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Digital Economy and Society Index (DESI)

Der Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (Digital Economy and Society Index = DESI) ist ein aus verschiedenen Indikatoren zusammengesetzter Index. Er wurde von der Europäischen Kommission (DG CNECT) entwickelt, um die Entwicklung der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft in den EU-Ländern bewerten zu können.
Der Index erfasst Daten zu folgenden fünf Bereichen:

  • Konnektivität
  • Humanressourcen
  • Internetnutzung
  • Integration der Digitaltechnik
  • und digitale öffentliche Dienste

Die Länder werden dabei in führende Länder, in überdurchschnittliche Länder, in aufholende Länder und in zurückfallende Länder zusammengefasst.

Übersicht Österreich

DESI 2020 Übersicht Österreich
Quelle: Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI); Länderbericht 2020 Österreich Foto: DESI

Österreichs Länderprofil 2020

  • Gesamtrang: 13
  • Konnektivität: 22
  • Humankapital: 9
  • Internetnutzung: 18
  • Integration der Digitaltechnik: 17
  • Digitale öffentliche Dienste: 8

Österreich belegt beim Digital Economy and Society Index (DESI) 2020 den 13. Platz (2019: Platz 14) und liegt damit leicht über dem EU-Durchschnitt. Verbessert hat sich Österreich gegenüber dem Vorjahr im europäischen Vergleich in den Dimensionen "Integration von Digitaltechnologie" und "Digitale öffentliche Dienste" (E-Government).

Einzelergebnisse

Über dem EU-Durchschnitt liegt Österreich in den Bereichen E-Government (vorausgefüllte Formulare, Online-Abwicklung von Verfahren, Open Data etc.). Auch im Bereich Humankapital (digitale Fähigkeiten, IKT-Spezialisten etc.) konnte Österreich den Durchschnitt übertreffen.

Im EU-Mittelfeld liegt Österreich im Bereich Integration digitaler Technologien, etwa Cloud-Technologie, Big Data und beim erzielten Umsatz über eCommerce. Unternehmen nutzen vermehrt soziale Medien und bauen den Online-Verkauf aus.

Aufzuholen gilt es in den Bereichen Konnektivität wie Breitband, 4G Abdeckung oder Netzen mit sehr hoher Kapazität (VHCN - very high capacity network) sowie in der Verwendung digitaler Dienste für Musik, Nachrichten oder Video on Demand.

Spezialthema COVID-19

Zur Bewältigung einer solchen Krise sind Indikatoren wichtig, die für eine starke und widerstandsfähige digitale Transformation und wirtschaftliche Erholung entscheidend sind. Damit sind von Bedeutung Netze mit sehr hoher Kapazität (VHCN) und die 5G-Technologie, digitale Fähigkeiten von Bürgern, fortgeschrittene digitale Technologien für Unternehmen und digitale öffentliche Dienste.

In der Analyse der Krisenbewältigung werden für Österreich vier Bereiche positiv hervorgehoben. Lobend erwähnt werden das Ergreifen einer Reihe gezielter digitaler Maßnahmen zur Bewältigung der COVID-19 Krise und Initiativen zur Verlangsamung einer Ausbreitung und Unterstützung des Gesundheitssystems wie beispielsweise der Einsatz von Chatbots, die über COVID-19 informieren. Auch im Zusammenhang mit der Cybersicherheit wird Österreich positiv genannt, da z.B. Maßnahmen gesetzt wurden, die über mit COVID-19 in Zusammenhang stehende Phishing-Attacken oder zu Online-Geschäften, die vortäuschten, sichere Masken und andere Schutzausrüstung zu verkaufen, informierten. Positiv wird auch die verstärkte Möglichkeit für Telearbeit in der öffentlichen Verwaltung angesprochen, im Schulbereich fanden die Online-Portale für Schüler, Lehrlinge und Lehrende wie edutube.at, eduthek.at oder eEducation.at positive Erwähnung.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Digitalisierung und E-Government: digitalisierung@bmdw.gv.at