Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

E-Government Benchmark

Der "eGovernment Benchmark" der Europäischen Kommission untersucht seit 2001 jährlich digitale Verwaltungsservices (E-Government) – dieses Jahr in den 27 EU-Mitgliedsländern, Island, Montenegro, Norwegen, Serbien, der Schweiz und der Türkei sowie im Vereinigten Königreich, in Albanien und Nordmazedonien.

Als Grundlage für den Vergleich dienen die aus der Digitalen Agenda der Europäischen Union entnommenen Indikatoren Nutzerzentriertheit, Transparenz, grenzüberschreitende Mobilität und technologische Schlüsselelemente für eine Online-Serviceabwicklung. Diese vier zentralen Indikatoren werden jährlich rollierend anhand von einzelnen Lebenslagen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen untersucht, die eine Interaktion mit öffentlichen Stellen notwendig machen.

Österreich in Top 3 beim eGovernment-Benchmark 2020 der EU

Im veröffentlichten "eGovernment-Benchmark 2020" der Europäischen Kommission belegt Österreich gleichauf mit Lettland den dritten Platz von 36 untersuchten Ländern und gehört mit Malta (Rang 1) und Estland zu den Top 3-Nationen in Europa.

Mit 96 Prozent der möglichen Bewertung ist Österreich im Top-Level Benchmark der Nutzer/innenzentriertheit besonders gut aufgestellt. Vor allem im Bereich der Mobilfreundlichkeit gibt es eine Verbesserung von 23 Prozent, die offenbar auf die Veröffentlichung der Plattform oesterreich.gv.at und der App "Digitales Amt" zurückzuführen ist. Zukünftig sollte der Ausbau der "Digitales Amt" forciert und die konsequente responsive Gestaltung der Webseiten weiterverfolgt werden. Für den Benchmark Transparenz (82 Prozent) sind in den einzelnen Indikatoren positive Trends ersichtlich. So liegt Österreich im Bereich der Transparenz der Serviceerbringung mit 82 Prozent auf dem fünften Rang. Auch beim Indikator Transparenz öffentlicher Organisationen, der unter anderem organisationale Aspekte, den Zugang zu Informationen, Beschwerdemöglichkeiten und finanzielle Transparenz bemisst, hat sich Österreich um 6 Prozentpunkte auf 86 Prozent leicht verbessert. Im Bereich der Cross-Border Mobility, der Zugänglichkeit von Online-Services aus dem Ausland, hat Österreich in den vergangenen Jahren im internationalen Vergleich deutlich aufgeholt und liegt im EU-Vergleich auf dem dritten Rang. Sowohl bei der grenzüberschreitenden Mobilität für Bürgerinnen und Bürger als auch für Unternehmen konnte sich Österreich um 13 bzw. 16 Prozentpunkte auf 82 Prozent bzw. 80 Prozent steigern. Bei der Nutzungsfreundlichkeit grenzüberschreitender Services für Unternehmen soll der Ausbau der digitalen und mehrsprachigen Bereitstellung von Services auf dem USP, genauso wie auf oesterreich.gv.at., nutzer/innenzentriert vorangetrieben werden. Der Benchmark der technologischen Schlüsselelemente für eine Online-Serviceabwicklung zeigt das stabil hohe Niveau, das Österreichs eGovernment mit mittlerweile 89 Prozent erreicht hat. 

Bundesrechenzentrum (BRZ) als Kompetenzzentrum an Erfolg maßgeblich beteiligt

Mehrere Services, die im Bericht der Kommission als international bedeutende Good Practices genannt werden, wurden in Zusammenarbeit mit dem im Eigentum der Republik Österreich stehenden Bundesrechenzentrum (BRZ) umgesetzt. In seiner Rolle als Kompetenzzentrum für die Digitalisierung im Public Sector konnten BRZ Expertinnen und Experten in Anwendungen wie dem Digitalen Amt, oesterreich.gv.at, dem Unternehmensserviceportal oder Chatbots wie MONA und FRED ihr Know-how zur Verfügung stellen und für eine sichere und innovative Umsetzung sorgen.

Österreichische Good Practices

Im eGovernment Benchmark 2020 wurden auch mehrere Services Österreichs als international bedeutende Good Practices identifiziert und vorgestellt. Dazu gehören oesterreich.gv.at und die App "Digitales Amt", das in §1a E-GovG festgeschriebene Recht auf elektronischen Verkehr als aktive Implementierung des Digital by Default Grundsatzes sowie die elektronische Zustellung über das elektronische Postfach "MeinPostkorb" auf dem USP und auf oesterreich.gv.at oder auf der App "Digitales Amt".

Abrufbar ist der eGovernment Benchmark 2020 auf den Seiten der Europäischen Kommission (in Englisch). Auch das BMDW hat die Öffentlichkeit auf der Webseite der Presseaussendungen informiert.

Die Ergebnisse des "eGovernment Benchmark 2021" werden im Juni 2021 erwartet.

EU-Benchmark – eGovernment Benchmark der Vorjahre

eGovernment Benchmark 2019

Im am 18.10.2019 veröffentlichten "eGovernment-Benchmark 2019" der Europäischen Kommission belegt Österreich den dritten Platz von 36 untersuchten Ländern, konnte sich damit um drei Plätze verbessern und gehört mit Malta (Rang 1) und Estland zu den Top 3-Nationen in Europa. Österreich punktete besonders in den Bereichen Verfügbarkeit und Benutzerfreundlichkeit (zB durch mobile Nutzung). Ebenfalls hervorzuheben ist die Vorreiterstellung Österreichs im Bereich der sog. "key enabler" (Schlüsseltechnologien) in den Kategorien elektronische Identifikation ("eID"), elektronische Dokumente (dh elektronische Übermittlung von Dokumenten von Land A zu Land B) und der Nutzung von Registern. In der Unterkategorie elektronische Zustellung erzielt Österreich mit dem Recht auf elektronischen Verkehr mit Behörden die maximale Punktezahl und hält gemeinsam mit Dänemark, Estland und Litauen Platz 1 im europaweiten Vergleich.
Abrufbar ist der eGovernment Benchmark 2019 auf den Seiten der Europäischen Kommission (in Englisch). Auch das BMDW hat die Öffentlichkeit mit der Pressenachricht des BMDW vom 18.10.2019 informiert.

eGovernment Benchmark 2018

Österreich belegte im eGovernment-Benchmark 2018 den sechsten Platz von 34 untersuchten Ländern. Heimische E-Government-Lösungen wie FinanzOnline oder Justiz 3.0 werden als Best Practices für ganz Europa genannt. Vor Österreich liegen im Benchmark-Gesamtranking Malta, Dänemark, Schweden, Estland und Norwegen. Bei der Gesamtbewertung der Mobiltauglichkeit von E-Government-Services belegt Österreich einen Platz im guten Mittelfeld.
Abrufbar ist der eGovernment Benchmark 2018 auf den Seiten der Europäischen Kommission (auf Englisch). Auch das BMDW hat die Öffentlichkeit mit der Pressenachricht des BMDW vom 22.11.2018 informiert.

eGovernment Benchmark 2017

Österreich zeigt, dass digitale Potentiale von öffentlichen Diensten genutzt und laufend verbessert werden. Im E-Government-Vergleich liegt Österreich in der europäischen Spitzengruppe. Damit setzt sich der positive Trend in der Digitalisierung öffentlicher Dienste ungebrochen fort. Bei den Top-Level-Benchmarks Nutzerzentriertheit, Transparenz und grenzüberschreitende Mobilität hat sich Österreich jeweils um einen Platz verbessert und sich damit in den Top fünf aller europäischen Vergleichsländer positioniert. Die einzelnen Top-Level-Benchmarks erklären die positive Gesamtreihung. So belegt Österreich im Bereich der Transparenz von Verwaltungsorganisationen und deren digitaler Dienste den vierten Platz unter allen 34 verglichenen Staaten. Konkret wird hier beispielsweise die Nachvollziehbarkeit bei Prozessschritten von elektronischen Abläufen, der Umgang mit persönlichen Daten sowie Informationen zum Bearbeitungsfortschritt bei der Serviceerbringung bewertet. Zwei weitere Top fünf Platzierungen konnte Österreich in den Kategorien Nutzerzentriertheit und grenzüberschreitende Mobilität verbuchen.
Ein weiterer wichtiger Puzzle-Stein der positiven, österreichischen E-Government Platzierung sind die Non-Stop-Services. So wurde die antragslose Arbeitnehmerveranlagung oder die antragslose Familienbeihilfe erfolgreich umgesetzt.

eGovernment Benchmark 2016

Österreich in der Gruppe der Top-Performer – Bestnoten für Schlüsseltechnologien. In dem von der Europäischen Kommission jährlich präsentierten "eGovernment Benchmark 2016" handelt es sich um eine über die EU-Staaten hinausreichende Vergleichsstudie elektronischer Verwaltungsangebote. Besonders positiv werden Österreichs Initiativen im Bereich der Schlüsseltechnologien bewertet. Darunter werden unter anderem die elektronische Identifikation oder elektronische Dokumente verstanden. Auch in den anderen zentralen Bewertungsbereichen fanden die österreichischen Serviceangebote positive Rankings. Bei der Benutzerfreundlichkeit, der grenzüberschreitenden Verfügbarkeit und der Transparenz der angebotenen Leistungen erreichte Österreich Top-Platzierungen. Bei der Gesamtbewertung gehört Österreich mit anderen Ländern wie Belgien, den Niederlanden oder Luxemburg zu den Top-Performern im E-Government in Europa.

Kontakt

Digitalisierung und E-Government: digitalisierung@bmdw.gv.at