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Was bedeutet digitale Verwaltung?

Digitale Verwaltung oder E-Government beinhaltet das Vereinfachen von Arbeitsabläufen und Prozessen im Bereich der Information, Kommunikation und Transaktion innerhalb und zwischen staatlichen Institutionen sowie zwischen der Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern bzw. Unternehmen durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien.

Der Einsatz neuer Medien ermöglicht es den Behörden, Dienstleistungen über den traditionellen Weg hinaus einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Besonders das Internet hat zu einem qualitativen Fortschritt in der Kommunikation zwischen Amt und Bürgern beigetragen. Die öffentliche Verwaltung bietet bei einer steigenden Zahl von Amtswegen bereits alle Verfahrensschritte (Transaktionen) vom Antrag bis zur Erledigung eines Anbringens online an. Formulare müssen immer seltener heruntergeladen werden, sondern können gleich am Bildschirm ausgefüllt, elektronisch signiert und ebenso elektronisch an die Behörde versendet werden. Erledigungen der Verwaltung, Bescheide und sonstige Schriftstücke müssen auch nicht mehr auf dem Postweg zugestellt werden. Sofern gewünscht, kann die (nachweisliche) Zustellung elektronisch kundenfreundlich und kostengünstig erfolgen. Insbesondere bei den Themen der elektronischen Identifikation bzw. Signaturen zeigt sich der Bereich der digitalen Verwaltung als wichtiger "Innovationsmotor" und Impulsgeber für die Wirtschaft. Die elektronische Abwicklung von Amtswegen bringt nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger Veränderungen. Auch innerhalb der Verwaltung ist eine Reorganisation von Arbeitsabläufen und Kommunikationswegen erforderlich.

Digitale Verwaltung ist darüber hinaus ein Hebel, um die Transparenz staatlichen Handelns – beispielsweise durch die Initiativen im Open Government Data (OGD) Bereich – zu erhöhen und die demokratische Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger (z. B. durch Online-Petitionen) zu intensivieren.

Digitale Verwaltung in Österreich

Die Dachmarke der digitalen Verwaltung in Österreich ist die 2005 geschaffene "Plattform Digitales Österreich" (PDÖ). Sie zählt gemeinsam mit der Kooperation Bund-Länder-Städte-Gemeinden und dem IKT-Bund zu den wesentlichen Koordinationsgremien der digitalen Verwaltung in Österreich. Unter der Bezeichnung Plattform Digitales Österreich laufen die E-Government-Projekte Österreichs zusammen. Die Agenden der Kooperation Bund-Länder-Städte-Gemeinden (BLSG, ehemaliges E-Cooperation-Board) und jene von IKT-Bund (ehemalig IKT-Board) werden koordiniert. Vorteil des gemeinsamen Vorsitzes ist, dass die Realisierung abgestimmt abläuft und paralleles Vorgehen bzw. "leere Kilometer" vermieden werden. Den Vorsitz der Plattform Digitales Österreich hat der CIO des Bundes (derzeit: Reinhard Posch) inne.

Die Mitglieder der Koordinationsgremien der digitalen Verwaltung agieren basierend auf folgenden Grundsätzen:

  • einfache, zweckmäßige und bessere Verwaltungskontakte
  • einheitliche Benutzeroberflächen für Anwendungen
  • gesicherte elektronische Identität für alle Personen und Unternehmen
  • Konvergenz von E-Government, E-Health, E-Justice, E-Commerce, E-Learning, E-Environment, EU- und internationale Entwicklungen
  • eine IT-Lösung für eine Aufgabenstellung
  • Transparenz und Vertrauen durch aktiven Datenschutz stärken
  • Vielfalt der Nutzerinnen und Nutzer im E-Government
  • Partizipation und interaktive Informationssysteme

Weitere Informationen finden Sie unter Koordinationsgremien der digitalen Verwaltung

E-Government-Gesetz

Das E-Government-Gesetz ist das Kernstück im österreichischen E‑Government-Recht und trat mit 1. März 2004 in Kraft. Zuletzt wurde es mit 1. Juli 2016 insbesondere aufgrund der Anpassungen an die Verordnung für elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt (eIDAS-VO) novelliert. Weitere Informationen zu den wesentlichen Bestimmungen und Prinzipien des E-Government-Gesetzes.

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Die Bausteine und Services im Überblick, die im E-Government-Gesetz geregelt sind. Foto: BKA/BMDW

Obersten Prinzipien des E-Government-Gesetzes

  • Die Wahlfreiheit zwischen Kommunikationsarten für Anbringen an die öffentliche Verwaltung.

  • Die Gewährleistung von Sicherheit und Datenschutz im elektronischen Verkehr durch die Schaffung geeigneter technischer Mittel wie die Bürgerkarte.

  • Ein barrierefreier Zugang zu Informationen und Dienstleistungsangeboten der öffentlichen Verwaltung durch die Einhaltung von internationalen Standards, die die Web-Zugänglichkeit regeln.

Das Gesetz bildet die rechtliche Basis für die eingesetzten E-Government Bausteine und Services.

Kontakt

Digitalisierung und E-Government: digitalisierung@bmdw.gv.at