Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

OECD-Koordination

Hinweis

Die OECD sieht in der Corona-Pandemie nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und der weltweiten Finanzkrise von 2008 den dritten - und bislang größten - wirtschaftlichen, finanziellen und sozialen Schock des 21. Jahrhunderts. Die OECD tritt daher - neben der unmittelbaren gesundheitspolitischen Reaktion - für entschlossene, umfassende und ambitionierte Maßnahmen auf subnationaler, nationaler und internationaler Ebene, ein um den unausweichlichen Konjunktureinbruch abzufedern und besonders gefährdete gesellschaftliche Gruppen zu schützen. Maßnahmen der OECD 

OECD Ministertreffen 2020 (MCM - Meeting of the OECD Council at Ministerial Level)

Am 28/29. Oktober 2020 fand unter spanischem Vorsitz und Ko-Vorsitz von Chile, Japan und Neuseeland der diesjährige (virtuelle) OECD-Ministerrat zum Thema "The Path to Recovery: Strong, Resilient, Green and Incluxive" statt.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez stelle den Wiederaufbau, der zugleich ein Wandel sein müsse, ins Zentrum der Beratungen. Die COVID-19-Pandemie habe die größte globale Krise ausgelöst, die wir je erlebt haben. Mehr als 1,1 Millionen Menschen verloren ihr Leben. 42 Millionen haben sich infiziert. 2020 wird die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg verzeichnen, das weltweite BIP dürfte um 4,5 Prozent sinken. Auch wenn die Länder weltweit mit beispiellosen Maßnahmen reagierten, liege die Krise noch lange nicht hinter uns. Es gelte, gemeinsam zu handeln, um die Pandemie einzudämmen und eine starke, robuste, grüne und inklusive Erholung zu gewährleisten.

Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass die Corona-Krise bereits existierende globale Probleme wie Ungleicheiten oder die digitale Kluft noch verstärkt habe und die Beseitigung dieser und Herausforderungen wie Klimawandel oder Biodiversivitätsverlust sowie vor allem auch der Schutz besonders vulnerabler Gruppen beim Wiederaufbau prioritär seien. Das transformative Potenzial der Digitalisierung solle genutzt werden, ebenso seien freier, fairer, stabiler Handel und Investitionen sowie offene Märkte zentral für die wirtschaftliche Erholung. Für resilientere globale Lieferketten müsse der Fokus auf Diversifizierung bzw. Beseitigung bestehender Barrieren in den Lieferketten gelegt werden. Protektionismus sei keine Option. Die forcierte Implementierung der OECD-Standards für unternehmerische Verantwortung könne die Resilienz von Lieferketten weiter stärken. Unisono gaben alle VertreterInnen ein klares Bekenntnis zur Notwendigkeit für mehr internationale Kooperation bei der Bewältigung dieser globalen Krise ab und für ein globales Level Playing Field. Die OECD wurde aufgefordert, die Erholungsphase mit ihrem analytischen und datenbasierten Potenzial beratend zu begleiten, da sie auch die notwendigen Tools habe, um Daten über gesetzte Maßnahmen und deren Auswirkungen zu sammeln und zu analysieren und so zu einer Verbesserung der erforderlichen Transparenz beizutragen, sowie wurde die OECD und ihre wichtige Rolle als internationale Plattform für die globale Kooperation auch mit G20, G7 oder APEC bekräftigt.

Nähere Informationen zum MCM 2020 finden Sie auf der OECD-Homepage sowie unter

http://www.oecd.org/mcm/Key-issues-paper-MCM2020.pdf (Key Issues Paper)

http://www.oecd.org/mcm/C-MIN-2020-7-FINAL.en.pdf (Minister Statement)

https://oecdtv.webtv-solution.com/7070/or/VIRTUAL-Opening-and-Leaders-Session.html (zusammenfassendes Video von der Opening Session am 28. Oktober)

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)

Die OECD, gegründet 1961 mit Sitz in Paris, ist ein Forum für Regierungen zum Erfahrungsaustausch und zur Lösung gemeinsamer Probleme. Das Ziel ist, Politiken zu fördern, die die Wirtschaft und den Wohlstand der Menschen auf der gesamten Welt verbessern. Die OECD arbeitet mit den Regierungen für ein besseres Verständnis über wirtschaftliche, soziale und Umweltveränderungen. Analysen und Datenvergleiche sollen zukünftige Trends voraussagen. Die OECD setzt internationale Standards in einer Vielzahl von Bereichen.

Basierend auf Fakten und Erfahrungen empfiehlt die OECD Politiken, um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Die OECD arbeitet zusammen mit den Unternehmen durch das Beratende Komitee für Wirtschaft und Industrie der OECD (BIAC) und mit der Vertretung der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnnen durch das Beratende Komitee der Gewerkschaften (TUAC). Kontakte werden seitens der OECD auch mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft gepflegt. Gemeinsame Leitlinien sind Marktwirtschaft, demokratische Institutionen und der Fokus auf das Wohlergehen aller Bürgerinnen und Bürger.

Die OECD unterstützt ihre Mitgliedsländer in ihren Bestrebungen:

  • ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern
  • neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen
  • den Lebensstandard zu verbessern
  • Finanzstabilität zu gewährleisten
  • in anderen Ländern zu einem Wirtschaftswachstum beizutragen
  • das Wachstum des Welthandels zu fördern

Die OECD stellt sich in ihrer Arbeit auch den großen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft. Schwerpunktthemen sind u.a die Stimulierung der digitalen Innovation, neue Märkte und Arbeitsplätze, die Digitale Sicherheit oder die Verbesserung der Digitalisierung in der Verwaltung. (Siehe auch das OECD-Projekt "Going Digital" unter http://www.oecd.org/going-digital/project/).

Weiterführende Informationen

OECD-Website

OECD-Mitgliedstaaten

Kontakt

OECD, Nachhaltigkeit: oecd@bmdw.gv.at