Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Online Verfahren

Sogenannte Online-Verfahren ermöglichen den Bürgerinnen, Bürgern und der Wirtschaft bestimmte Amtswege teilweise oder zur Gänze elektronisch durchzuführen.

Beispielsweise kann man verschiedene Amtswege von zu Hause aus über das Internet vorbereiten. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch, Informations- und Datensicherheit sicherzustellen.

Die Inhalte der Seite

Elektronische Signaturen, Elektronische Siegel

Die elektronische Signatur bietet Informations- und Datensicherheit auf höchstem Niveau und erleichtert die Abwicklung von elektronischen Behördenverfahren für jeden von uns erheblich.

Datenschutz und Datenschicherheit

Der Vorteil für Anbringer, personenbezogen identifiziert an die Behörde heranzutreten, liegt in erster Linie in der einfacheren und bequemeren Durchführung des Anbringens. Darüber hinaus hat man durch die elektronische Signatur gleichzeitig die Gewissheit, dass Personen ohne Berechtigung der Zugriff zu den Daten beziehungsweise Verfahren nicht erlaubt ist. Die elektronische Signatur kann nur durch die Eingabe der PIN (Persönliche Identifizierungsnummer) ausgelöst werden. Gleichzeitig ist die PIN-Auslöse für die Behörde die Bestätigung, dass es sich tatsächlich um dieselbe Person handelt, die mit der Behörde elektronisch Kontakt aufgenommen hat.

Mehr Informationen zu Datenschutz und Onlinesicherheit

Amtssignatur, elektronisches Siegel

Klarerweise muss auch darauf vertraut werden können, dass elektronische Dokumente von Behörden echt sind, d. h. auch tatsächlich von der jeweiligen Behörde stammen. Die Amtssignatur ist eine fortgeschrittene elektronische Signatur (Art. 3 Z 11 eIDAS-VO) oder ein fortgeschrittenes elektronisches Siegel (Art. 3 Z 26 eIDAS-VO), welche/s von einer Behörde auf einen Bescheid oder ein Dokument elektronisch aufgebracht wird. Zusätzlich wird dies am Dokument selbst durch die Bildmarke, den Amtssignatur- und Prüfhinweis visualisiert. Elektronische Dokumente von Behörden sind dadurch leicht erkennbar. Durch die Amtssignatur kann nicht nur die Echtheit und Unversehrtheit des elektronischen Dokuments überprüft werden, sondern zusätzlich hat der Ausdruck des Dokuments einer Behörde die Beweiskraft einer öffentlichen Urkunde.

Elektronische Zahlung (E-Payment)

Die Öffnung der Verfahren und eine weitgehend automatisierbare Abwicklung durch die digitale Verwaltung schließt notwendige Bezahlvorgänge im Rahmen von Applikationen beziehungsweise Verfahren mit ein. Applikationen sollen für alle bestehenden, aber auch für alle zukünftigen am Markt vorhandenen Bezahlsysteme offen sein. Der Bogen von Bezahlsystemen reicht dabei von der Bareinzahlung bei der Amtskassa über Überweisungen und Kreditkarten bis zu M-Commerce, der Bezahlung mit Mobiltelefonen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Aus dieser Forderung der Offenheit leitet sich unmittelbar die Unabhängigkeit der einzelnen Applikation von der konkreten Abwicklung der Bezahlung ab. Die Art und Weise der Bezahlung hat für die Applikation transparent zu sein. Dies wird dadurch erreicht, dass eine offene Schnittstelle zwischen Applikation und Bezahlsystem (beziehungsweise einer zwischengelagerten Clearing-Stelle) eingeführt und definiert wird.

Die "Studiengesellschaft für Zusammenarbeit im Zahlungsverkehr" (STUZZA) der Banken hat in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle IKT-Strategie (Internet- und Kommunikationstechnik) sowie Vertretern der Länder die Spezifikation EPS2 (e-payment standard - Version 2) für Online-Bezahlvorgänge erarbeitet.

Good Practice

Verfahren, die über Internet beantragt und erledigt werden, müssen auch entsprechend verbucht werden. Neben der Information über die angefallenen Gebühren an die verrechnende Dienststelle, muss außerdem die Tatsache der Zahlung der anordnenden Dienststelle gemeldet werden. Die Stadt Wien hat zu diesem Zweck eine Transaktionsdatenbank geschaffen, die alle Zahlungswege (Internet, Zahlscheine, Kassenzahlungen) problemlos integriert. 

Elektronische Zustellung

Die elektronische Zustellung ist ein wesentlicher Bestandteil einer modernen, serviceorientierten Verwaltung. Auf Seiten der Bürgerinnen und Bürger spart sie Zeit und erhöht den Komfort. Das Abholen eingeschriebener Briefe von den Postämtern kann gänzlich entfallen. In der Verwaltung sorgt die elektronische Zustellung für deutliche Kosteneinsparungen.

Eine einmalige – natürlich kostenfreie – Registrierung mit der Handy-Signatur beziehungsweise Bürgerkarte bei einem elektronischen Zustelldienst genügt, um fortan behördliche Schriftstücke, unabhängig von Ort und Zeit, über das Internet empfangen zu können. Ist ein neues Schriftstück eingelangt, wird man davon unverzüglich per E-Mail informiert.

Weitere Informationen unter Elektronische Zustellung

Das zentrale und sichere Postfach für elektronische Dokumente

Ein nicht zu vernachlässigender Teil der behördlichen Kommunikation verlangt die nachweisliche Übergabe an die Empfängerin bzw. den Empfänger. Dies geschieht bei der herkömmlichen Zustellung mittels RSa- oder RSb-Brief, indem sich die Empfängerin beziehungsweise der Empfänger bei dessen Entgegennahme gegenüber der zustellenden Person beziehungsweise am Postamt ausweist und den sogenannten Rückschein eigenhändig unterschreibt. Die Empfangsbestätigung wird in weiterer Folge an den Absendenden rückübermittelt.

Die nachweisliche elektronische Zustellung erfordert eine qualitative Identifizierung und Authentifizierung der Empfängerin bzw. des Empfängers und muss mit einer hinreichenden Sicherheit und Vertraulichkeit geschehen. Diese Kriterien erfüllt die Anmeldung am Zustellpostfach mit der Handy-Signatur beziehungsweise Bürgerkarte. Sie ermöglicht eine eindeutige Identifikation sowie die sichere Authentifizierung und damit eine nachweisbare elektronische Übergabe. Mit der qualifizierten elektronischen Signatur mittels Handy-Signatur beziehungsweise Bürgerkarte unterschreibt die Empfängerin beziehungsweise der Empfänger auch den elektronischen "Rückschein", der wiederum der Behörde rückübermittelt wird. Durch diese verlässliche Nachweisbarkeit unterscheidet sich die elektronische Zustellung von einer konventionellen E-Mail, bei welcher der Empfang einer Nachricht nur schwer nachweisbar ist.

Zudem ist es möglich, dass Zustelldienste auch nicht-behördliche Dokumente nachweislich elektronisch versenden können, was mehr und mehr privatwirtschaftliche Unternehmen nutzen und davon profitieren.

Ein elektronisch zugestelltes Dokument wird zumindest 14 Tage im elektronischen Postfach bereitgehalten. Eine unbefristete Speicherung der Dokumente kann einfach durch Setzen eines Häkchens beim Zustelldienst vereinbart werden, sofern dieser das Service anbietet. Damit bleiben alle persönlichen Dokumente gesammelt online in einem geschützten Bereich verfügbar. Auch können, wie bei der konventionellen Zustellung, vorübergehende Abwesenheiten wie Urlaub oder Krankenstand gemeldet werden. Während dieser Zeit werden keine Sendungen über den elektronischen Zustelldienst zugestellt. Verfahrensrechtliche Fristenläufe werden daher auch nicht ausgelöst. Zu beachten ist jedoch, dass diese Abwesenheitsmeldung nicht verhindert, dass über elektronische Kommunikationssysteme der Behörde oder in Papier zugestellt werden kann. Andererseits ermöglicht die elektronische Zustellung, dass Schriftstücke auch im Urlaub rasch und bequem abgeholt werden können, da man mittels Internet praktisch überall in sein elektronisches Zustellpostfach Einblick hat.

Duale Zustellung

Das System der dualen Zustellung bietet Behörden den Vorteil einer einheitlichen Schnittstelle für die elektronische Zustellung und Papierzustellung. Bedient sich die Behörde eines Dienstleisters, kann die Zustellung über die Schnittstelle der elektronischen Zustellung erfolgen. Ob die Zustellung letztlich elektronisch oder konventionell erfolgt, ergibt sich aus der Erreichbarkeit des Empfängers über einen elektronischen Zustelldienst.

Kontakt

Digitalisierung und E-Government: digitalisierung@bmdw.gv.at