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Mitterlehner überreicht Großes Goldenes Ehrenzeichen an Rektor Schütz

"Forschungsstandort Wien international sichtbarer gemacht" - Verabschiedung nach 19 Jahren an der Spitze der Medizinischen Universität Wien

Wolfgang Schütz und Reinhold Mitterlehner mit dem Ehrenzeichen und der Urkunde dazu; Klick vergrößert Bild
Wolfgang Schütz und Reinhold Mitterlehner mit dem Ehrenzeichen und der Urkunde dazu
Foto: © BMWFW/feel image

Nach 19 Jahren an der Spitze der Medizinischen Universität Wien scheidet Wolfgang Schütz im Oktober aus dem Amt aus und übergibt an seinen gewählten Nachfolger Markus Müller. Im Rahmen der offiziellen Verabschiedungsfeier am Mittwochabend hat Wissenschafts- und Forschungsminister Reinhold Mitterlehner dem langjährigen Rektor das "Große Goldene Ehrenzeichen um Verdienste um die Republik Österreich" überreicht. "In den vergangenen 19 Jahren hat Wolfgang Schütz den Wissenschafts- und Gesundheitsstandort Wien maßgeblich mitgestaltet und die internationale Sichtbarkeit erhöht. Die Medizinische Universität ist unter seiner Führung kontinuierlich ins medizinische Spitzenfeld vorgestoßen, und das zeigt sich auch in entsprechenden Top-Platzierungen bei diversen Rankings", so Mitterlehner. Im Times Higher Education Ranking belegte die Medizinische Universität Wien 2014 in der Disziplinauswertung "BranchenClinical, Pre-Clinical and Health" weltweit Platz 49 und europaweit sogar Platz 14. Unter den Universitäten, die unter 50 Jahre alt sind, liegt sie weltweit auf Platz 37.

"Wolfgang Schütz hat die Universität gut in die Zukunft geführt, ohne dabei auf die Vergangenheit zu vergessen. Besonders hervorzuheben ist die akribische Aufarbeitung der NS-Zeit, die auch an der Medizinischen Universität Wien dunkle Flecken hinterlassen hat", so Mitterlehner. Neben zahlreichen Publikationen, die sich mit der Rolle während des Nationalsozialismus beschäftigen, wurde auch ein Mahnmal für die Opfer errichtet.

Die Medizinische Universität gehört zu den größten Wissenschaftseinrichtungen Europas. Geforscht wird in fünf Forschungsclustern Immunologie, Onkologie, Neurowissenschaften, Kardiovaskuläre Medizin und Medical Imaging. Mit über 7.500 Studierenden ist sie zudem die größte medizinische Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum und vor allem auch für die Gesundheitsversorgung in Wien ein wesentlicher Faktor. "In der Ära von Wolfgang Schütz wurde auch der erfolgreiche Paarlauf mit dem Wiener AKH entwickelt und maßgeblich ausgeweitet. Diese Verbindung ist eine wesentliche Voraussetzung, um die qualitative Ausbildung des medizinischen Nachwuchses und die Gesundheitsversorgung auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft zu ermöglichen. Die gemeinsame Verantwortung im Dienst der Patienten und vor allem der Wissenschaft hat die vergangenen 19 Jahre geprägt und sie wird auch ein wesentliches Element für die künftige Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien. Es gibt große Herausforderungen, die wir gemeinsam angehen werden", so Mitterlehner.

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Veröffentlicht am: 01.10.2015 09:45