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Mahrer überreicht hohe staatliche Auszeichnungen an verdiente Persönlichkeiten der Wissenschaft

Ehrenzeichen- und Berufstitelverleihung im Wissenschaftsministerium als Zeichen der Anerkennung und des Dankes

​Staatssekretär Harald Mahrer überreichte am Dienstag im Rahmen eines Festaktes in den Veranstaltungsräumen des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft hohe staatliche Auszeichnungen an verdiente Persönlichkeiten der Wissenschaft. Dadurch finden deren Leistungen eine offizielle Anerkennung durch die Republik Österreich. "Ich gratuliere den Wissenschaftlern zu ihren Auszeichnungen, die sie sich redlich verdient haben. Herzlichen Dank für ihre hervorragende Arbeit im Dienste der Wissenschaft", so Staatssekretär Mahrer zu den Ehrenträgern.

Die Geehrten und ihre Auszeichnungen

Das Große Goldene Ehrenzeichen
Der Rektor der Universität für Bodenkultur, Dr. Martin GERZABEK, wird mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich geehrt. Gerzabeks Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten der Radioökologie, Humuschemie, Pflanzenernährung, dem Verhalten von Schadstoffen in Umweltsystemen und der Bodenphysik. Er hat zahlreiche grundlegende Untersuchungen zur Mobilität von Radionukliden im System „Boden-Pflanze" durchgeführt und damit die Modellierungen der Transferpfade verschiedener Nuklide bis zum Menschen erstmals möglich gemacht.

Das Große Silberne Ehrenzeichen
Univ.-Prof. Dr. Peter HUSSLEIN, Vorstand der Universitätsklinik für Frauenheilkunde, wird mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Husslein gilt als herausragender Spezialist auf dem Gebiet der Frauenheilkunde. Er hat den Ruf der Universitätsklinik für Frauenheilkunde im Wesentlichen begründet und hat das Institut auf eine internationale Ebene gehoben. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Wehenforschung, Frühgeburt und Humangenetik.

Der Leiter der Klinischen Abteilung für Allgemeinchirurgie an der Chirurgischen Universitätsklinik Wien, Univ.-Prof. Dr. Raimund JAKESZ, darf sich über das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich freuen. Im Jahr 1990 gründete Jakesz die Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group. Diese größte Studiengruppe des Landes machte es sich zum Ziel, in klinischen wissenschaftlichen Studien Patientinnen mit Mammakarzinom in unterschiedlichen Therapiearten zu behandeln.

Das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
Der emeritierte Univ.-Prof. Dr.h.c. Dr. Friedrich EHRENDORFER, ehemaliger Vorstand des Instituts für Botanik sowie Direktor des Botanischen Garten der Universität Wien, wird mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse geehrt. Auch nach seiner Emeritierung 1995 setzt er seine Forschungstätigkeit am Department für Botanik und Biodiversitätsforschung fort. Seine Publikationsliste umfasst 350 wissenschaftliche Veröffentlichungen.

Der emeritiert Univ.-Prof. Dr. Karl WAGNER, der sich auf dem Gebiet der Literaturwissenschaften besondere Verdienste erworben hat, wird mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet der österreichischen Literatur, vor allem jener des 19. und 20. Jahrhunderts im europäischen Kontext. Er befasste sich u. a mit Peter Handke, Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek, Robert Musil und Peter Rosegger. Vor seiner Emeritierung im heurigen Jahr war er Universitätsprofessor an der Universität Zürich.

Der emeritierte Univ.-Prof. DDr.h.c. Dr. Henry George WIDDOWSON ist ebenfalls Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. Er hat sich auf dem Gebiet der Anglistik besondere Verdienste erworben und war bis 2001 Professor of English Linguistics an der Universität Wien, ist aber bis heute wissenschaftlich tätig. Widdowson ist einer der international renommiertesten Vertreter der angewandten Sprachwissenschaft, der in zahlreichen Büchern und einer Vielzahl von Publikationen dieses Forschungsgebiet mitbegründet und dessen Entwicklung ganz entscheidend beeinflusst hat. Mit Wien verbindet Professor Widdowson eine lange Lehr- und Forschungstätigkeit.

Berufstitel Professor
Dr. Nikolaus HARTIG wird mit dem Berufstitel Professor geehrt. Hartig war Geschäftsführer mehrerer großer Konsumgüterunternehmen, ehe er sich als Unternehmensberater in Wien selbstständig machte. Hartig ist Co-Autor mehrerer Fachbücher und Publikationen zum Thema ECR (Efficient Consumer Response) und hat diverse Artikel für Fachmedien verfasst. Vor allem an Fachhochschulen war Hartig als Lektor und Betreuer von Diplomarbeiten tätig.

Mit dem Berufstitel Professor wird auch Hofrat Dr. Ferdinand KRAUSE ausgezeichnet. Er hat sich in der Erforschung des korporativen Studententums besonders engagiert und war vor seiner Pensionierung wissenschaftlicher Ausstellungsleiter der Ausstellung „Gaudeamus igitur" auf Schloss Schallaburg. Die Herausgabe des Handbuchs des österreichischen Korporationswesens „Studiosus Austriacus" und des Buches über das studentische Brauchtum „O alte Burschenherrlichkeit" gehen auf seine Initiative zurück.

Die gleiche Auszeichnung erhält Dr. Johannes MARTINEK. Er hat sich beruflich mit dem Vorsorgewesen beschäftigt und war bis zu seiner Pensionierung Geschäftsführer der VINIS Gesellschaft für nachhaltigen Vermögensaufbau und Innovation mbH, davor u.a. Geschäftsführer der CAMPUS Beratungsgesellschaft für betriebliche Vorsorge mbH. Er war jahrelang in der Girozentrale tätig, damals eine Art „Kaderschmiede" für Juristen und Ökonomen. Ende der 1980er-Jahre war Martinek maßgeblich an der Gründung des Pensionskassenwesens beteiligt.

Den Berufstitel Professor wurde auch Erwin SIECHE verliehen. Er hat zahlreiche Marinebücher übersetzt und war Chefredakteur der Zeitschrift „Marine – Gestern, Heute". Er hat sich zu einer der führenden Persönlichkeiten im Bereich der Marinegeschichte Österreich-Ungarn entwickelt. Besonders hervorzuheben ist sein Buch „Kreuzer und Kreuzerprojekte der k.u.k. Kriegsmarine 1889 – 1918", welches im Jahr 2002 im renommierten Verlag E.S. Mittler & Sohn in Hamburg/Berlin/Bonn erschienen ist und inzwischen als Standardwerk in diesem Bereich gilt.

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Veröffentlicht am: 02.12.2015 09:45