (5,3 Prozent). Österreich profitierte im zweiten Halbjahr 2018 insbesondere von der starken Nachfrage aus den NAFTA (13,6 Prozent) und BRIC-Staaten (9,1 Prozent). So beschleunigte sich die Dynamik bei den USA-Exporten von 5,2 Prozent in der ersten Jahreshälfte auf auffallend starke 14 Prozent im zweiten Halbjahr 2018. Die Nachfrage aus den USA trieb auch die Zuwächse bei den Pkw-Exporten Österreichs. Diese nahmen nach einem starken Anstieg um 48,5 Prozent im ersten Halbjahr 2018 im zweiten Halbjahr erneut um 21,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu.

Die EU-Handelspartner bleiben für Österreichs Außenwirtschaft maßgeblich und 69,9 Prozent der österreichischen Exporte gingen in andere EU-Staaten. Österreichs wichtigster Handelspartner, Deutschland war das Zielland für 30 Prozent aller Warenausfuhren aus Österreich. Die Steigerungen im Handel mit Deutschland lagen bei 5,9 Prozent im ersten Halbjahr und 5,3 Prozent im zweiten Halbjahr 2018.

Der aktuelle FIW-Kurzbericht vom März 2019 kann kostenlos auf der Seite der FIW heruntergeladen werden.

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