Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Digital Economy and Society Index (DESI)

Der Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (Digital Economy and Society Index = DESI) ist ein aus verschiedenen Indikatoren zusammengesetzter Index. Er wurde von der Europäischen Kommission (DG CNECT) entwickelt, um die Entwicklung der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft in den EU-Ländern bewerten zu können. Er ist ein auf nationaler Ebene seit 2015 jährlich erhobenes Ranking, das einen Vergleich des digitalen Fortschritts der 27 EU-Mitgliedstaaten in vier Dimensionen sowie ein Monitoring der Entwicklung über die Zeit erlaubt. Als wesentlichste methodische Änderungen wurden 2021 die DESI-Messdimensionen – in Anlehnung an den Digitalen Kompass – von fünf auf vier reduziert. Das Themenfeld "Internetnutzung" wurde gestrichen. Die Gewichtung der verbleibenden vier Messbereiche wurde angeglichen, diese fließen zu je 25 Prozent in das Länderergebnis ein.
Der Index erfasst Daten zu folgenden vier Bereichen:

  • Konnektivität
  • Humanressourcen
  • Integration Digitaler Technologie
  • Digitale öffentliche Dienste

Übersicht Österreich: Österreich wieder unter den Top 10

Österreich schafft beim nun veröffentlichten Digital Economy and Society Index (DESI) 2021 den Sprung auf den zehnten Platz und verbessert sich damit gegenüber 2020 um drei Plätze (2019: Platz 14). Damit überholt die Republik Belgien und Deutschland (Großbritannien wird nach dem Brexit nicht mehr im DESI berücksichtigt) und liegt nun deutlich im Top-Bereich der untersuchten Staaten (wie zuletzt 2017). Dabei verzeichnet Österreich Fortschritte und überdurchschnittliche Ergebnisse in allen Messdimensionen und liegt durchgehend über dem EU-Schnitt. Die höchsten Werte erzielt man in den traditionellen Stärkefeldern "Humankapital" (Platz 9) und "Digitale öffentliche Dienste" (Platz 9). Letztere untermauern die Vorreiterrolle der Republik im E- beziehungsweise M-Government. Besonders steigern konnte sich das Land gegenüber dem Vorjahr in den Dimensionen "Integration Digitaler Technologie" durch Unternehmen sowie in der "Konnektivität".

Österreichs Länderprofil 2021

  • Gesamtrang: 10
  • Konnektivität: 11
  • Humankapital: 9
  • Integration Digitaler Technologie: 11
  • Digitale öffentliche Dienste: 9
DESI 2020 Übersicht Österreich
Quelle: Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI); Länderbericht 2021 Österreich Foto: DESI

Dimension "Digitale öffentliche Dienste"

Österreich ist vor allem erfolgreich in den "Digitalen öffentlichen Diensten" und erzielt bei sämtlichen Messindikatoren überdurchschnittlichen Ergebnisse. Hier ist bedeutend die hohe E-Government-Nutzung als Folge des konsequenten, nutzerorientierten Ausbaus der bewährten One-Stop-Portale (oesterreich.gv.at und Unternehmensserviceportal usp.gv.at), der Handy-Signatur (eID) und dem M-Government mit der App "Digitales Amt". Bei den E-Government Services für Bürgerinnen und Bürgern und Open Data wird Österreich sogar als europäischer Vorreiter ausgewiesen. Auch bei den E-Government Services für Unternehmen liegt man über dem EU-Schnitt. Zusätzlich werden der Digitale Aktionsplan als strategisches Dach der österreichischen Digitalisierungsaktivitäten, das Recht auf Elektronischen Verkehr mit Behörden, die E-Zustellung als Hebel für durchgängige, effiziente E-Government Prozesse sowie die Aktivitäten zu Once Only grundlegend für den Erfolg gesehen. Gleichzeitig bewertet der DESI den Einsatz fortgeschrittener Technologien (z.B. KI und Big Data) durch heimische Behörden als Basis für den hohen Entwicklungsstand der digitalen Verwaltungsservices.

Dimension "Konnektivität"

Den größten Schub im Vergleich zum DESI Länderbericht 2020 erzielt Österreich in der "Konnektivität" mit dem Sprung von Platz 22 im Jahr 2020 auf den elften Platz in diesem Jahr. Dieser Wert resultiert etwa aus den herausragenden Resultaten bei der mobilen Breitbandversorgung und Spitzenwerten im Feld "5G" (5G-Readiness und 5G-Abdeckung). Positiv erwähnt wird auch das Auktionsdesign zu den Frequenzbändern (mit Preisnachlässen und Ausbauverpflichtungen in unterversorgten Regionen sowie entlang zentraler Verkehrsverbindungen). Ebenfalls hervorgehoben werden die österreichische Breitbandstrategie 2030, die staatlichen Förderprogramme zum Glasfaserausbau im ländlichen Raum sowie die Plattform Internetinfrastruktur Austria 2030 (PIA 2030) zur gezielten Förderung des Breitbandausbaus.

Dimension "Integration Digitaler Technologien"

In der Dimension "Integration Digitaler Technologien durch KMU" wird hauptsächlich aufgrund starker Leistungen bei den neuen Indikatoren (IKT und Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz sowie KMU mit zumindest grundlegendem Digitalisierungsgrad) Platz elf erzielt– eine Verbesserung um sechs Plätze gegenüber dem Vorjahr. Bei der Nutzung von KI-Technologien hält Österreich aktuell mit 37 Prozent deutlichen Abstand zum EU-Schnitt (25 Prozent). Bei den grenzüberschreitenden E-Commerce Aktivitäten liegt Österreich wieder über dem EU-Schnitt. In diesem Zusammenhang wird das mit zehn Millionen Euro dotierte KMU E-Commerce Projekt des BMDW genannt, dessen Auswirkungen in den nächsten Jahren sichtbar werden sollten. Ferner verweist der Länderbericht 2021 auf die vom BMDW unterstützte Umsetzung von Digital Innovation Hubs (Schwerpunkte KI, Cyber Security und Big Data), die in den nächsten Jahren den Digitalisierungsfortschritt der KMU in diesen Bereichen beschleunigen werden. 

Dimension "Humankapital2

In der Dimension "Humankapital" (digitale Fähigkeiten, IKT-Spezialisten etc.) erreicht Österreich wie im Bericht 2020 Platz neun, liegt in sechs der sieben Messbereiche über dem EU-Schnitt und zählt damit zu den stärksten Ländern in dem Bereich.  Der DESI Länderbericht 2021 hebt hier den ganzheitlichen Ansatz und die zahlreichen zielgerichteten Aktivitäten hervor, um persönliche und berufliche digitale Kompetenzen in der Bevölkerung – auch abseits der formalen Schulbildung – kontinuierlich zu verbessern. Unterstrichen werden vor allem die praxisbezogene Rolle des BMDW, die Zusammenarbeit mit dem Verein "fit4internet" und Initiativen wie die digital pro bootcamps beziehungsweise die Qualifizierungsoffensive des BMDW.

  • Gesamtrang: 13
  • Konnektivität: 22
  • Humankapital: 9
  • Internetnutzung: 18
  • Integration der Digitaltechnik: 17
  • Digitale öffentliche Dienste: 8

DESI Länderbericht 2020 Österreich

Österreich belegt beim Digital Economy and Society Index (DESI) 2020 den 13. Platz (2019: Platz 14) und liegt damit leicht über dem EU-Durchschnitt. Verbessert hat sich Österreich gegenüber dem Vorjahr im europäischen Vergleich in den Dimensionen "Integration von Digitaltechnologie" und "Digitale öffentliche Dienste" (E-Government).

Einzelergebnisse

Über dem EU-Durchschnitt liegt Österreich in den Bereichen E-Government (vorausgefüllte Formulare, Online-Abwicklung von Verfahren, Open Data etc.). Auch im Bereich Humankapital (digitale Fähigkeiten, IKT-Spezialisten etc.) konnte Österreich den Durchschnitt übertreffen.

Im EU-Mittelfeld liegt Österreich im Bereich Integration digitaler Technologien, etwa Cloud-Technologie, Big Data und beim erzielten Umsatz über eCommerce. Unternehmen nutzen vermehrt soziale Medien und bauen den Online-Verkauf aus.

Aufzuholen gilt es in den Bereichen Konnektivität wie Breitband, 4G Abdeckung oder Netzen mit sehr hoher Kapazität (VHCN - very high capacity network) sowie in der Verwendung digitaler Dienste für Musik, Nachrichten oder Video on Demand.

Spezialthema COVID-19

Zur Bewältigung einer solchen Krise sind Indikatoren wichtig, die für eine starke und widerstandsfähige digitale Transformation und wirtschaftliche Erholung entscheidend sind. Damit sind bedeutend Netze mit sehr hoher Kapazität (VHCN) und die 5G-Technologie, digitale Fähigkeiten von Bürgerinnen und Bürger, fortgeschrittene digitale Technologien für Unternehmen und digitale öffentliche Dienste.

In der Analyse der Krisenbewältigung werden für Österreich vier Bereiche positiv hervorgehoben. Lobend erwähnt werden das Ergreifen einer Reihe gezielter digitaler Maßnahmen zur Bewältigung der COVID-19 Krise und Initiativen zur Verlangsamung einer Ausbreitung und Unterstützung des Gesundheitssystems wie beispielsweise der Einsatz von Chatbots, die über COVID-19 informieren. Auch im Zusammenhang mit der Cybersicherheit wird Österreich positiv genannt, da z.B. Maßnahmen gesetzt wurden, die über mit COVID-19 in Zusammenhang stehende Phishing-Attacken oder zu Online-Geschäften, die vortäuschten, sichere Masken und andere Schutzausrüstung zu verkaufen, informierten. Positiv wird auch die verstärkte Möglichkeit für Telearbeit in der öffentlichen Verwaltung angesprochen, im Schulbereich fanden die Online-Portale für Schüler, Lehrlinge und Lehrende wie edutube.at, eduthek.at oder eEducation.at positive Erwähnung.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Digitalisierung und E-Government: digitalisierung@bmdw.gv.at