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48 Prozent

Die Zahl an Insolvenzen ist in Österreich im Jahresvergleich um 48 Prozent gesunken. Vielfältige Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen sorgen für den niedrigsten Wert seit 40 Jahren.

48 Prozent

Laut einer aktuellen Hochrechnung des KSV1870 ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2021 um rund 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das ist der niedrigste Wert seit über 40 Jahren. Gegenüber dem "Vorkrisenjahr" 2019 beträgt das Minus sogar 61 Prozent. Der Grund für die anhaltend niedrigen Insolvenzzahlen ist die Vielzahl an Maßnahmen - wie etwa die Steuerstundungen, die Änderungen in der Insolvenzordnung oder direkte Zuschussinstrumente - die die Regierung aufgelegt hat, um die Unternehmen zu unterstützen. Dadurch konnten viele Insolvenzen verhindert werden. Auch das WIFO bestätigt die Wirksamkeit der Maßnahmen in einer Studie im Auftrag des BMF: "Die COVID-19 Hilfsmaßnahmen sicherten die Liquidität der nichtfinanziellen Unternehmen Österreichs und verhinderten eine Insolvenzkaskade."

Studie der EcoAustria

Um abschätzen zu können, was uns noch erwartet, wurden im Rahmen einer Studie der EcoAustria, im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, potenzielle Nachholeffekte bei Unternehmensinsolvenzen und der branchenspezifische Insolvenzüberhang ermittelt. Die größte Zahl an potenziellen Insolvenzen im Jahr 2020 entfällt auf die Branche Beherbergung und Gastronomie, die von den notwendigen Schließungsmaßnahmen besonders stark betroffen war. Zu den 433 tatsächlichen Insolvenzen kämen auf Basis des Modells 1.380 zusätzliche, nicht erfolgte Insolvenzen. In der Handelsbranche würden zu den eingetretenen 544 Insolvenzen noch rund 450 dazukommen. An dritter Stelle folgt die Bauindustrie. Allein auf diese Branche entfielen mit 592 Insolvenzen die meisten tatsächlich gemeldeten Insolvenzen im Jahr 2020, der geschätzte Überhang beläuft sich auf 295 Insolvenzen. Danach folgen die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit einem Insolvenzüberhang von rund 390.

Ziel der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Maßnahmen konjunkturgerecht auslaufen zu lassen, gleichzeitig aber auf die Spezifika der Branchen einzugehen, da die wirtschaftliche Erholung aufgrund unterschiedlicher Betroffenheit nicht überall im gleichen Maße einsetzen kann. Ein Strukturwandel kann und soll durch ein geordnetes Insolvenzregime ermöglicht werden, allerdings wäre eine Insolvenzwelle inmitten einer Pandemie das falsche Signal gewesen.

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Erstellt am 7. August 2021