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Wirtschaft

Die Digitalisierung ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für die gesamte Volkswirtschaft. Wirtschaft ohne Digitalisierung funktioniert nicht mehr, und ein Standort ohne leistungsstarke digitale Infrastruktur kann sich nicht erfolgreich entwickeln. Vorrangige Ziele sind die Verbesserung bestehender Rahmenbedingungen, um digitale Innovation und Technologietransfer in der Wirtschaft zu ermöglichen.

Gerade für Unternehmen bietet die Digitalisierung große Chancen. Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort setzt sich dafür ein, unnötige bürokratische Hürden abzubauen: So sollen die zahlreichen Informationsverpflichtungen für Unternehmerinnen und Unternehmer reduziert und die Durchführung wesentlich vereinfacht werden. Zu meldende Unternehmensdaten sollen – nach dem "Once Only"-Prinzip – nur mehr einmal abgegeben werden müssen. Darüber hinaus soll die elektronische Unternehmensgründung weiter ausgebaut werden.

Ein zentrales Anliegen ist es auch, KMU im Rahmen der Digitalisierungsoffensive ans Netz zu bringen. Dabei sollen Mittelständler nicht nur unterstützt werden, ihre Produktionsprozesse elektronisch zu begleiten, sondern insbesondere auch dabei, das Internet für den E-Commerce einzusetzen.

Der digitale Zugangspunkt für Unternehmen

Das Unternehmensserviceportal ist unter usp.gv.at ein zentrales Internetportal der Republik Österreich für Unternehmen und bietet direkten Zugang zu zahlreichen E-Government-Anwendungen sowie unternehmensrelevante Informationen.

Ein neues Service steht im USP im öffentlichen sowie im angemeldeten Bereich zur Verfügung und kann auch auf mobilen Geräten verwendet werden. Mit dem neuen Chatbot "Mona" - der im rechten unteren Eck des USP aufgerufen werden kann - sollen alle relevanten Fragen für Unternehmen zum Thema Wirtschaft abgedeckt werden.

KMU & Start-ups unterstützen

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaft sieht sich als Innovationstreiber in Österreich für Österreich. Neben den eigenen Angeboten und Lösungen müssen dazu optimale Rahmenbedingungen für Innovationen im Sinne eines digitalen Ökosystems geschaffen werden.

Die Wirtschaftstreibenden und hier vor allem KMU sind am Aufholen bei der Umsetzung von Digitalisierung. Österreich ist laut OECD hierbei zwar besser unterwegs als Deutschland, liegt jedoch unter dem OECD-Durchschnitt. Laut einer Umfrage der Wirtschaftskammer Österreich wünschen sich circa die Hälfte der 1.700 befragten KMU gezielte Beratung zur Umsetzung der Digitalen Transformation. Durch gemeinsame Maßnahmen mit der Wirtschaftskammer wie das KMU-Digital-2.1-Paket wird es möglich, den Digitalisierungsgrad der kleinen Unternehmen zu erhöhen und die Chancen der Digitalisierung besser zu nutzen. Es soll ein Anreiz für möglichst viele KMU geschaffen werden, sich über den Stand und die Möglichkeiten der Digitalisierung in ihrem Unternehmen beraten zu lassen und rasch eigene Digitalisierungsprojekte zu konzipieren, umzusetzen und in der Breite auszurollen. In Österreich gibt es 340.000 Klein- und Mittelbetriebe. Fast die Hälfte dieser Betriebe (41,7 Prozent) haben einen geringen Digitalisierungsgrad. Insbesondere im Bereich E-Commerce, Social Media Marketing und die Nutzung von Cloud-Diensten gibt es einen Aufholbedarf. Aktuell sind erst 20 Prozent der Händler im E-Commerce tätig. Dieser wird durch die Corona-Krise zusätzlich verstärkt.

Hier knüpft das Förderungsprogramm KMU DIGITAL an: KMU werden im Zuge einer Beratungsförderung bei der Analyse digitaler Trends und der Entwicklung passender Digitalisierungsprojekte unterstützt. Dabei werden KMU praxisnah zu technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich E-Commerce, bei der Digitalisierung des Geschäftsalltags und dem steigenden Sicherheitsbedarf bei der digitalen Vernetzung beraten. Die neun Landeskammern der Wirtschaftskammer-Organisation inklusive der Bezirksstellen fungieren als Vertriebsnetzwerk für KMU DIGITAL.

Das Erfolgsprojekt "KMU.DIGITAL" wird fortgesetzt. Die Initiative des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist sehr gut von den heimischen kleinen und mittleren Unternehmen angenommen worden. Mehr als 10.000 Beratungs- und Umsetzungsinitiativen konnten dank dem Programm bereits unterstützt werden. Insgesamt wurden seit Oktober 2019 mehr als 3.000 Unternehmerinnen und Unternehmer bei ihrem Schritt in die Digitalisierung unterstützt. Das Wirtschaftsministerium stellt daher für das zweite Halbjahr 2020 drei Millionen Euro zur Verfügung, um den Bedarf an Digitalberatung heimischer Klein- und Mittelbetriebe zu decken.

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) bot 2019 die "digital.now E-Business Roadshow" zur Information für die Unternehmerinnen und Unternehmer, die mehr über die Chancen der Digitalisierung wissen wollten. Dabei war ein wichtiges Thema die elektronische Zustellung. Das E-Government-Gesetz sieht vor, dass spätestens ab 1. Jänner 2020 alle Unternehmen zur Teilnahme an der elektronischen Zustellung verpflichtet sind. Ausgenommen davon sind nur Unternehmen, die wegen Unterschreiten der Umsatzgrenze nicht zur Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen verpflichtet sind. Diese können an der elektronischen Zustellung teilnehmen.

Ende 2018 war es das Ziel der "digital.now E-Business Roadshow", die KMU fit für den Kunden von morgen zu machen. Basisbegriffe der Digitalisierung wurden verständlich erklärt und es wurde gezeigt, wie auch kleine Unternehmen die aktuellen Trends und Innovationen für ihr Geschäft nutzen können. Auch dem Thema Internetsicherheit und Tipps zum Schutz vor Identitätsdiebstahl und Datenkraken wurde Raum geboten. Praxisbeispiele aus den Bereichen Blockchain, Industrie 4.0 sowie Augmented & Virtual Reality und Künstliche Intelligenz rundeten das Angebot ab. Informationstmaterial zur E-Business-Roadshow stehen unter digital.now2019 und digital.now2018 bereit.

Wesentlichen Anteil an der digitalen Transformation haben auch Start-ups. Sie bilden mit ihren innovativen Lösungen das Eco-System, um kreativen Köpfen den Raum für Wachstum zu geben. Wichtig ist, sie in der frühen Phase mit geeigneten Mitteln zu unterstützen. Das muss nicht zwingend durch Förderungen passieren, vielmehr bedarf es eines Netzwerkes, damit Gründerinnen und Gründer Partnerschaften aufbauen können. Speziell in dieser Phase ist geplant, die Hürden für Start-ups möglichst niedrig halten.

Dazu wurde von der Bundesregierung eine Entbürokratisierungsoffensive gestartet. Ein wesentliches Prinzip dabei ist das "Once-Only Prinzip": Die Unternehmen in Österreich müssen 230 Millionen Informationsverpflichtungen erfüllen, also in unterschiedlichster Form Meldungen machen, durchschnittlich 55 Felder ausfüllen, das kostet die Wirtschaft in Summe 4,3 Milliarden Euro. Das soll mit dem "Once-Only Prinzip" geändert werden. Informationen, die bereits im System vorhanden sind, sind von den Behörden heranzuziehen und müssen von den Unternehmerinnen und Unternehmern nicht bei jedem Behördenkontakt neu vorgelegt werden. Ziel ist sowohl Start-ups als auch KMU dabei zu unterstützen, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren.

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) verstärkt gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) das Förderangebot für junge innovative Unternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung und Weiterentwicklung des Dienstleistungs- und Kompetenzportfolios selektiv ausgewählter Inkubatoren und Akzeleratoren, um ideale Rahmenbedingungen für Start-ups mit hohem Wachstumspotential zu schaffen. Mehr Informationen finden Sie unter Innovation & Wachstum konsequent fördern.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Digitalisierung und E-Government: digitalisierung@bmdw.gv.at