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Außenwirtschaft

Inhalte der Seite

Direktinvestitionen

Weltweite Direktinvestitionen – World Investment Report 2019

Die UNCTAD hat in ihrem neuesten Bericht – den World Investment Report (WIR) 2019 – die Entwicklung weltweiter Direktinvestitionen vorgestellt.

Österreichs Direktinvestitionen im Jahr 2018

Die hohen Zuflüsse bei den Transaktionen im Jahr 2017 konnten 2018 nicht erreicht werden. Die aktiven Transkationen halbierten sich nahezu auf einen Wert in Höhe von 5,0 Milliarden Euro. Die passiven Direktinvestitionen erreichten einen Wert von 1,8 Milliarden. Euro. Die aktiven Direktinvestitionsbestände stiegen 2018 um 4,6 Prozent, die passiven um 7,8 Prozent.

Direktinvestitionen in den Ost-, Süd- und Mittelosteuropäischen Ländern 2018

Die gesamten Direktinvestitionsflüsse in die Ost-, Süd- und Mitteleuropäischen Länder sanken, nach einem Rückgang im Vorjahr, 2018 neuerlich um 16 Prozent. Die höchsten Zuflüsse meldete – wie jedes Jahr seit 2003 – Russland, gefolgt von Polen. Die höchsten Zuwachsraten verzeichneten Normazedonien (244 Prozent), Slowenien (73 Prozent) und Serbien (37 Prozent).

Der Direktinvestitionsbestand erreichte 1.164 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung von 2,0 Prozent gegenüber 2017. Die höchsten Kapitalbestände liegen in Russland, vor Polen und Tschechien. Den größten Bestand pro Kopf hält 2018 Estland. Bei den Beständen in Prozent des BIP liegt Montenegro an der Spitze.

Leistungsbilanz und Dienstleistungshandel

Österreichs Leistungsbilanz 2018

Die österreichische Leistungsbilanz schloss 2018 mit dem höchsten Überschuss seit 2008 von 9,0 Milliarden Euro oder rund 2,3 Prozent des BIP. Der Überschuss resultierte aus dem traditionell positiven Saldo der Dienstleistungsbilanz von 10,3 Milliarden Euro, dies ist ein Zuwachs von 18 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2017.

Österreichs Dienstleistungshandel 2018

Der österreichische Dienstleistungshandel erzielte 2018 in beiden Richtungen neue Rekordwerte. Die Dienstleistungsexporte stiegen um 6,7 Prozent auf 63,3 Milliarden Euro, die Dienstleistungsimporte um 8,1 Prozent auf 53,0 Milliarden Euro. Die Exportquote (Dienstleistungsexporte in Prozent des BIP) erhöhte sich auf 16,4 Prozent, die Importquote auf 13,7 Prozent. Der Bilanzüberschuss erhöhte sich um 18 Millionen Euro auf 10,3 Milliarden Euro.

Warenverkehr

Warenverkehr aktuell - Jänner bis Dezember 2018

Laut den von der Statistik Austria veröffentlichten endgültigen Daten für 2018 betrugen die Exporte 150,1 Milliarden Euro und lagen damit um 5,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Die Importe verzeichneten einen Zuwachs um 5,8 Prozent auf 156,1 Milliarden Euro. Damit vergrößerte sich das Warenverkehrsbilanzdefizit um 382 Millionen auf -6,0 Milliarden Euro (Jänner bis Dezember 2017: ‑5,6 Milliarden Euro).

Warenverkehr aktuell – Jänner bis September 2019

Laut den von der Statistik Austria veröffentlichten Daten für Jänner bis September 2019 betrugen die Exporte 114,8 Milliarden Euro und lagen damit um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Die Importe verzeichneten einen Zuwachs um 3,1 Prozent auf 119,1 Milliarden Euro. Damit vergrößerte sich das Warenverkehrsbilanzdefizit um 486 Millionen auf -4,3 Milliarden Euro (1-9/2018: ‑3,8 Milliarden Euro).

Außenwirtschaftliche Studien

Studie: "Das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Japan und seine Bedeutung für die österreichische Wirtschaft" (wiiw, Oktober 2018)

Die zentrale Forschungsfrage der Studie lautete, ob das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Japan (Economic Partnership Agreement - EPA) das Potenzial birgt, die Handelsbeziehungen zwischen Japan und Österreich zu intensivieren. Als Benchmark für die Analyse dient das im Jahr 2011 in Kraft getretene Freihandelsabkommen mit Südkorea. Nach einem Einleitungskapitel zur im Umbruch befindlichen Welthandelsordnung widmet sich die Studie den Abkommensbestandteilen und dem Netz von Handelsabkommen der EU und Japans. Es folgt eine deskriptive Analyse der Handelsbeziehungen der EU und Österreichs mit Japan und Südkorea, in der die vom Abkommen betroffenen Sektoren und Produkte identifiziert werden. Ein weiteres Kapitel analysiert Zölle und nicht tarifäre Handelshemmnisse im Zeitablauf.

Kernstück der Kurzstudie ist ein strukturelles Gravitätsmodell, das die potenziellen Vorteile des EPA zwischen der EU und Japan abschätzt und das die Einbeziehung allgemeiner Gleichgewichtseffekte einschließlich eines Proxy für nichttarifäre Maßnahmen aus der I-TIP-Datenbank der Welthandelsorganisation ermöglicht. Als Gesamtauswirkungen für ein Szenario einschließlich Zollsenkungen und Verbesserungen der Regelungen für nichttarifäre Maßnahmen werden positive, wenn auch geringe Effekte erwartet.

Studie: "Die Handelseffekte der österreichischen EU-Mitgliedschaft 25 Jahre nach der Volksabstimmung" (WIFO Mai 2019)
Autoren: Univ.-Prof. MMag. Dr. Harald Oberhofer DI Dr. Gerhard Streicher

Am 12. Juni 1994 sprachen sich 66,6 Prozent der österreichischen Bevölkerung im Rahmen einer Volksabstimmung für einen Beitritt des Landes zur Europäischen Union aus. Am 1. Jänner 1995 trat Österreich der EU bei. 25 Jahre nach dieser Volksabstimmung versucht die vorliegende Studie, die Handelseffekte und die damit einhergehenden Effekte der österreichischen EU-Mitgliedschaft auf BIP, Beschäftigung und Preise empirisch zu quantifizieren.

Konkret untersucht die Studie das hypothetische Szenario, Österreich wäre der EU nicht beigetreten. Die daraus abgeleiteten positiven Effekte der Mitgliedschaft Österreichs werden mit jenen von Finnland und Schweden verglichen. Die Studienergebnisse beruhen dabei auf zwei Modellen: einem Gravitationsmodell zur Schätzung der EU-Handelseffekte sowie dem ADAGIO-Input-Output Modell des WIFO zur Simulation der Wachstums-, Beschäftigungs- und Preiseffekte. Den Analysen liegen internationale Warenhandelsdaten der WIOD-Datenbank zugrunde.

Die Autoren analysieren in einem ersten Schritt die Handelseffekte durch die EU-Mitgliedschaft. Für Österreich ist der Handelsimpuls überdurchschnittlich stark: Rund 1,9 Prozent mehr Außenhandel hat Österreich mit anderen EU-Staaten dadurch pro Jahr betrieben. Auf den Betrachtungszeitraum von 20 Jahren hochgerechnet ergibt sich ein Gesamtzuwachs des österreichischen EU-Handels von rund 46 Prozent. Im Vergleich: Finnland und Schweden erreichen dabei nur Werte von 12,7 Prozent bzw. 6,2 Prozent. Gegenüber einfachen regionalen Freihandelsabkommen ist der positive Effekt der Mitgliedschaft im EU-Binnenmarkt deutlich stärker.

Im zweiten Schritt werden die Effekte auf das Preisniveau, die Kaufkraft und die Beschäftigung geschätzt: Durch die Abschaffung von Handelsbarrieren mit dem EU-Beitritt sind Importe aus anderen EU-Staaten billiger geworden. In Österreich ist dadurch das allgemeine Preisniveau um rund 2,4 Prozent niedriger, als es ohne EU-Beitritt wäre. Das reale BIP, das die tatsächliche Kaufkraft abbildet, ist um 16 Prozent höher, als es ohne Beitritt Österreichs der Fall gewesen wäre, dies entspricht einem jährlichen Wachstumsimpuls von 0,7 Prozent. Die Beschäftigung in Österreich wäre ohne EU-Beitritt um 13 Prozent geringer, jährlich ist die österreichische Beschäftigung durch die EU-Mitgliedschaft um 0,6 Prozent stärker angestiegen.

Weiterführende Informationen

FIW-Studien

Sämtliche außenwirtschaftliche Studien im Rahmen des Kompetenzzentrum FIW-Projekts sind auf der FIW-Website verfügbar.

Kontakt

Handels- sowie wettbewerbspolitische Analysen und Strategien: AWFakten@bmdw.gv.at