Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Strategie der Bundesregierung für Künstliche Intelligenz "AIM AT 2030"

Die Präsentation der Strategie der Bundesregierung für Künstliche Intelligenz fand während dem Europäischen Forum Alpbach statt. Passend zum Generalthema "The Great Transformation" des Forums wurde die Artificial Intelligence Mission Austria 2030 mit den Zielen und Handlungsfeldern von den Bundesministerinnen Leonore Gewessler und Margarete Schramböck gemeinsam vorgestellt. Mit der Strategie hat sich die österreichische Bundesregierung ambitionierte Ziele für den Umgang mit KI gesetzt. Der Komplexität des Themas entsprechend ist die Strategie als Beginn eines Prozesses zu sehen.

Künstliche Intelligenz (KI) ist eine Sammelbezeichnung für leistungsfähige Computertechnologien, die das Potenzial hat, viele Bereiche der Gesellschaft zu verändern. Durch den Einsatz von KI werden neue Dimensionen in der Personalisierung von Dienstleistungen, der Optimierung von Prozessen oder der Ressourcenverwaltung – quer durch alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche – eröffnet. KI kann Unternehmen entscheidende Wettbewerbsvorteile verschaffen und zugleich wichtige gesellschaftliche und ökologisch notwendige Transformationsprozesse in den verschiedensten Bereichen unterstützen. KI ist eine Querschnittstechnologie, deren sicherer und gezielter Einsatz einen wesentlichen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels und zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Pandemie leisten kann.

Neben diesen Chancen ist die Nutzung von KI auch mit großen Herausforderungen und möglichen Problemfeldern verbunden. Umso mehr muss daher sichergestellt werden, dass gemeinsam mit unseren europäischen Partnerinnen und Partnern ein sicherer Rahmen für die Nutzung von KI-Anwendungen geschaffen wird, der auch Themen wie Grundrechte, ethische Fragen der KI, Datenschutz, Gleichheitsrechte und das Diskriminierungsverbot entsprechend abdeckt.

Um die Chancen von KI für Österreich realisieren zu können und die potentiellen Risiken zu minimieren, wurde die vorliegende KI-Strategie der österreichischen Bundesregierung unter dem Titel Artificial Intelligence Mission Austria 2030 (AIM AT 2030) entwickelt.

Die Verfolgung der folgenden drei Ziele steht dabei im Zentrum:

  1. Es wird ein am Gemeinwohl orientierter, breiter Einsatz von KI angestrebt, der in verantwortungsvoller Weise auf Basis von Grund- und Menschenrechten, europäischen Grundwerten und des kommenden europäischen Rechtsrahmens erfolgt.
  2. Österreich soll sich als Forschungs- und Innovationsstandort für KI in Schlüsselbereichen und Stärkefeldern positionieren und
  3. mittels der Entwicklung und des Einsatzes von KI soll die Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Technologie- und Wirtschaftsstandorts gesichert werden.
AIM AT 2030 ist ein Zusammenspiel von Vertrauenswürdige KI, Anwendungsfelder KI und Ökosystem KI
Themenfelder AIM AT 2030, Foto: BMK/BMDW

Auf Basis des Koordinierten Aktionsplans zu KI der EU werden dazu in der AIM AT 2030 die erforderlichen Grundprinzipien für eine vertrauenswürdige KI definiert. Zur Entfaltung des Potentials von vertrauenswürdiger KI werden konkrete Maßnahmen für ein funktionierendes KI-Ökosystem festgehalten. Ergänzend zu diesen beiden Grundpfeilern werden in ganz konkreten KI-Anwendungsfeldern im Annex, welche vom Schutz des Klimas bis zur Anwendung in der Industrie oder der Bildung reichen, Schritte zur Realisierung der Potentiale aufgezeigt.

KI-Technologien und deren Anwendungen entwickeln sich sehr schnell. Die AIM AT 2030 setzt aus diesem Grund die Leitlinien fest, innerhalb derer sich der Einsatz von KI in Österreich entwickeln kann und soll. Gleichzeitig setzt die AIM AT 2030 auf eine agile, interdisziplinäre und partizipative Umsetzung und Weiterentwicklung.

Die KI-Strategie der Österreichischen Bundesregierung wird als agile Strategie definiert. Sie wird nicht als singulär und endgültig für die kommenden Jahre gesehen, sondern ist offen für Änderungen, Ergänzungen und Präzisierungen, lernend in Bezug auf bereits erfolgte Umsetzungen und kann und soll sich dadurch ständig weiterentwickeln.

Diese Strategie ist interdisziplinär: KI hat das Potential, zahlreiche Anwendungsfelder zu beeinflussen. Daher ist es unumgänglich, bei der Gestaltung von KI für die Zukunft einen interdisziplinären Ansatz zu wählen. Bei der Erarbeitung der Strategie waren über 160 Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichen Fachrichtungen (Technik, Wirtschaft, Naturwissenschaften bis hin zu Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften oder Bildungswissenschaften) beteiligt. Dieser breite Ansatz spiegelt sich auch bei den zahlreichen beteiligten Bundesministerien wider.

Die KI-Strategie der Bundesregierung ist partizipativ: Bereits bei der Erstellung der Strategie wurden Expertinnen und Experten und weitere Stakeholder eingebunden. Die Strategie sieht auch in der Umsetzung der Maßnahmen eine breite Partizipation zivilgesellschaftlicher Organisationen, Intermediärer und von Bürgerinnen und Bürgern vor.

Diese Strategie ist europäisch: Die Bundesregierung ist bestrebt, seine Zielbestimmungen in enger Abstimmung und umfassender Übereinstimmung mit den Grundwerten und Zielsetzungen der Europäischen Union und den gemeinschaftlichen Maßnahmen zu formulieren. Mit dieser Strategie trägt Österreich damit auch zur Förderung der industriellen und technischen Leistungsfähigkeit Europas bei und unterstützt die Verbreitung der KI in der gesamten Wirtschaft der Union.

Diese Strategie ist international: Die Bundesregierung wird sich auf internationaler Ebene an der Stärkung und Konkretisierung des völkerrechtlichen Rahmenwerks (insbesondere Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht) für den digitalen Raum aktiv beteiligen und an der Entwicklung von Standards für den ethischen Einsatz von KI im Einklang mit den Menschenrechten mitwirken.

In der folgenden Abbildung finden sich die Ziele und die einzelnen Handlungsfelder der beiden Grundpfeiler „Vertrauenswürdige KI“ und „Ökosysteme schaffen“ wieder. Eine detaillierte Zuordnung der Maßnahmen zu den drei Zielen ist farblich kodiert im Text dargestellt. Ziele: Ein am Gemeinwohl orientierter, breiter Einsatz von KI; Österreich als Innovationsstandort für KI in Schlüsselbereichen und Stärkefeldern positionieren; Mit KI die Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Technologie- und Wirtschaftsstandorts sichern Handlungsfelder: Ökosystem schaffen - Daten nutzbar machen, Wissen schaffen und nutzen, Infra-struktur für KI, Qualifizierung, Aus- und Weiterbildung, Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft stärken, Finanzierung bereitstellen, Öffentliche Verwaltung mit KI modernisieren; Vertrauenswürdige KI - Ethische Prinzipien definieren, Rechtlichen Rahmen schaffen, KI in der Arbeitswelt, KI Standards schaffen, Sicherheit von KI Systemen, Gesellschaftlicher Dialog
Ziele und Handlungsfelder, Foto: BMK/BMDW

In der AIM AT 2030 finden sich klare Ziele und Maßnahmen, die sich in allgemeine Handlungsfelder und in eine Auswahl an ersten relevanten Anwendungsfeldern gliedern.

In der Abbildung finden sich die Ziele und die einzelnen Handlungsfelder der beiden Grundpfeiler "Vertrauenswürdige KI" und "Ökosysteme schaffen" wieder. Eine detaillierte Zuordnung der Maßnahmen zu den drei Zielen ist farblich kodiert im Text dargestellt.

Die im Annex angeführten KI-Anwendungsfelder sind breit gestreut und umfassen zahlreiche Sektoren, u.a. die Bereiche Industrie, Klimaschutz, Land- und Forstwirtschaft, Energie, Gesundheit, Bildung, Recht und Kultur. Sie werden je nach Themenbereich regelmäßig aktualisiert und ergänzt.

Anwendungsfelder

  • KI als Werkzeug zur Bewältigung des Klimawandels
  • Digitalisierte Energiesysteme
  • KI für nachhaltige Mobilität
  • KI in der Landwirtschaft
  • KI und Weltraumanwendungen
  • Stadt- und Energieraumplanung
  • KI in der Sachgüterindustrie
  • KI im Bausektor
  • KI im Gesundheitswesen
  • KI in der Kunst, Medien- und Kreativwirtschaft
  • KI in der Bildung

Weiterführende Informationen

Kontakt

Digitalisierung und E-Government: digitalisierung@bmdw.gv.at