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346.200 KMU Österreichs kleine und mittlere Unternehmen bilden weiterhin die zentrale Säule unserer Wirtschaft.

KMU

Österreichs KMU weiterhin die zentrale Säule unserer Wirtschaft

Im Jahr 2019 gab es in Österreich rund 346.200 KMU, was einem Anteil von 99,6 Prozent aller Unternehmen der marktorientierten Wirtschaft entspricht.

  • 87 Prozent der Unternehmen zählten zu den Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten,
  • 38 Prozent sind Ein-Personen-Unternehmen (EPU) ohne dauerhaft beschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  • Familienbetriebe machen einen Anteil von rund 90 Prozent der Unternehmen in Österreich aus.

KMU als Arbeitgeber und Ausbildner

KMU sind wesentliche Arbeitgeber und Lehrlingsausbildner: Sie beschäftigen insgesamt 2,1 Mio. Erwerbstätige und bilden 53.200 Lehrlinge aus. Dies entspricht 67 Prozent der Beschäftigten sowie 63 Prozent der Lehrlinge der marktorientierten Wirtschaft Österreichs.

Entwicklung vor Corona

Kleine und mittlere Betriebe erwirtschaften wesentliche Umsätze und Bruttowertschöpfungsanteile. 2019 beläuft sich der Umsatz auf 514 Mrd. Euro (das entspricht 63 Prozent der gesamten Umsätze der marktorientierten Wirtschaft) und die Bruttowertschöpfung auf 135 Mrd. Euro (das entspricht 60 Prozent der Wertschöpfung).

In den Jahren vor Ausbruch der Corona-Krise weisen Österreichs KMU eine positive Entwicklung auf:

  • Zwischen 2008 und 2019 ist die Anzahl der KMU (inkl. EPU) um 16 Prozent gestiegen, jene der EPU um 24 Prozent. Das Beschäftigungswachstum in KMU hat im gleichen Zeitraum 15 Prozent betragen.
  • Bei den Umsätzen und der Bruttowertschöpfung beträgt das Plus 27 Prozent bzw. 36 Prozent. In der vergangenen Dekade haben KMU damit höhere Zuwächse als Großunternehmen (Unternehmen: +11 Prozent, Beschäftigte: +10 Prozent, Umsätze: +15 Prozent, Bruttowertschöpfung: +17 Prozent) verzeichnet.
  • Auch die Eigenkapitalausstattung und damit die betriebswirtschaftliche Krisenfestigkeit und Resilienz der österreichischen KMU hat sich in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich positiv entwickelt, was durch eine stetige Steigerung der durchschnittlichen Umsatzrentabilität möglich war. Die Eigenkapitalquote ist von rund 26 Prozent im Bilanzjahr 2008/09 auf rund 33 Prozent im Bilanzjahr 2018/19 angestiegen, was somit über dem aus betriebswirtschaftlicher Sicht anzustrebenden Mindestwert von 30 Prozent liegt.

Auswirkungen der Corona-Krise

Aber auch während der Corona-Krise haben sich KMU aufgrund ihrer langfristigen Ausrichtung, flexibler und anpassungsfähiger Strukturen und regionaler Verankerung als stabilisierende Säule der österreichischen Wirtschaft erwiesen. So zeichnen sich Österreichs KMU durch ihr starkes Verantwortungsgefühl gegenüber ihrem Personal aus, indem sie Kosten anderweitig einsparten, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst lange im Unternehmen zu halten. Eine Befragung des österreichischen Gewerbe- und Handwerks ergab etwa, dass im Personalbereich 50 Prozent der Unternehmen Urlaub und Überstunden abbauten und 47 Prozent Kurzarbeit einführten. Weitere 36 Prozent der Unternehmen reduzierten ihren Einkauf (Waren, Material) sowie ihre Fremdleistungen, 31 Prozent haben Investitionsvorhaben abgebrochen und 18 Prozent Stundungsvereinbarungen abgeschlossen.

Zudem wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen um Personal und Kunden zu schützen. Beispielsweise wurden flexiblere Arbeitszeitmodelle eingeführt um dem Personenkontakt einzuschränken, oder die rasche Bereitstellung von technischer Infrastruktur zur Umsetzung von Homeoffice-Regelungen. Um den veränderten Nachfragebedingungen zu entsprechen wurden Anpassungen des Produkt- und Dienstleistungsangebots vorgenommen und es kam teilweise zu einer Umstellung auf neue Vertriebswege (z.B. Verkauf über Webshops, neue Zustell- und Lieferkonzepte, Umstellung von persönlicher auf telefonische bzw. Video-Beratung oder Webinare).

Weiterführende Informationen

Erstellt am 20. März 2021