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Österreich in der EU

Im Jahr 1989 stellte die österreichische Bundesregierung formell das Beitrittsansuchen für die Aufnahme Österreichs in die Europäische Union. Nach erfolgreichen Beitrittsverhandlungen und einer positiven Volksabstimmung wurde Österreich am 1. Jänner 1995 gemeinsam mit Schweden und Finnland Mitglied der EU.

Österreich hat seit seinem EU-Beitritt als gleichberechtigter Partner an allen wesentlichen Entwicklungen der Union aktiv teilgenommen und wird auch künftig über wichtige Veränderungen mitentscheiden. Österreich ist in allen Europäischen Institutionen wie dem Europäischen Parlament, dem Rat der Europäischen Union, dem Europäischen Rat (Gremium der Staats- und Regierungschefs) und der Europäischen Kommission vertreten.

Österreichs Vorsitz im Rat der EU

Österreich führte bisher drei Mal, 1998, 2006 und 2018 für jeweils ein halbes Jahr den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. 

Das Achtzehnmonatsprogramm des Rates der drei EU-Präsidentschaften Estland, Bulgarien und Österreich – das sogenannte Trioprogramm – bildete für den Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis 31. Dezember 2018 den strategischen Rahmen für die Arbeiten der drei Präsidentschaften.

Österreichs Rolle in der Europäischen Kommission

Österreich stellte bis heute drei Kommissäre, die für verschiedene Themengebiete zuständig waren.

Von 1995 bis 2004 führte Franz Fischler die Generaldirektion Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Fischerei. In seinen Wirkungsbereich fiel die Verhandlung über die Reform der Gemeinsamen Agrar- und Regionalpolitik.

Benita Ferrero-Waldner, Österreichs ehemalige Außenministerin, folgte Franz Fischler nach und stellte von 2004 bis 2009 die Kommissarin für Außenbeziehungen und europäische Nachbarschaftspolitik.

Im Jänner 2010 wurde Johannes Hahn österreichisches Mitglied der Kommission als Kommissar für Regionalpolitik. Seit November 2014 führt Johannes Hahn das Ressort für Nachbarschaftspolitik und EU-Erweiterung.

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