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WTO - Übereinkommen über Handelserleichterungen (TFA)

Was ist das TFA?

Das WTO-Übereinkommen über Handelserleichterungen (Trade Facilitation Agreement, TFA) ist das erste multilaterale Handelsabkommen, das seit der Gründung der WTO abgeschlossen wurde. Das Übereinkommen war im Jahr 2013 auf der WTO-Ministerkonferenz in Bali vereinbart worden.

110 WTO-Mitgliedstaaten ermöglichten das Inkrafttreten

Am 22. Februar 2017 haben der Tschad, Jordanien, Oman und Ruanda das WTO-Übereinkommen über Handelserleichterungen ratifiziert, sodass nun die Schwelle von 110 WTO-Mitgliedern erreicht ist, die für das Inkrafttreten des Übereinkommens notwendig war.

Die wichtigsten Inhalte

Ziel des Abkommens ist es, die internationalen Import- und Exportregelungen sowie Zollformalitäten und Transitbestimmungen zu vereinfachen. Außerdem wird das Übereinkommen für mehr Transparenz sorgen und bessere Möglichkeiten für die Einbindung kleiner und mittlerer Unternehmen in globale Wertschöpfungsketten schaffen sowie Korruption eindämmen.

Das Vertragswerk hat nicht nur eine entwicklungspolitische Dimension, sondern ist darüber hinaus Teil der von der EU unternommenen Anstrengungen, kleinen und mittleren europäischen Unternehmen bei der Erschließung noch nicht ausgeschöpfter Potenziale der globalen Märkte zu helfen.

Die EU hat dem Übereinkommen eine wichtige Rolle dabei zugedacht, die Entwicklungsländer stärker in globale Wertschöpfungsketten einzubinden. Deshalb werden seitens der EU 400 Millionen Euro bereitgestellt, um diese Länder bei den Reformen zu unterstützen, die im Hinblick auf die Einhaltung der Regeln des Übereinkommens erforderlich sind. Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort hat über die in der WTO angesiedelte Trade Facilitation Facility zur Unterstützung der ärmsten Länder in den Jahren 2015 und 2016 jeweils 100.000 Euro als österreichischen Beitrag zur Verfügung gestellt.

Auch die österreichische Wirtschaft wird vom TFA profitieren

Laut der Studie "Das WTO-Abkommen über Handelserleichterungen (WTO Trade Facilitation Agreement) und sein ökonomisches Potenzial für Österreich" des OeKB Research Services und dem Institut für Höhere Studien (IHS) hat das Abkommen das Potenzial, Österreichs Exporte um 6,1 Prozent und die Wertschöpfung um 1,1 Prozent zu steigern. 

  • Die Studienergebnisse belegen zudem, dass die österreichische Außenwirtschaft im Zuge der Umsetzung der Handelserleichterungen neue Auslandsmärkte erschließen kann, was die regionale Diversifizierung der österreichischen Exporte positiv beeinflusst.
  • Die höchsten Wachstumsraten werden für Exporte in den Mittleren Osten, Zentralasien und Afrika erwartet. Dort ist derzeit der Anteil an den Gesamtexporten sehr gering im Vergleich zu anderen Regionen. Zusätzlich werden traditionelle Exportdestinationen in Europa profitieren.

Weiterführende Informationen

WTO-TFA Webseite

Kontakt

Multilaterale und EU-Handelspolitik: handelspolitik@bmdw.gv.at