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OECD-Arbeitsgruppe Unternehmerische Verantwortung

COVID-19 und unternehmerische Verantwortung

Die OECD hat die Notwendigkeit und den Mehrwert für Unternehmen und Regierungen aufgezeigt, gerade auch bei Maßnahmen zur Bewältigung der COVID-19 Krise und für einen inklusiven und nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung, Konzepte unternehmerischer Verantwortung zu integrieren, siehe dazu die Policy Note COVID-19 und unternehmerische Verantwortung (englisch).

Für Unternehmen bringe ein Geschäftskonzept basierend auf unternehmerischer Verantwortung, wie in den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen statuiert, kurz- und langfristige Vorteile. Die Integration eines Konzepts unternehmerischer Verantwortung stärke die Kapazität von Unternehmen und ihre Widerstandsfähigkeit, um besser mit gegenwärtigen und zukünftigen Krisen umzugehen.

Risiko-basierte Sorgfaltsprüfung in der gesamten Lieferkette hilft potenzielle negative Auswirkungen der Maßnahmen zur Bewältigung der Krise auf Menschen, Umwelt und Gesellschaft zu identifizieren und zu adressieren. Strategien zur Integration unternehmerischer Verantwortung bringen direkte wirtschaftliche Vorteile für Unternehmen, z.B. Risikoverminderung im Hinblick auf Sicherheit und Gesundheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kundinnen und Kunden, Abschwächung rechtlicher Risiken, widerstandsfähigere Lieferketten, Schutz von Marken und Reputation und Steigerung des langfristigen Wertes.

Ein starkes und sichtbares Bekenntnis von Regierungen zu unternehmerischer Verantwortung ist von Bedeutung. Die Aufnahme von Konzepten unternehmerischer Verantwortung können zu einer schnelleren und nachhaltigeren Erholung beitragen und gleichzeitig die Wirtschaft resilienter gegenüber zukünftigen Krisen machen.

Link zu Flyer COVID-19 and Responsible Business Conduct (englisch) - deutsche Arbeitsübersetzung kann bei Bedarf angefordert werden unter Post.III6_19@bmdw.gv.at

​Aufgabe der OECD-Arbeitsgruppe für Unternehmerische Verantwortung ist das Vorantreiben der Anwendung der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen.

​Die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen sind das umfassendste internationale Instrument für unternehmerische Verantwortung, das alle Schlüsselbereiche der Unternehmerischen Verantwortung umfasst. Die Arbeitsgruppe behandelt auch die Angelegenheiten der Regelungen betreffend Sorgfaltsprüfung in verantwortungsvollen Lieferketten. Die Arbeitsgruppe unterstützt das Netzwerk der Nationalen Kontaktpunkte der OECD-Leitsätze, die Zugang zu einem außergerichtlichen Streitbeilegungssystem bieten.

In der Arbeitsgruppe sind 48 Länder vertreten, neben den 37 OECD-Mitgliedsstaaten sind dies Argentinien, Brasilien, Costa Rica, Ägypten, Jordanien, Kasachstan, Marokko, Peru, Rumänien, Tunesien, Ukraine und die Europäische Union. Die Arbeitsgruppe arbeitet eng mit Stakeholdern aus der Wirtschaft, Arbeitnehmerorganisationen und der Zivilgesellschaft zusammen.

Vorsitzende ist seit 1. Jänner 2019 Prof. Christine Kaufmann.

OECD Global Forum on Responsible Business Conduct 2020 (GFRBC), 19. Mai und 17. Juni 2020

Das jährliche "OECD Global Forum on Responsible Business Conduct" wurde 2020 zum ersten Mal ausschließlich virtuell am 19. Mai abgehalten. Ein zweiter Termin folgt am 17. Juni 2020. Beim GFRBC findet ein Austausch zwischen Regierungen und Stakeholdern wie Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern, Arbeitnehmerinnenseite und Arbeitsnehmerseite, Zivilgesellschaft und Wissenschaft über Themen der unternehmerischen Verantwortung statt. Am 19. Mai stand das Thema COVID-19 und unternehmerische Verantwortung im Zentrum. Unter anderem mit der Frage, wie Regierungen und Unternehmen RBC-Prinzipien nutzen können, um resiliente Lieferketten aufzubauen.  Der zweite Teil am 17. Juni wird sich dem Zugang zu Abhilfe widmen.

GFRBC – "COVID-19 und unternehmerische Verantwortung" – erster Teil – am 19. Mai 2020

Über 2.500 Stakeholder aus Wirtschaft, Verwaltung, Internationalen Organisationen, Wissenschaft, Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft diskutierten beim diesjährigen Globalen Forum der OECD für unternehmerische Verantwortung (GFRBC) über die ethischen und wirtschaftlichen Gebote aus der Covid-19-Krise und neue legistische, wirtschaftliche und politische Antworten. Einigkeit herrschte über die Bedeutung verantwortungsvollen Unternehmertums und entsprechender internationaler Instrumente, wie den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, zur Bewältigung der Krise und für eine resilientere Wirtschaft. Dafür sollten internationale RBC-Standards in die Wiederaufbaumaßnahmen integriert sowie legislative Initiativen vorbereitet werden.

Die Corona-Krise zeigte starke Verletzlichkeiten in der Wirtschaft und in den globalen Lieferketten im Zusammenhang mit Arbeitsbedingungen und Notfallsvorkehrungen. Diskutiert wurde daher im Forum auch die Rolle, die unternehmerische Verantwortung bei der Verbesserung der Widerstandskraft von Lieferketten einnehmen kann. Ebenso besprochen wurde, wie globale Antworten – u.a. internationaler Handel – zur Erreichung breiterer politischer Ziele, wie den Nachhaltigen Entwicklungszielen, dem Pariser Klimaabkommen und dem EU-Green Deal aussehen können.

Die Teilnehmenden hofften auf eine Erholung von der Krise, in der Menschenrechte, der Schutz gefährdeter Arbeiterinnen und Arbeiter sowie von Frauen und der Kampf gegen den Klimawandel prioritär sein würde.

GFBR - Access to Remedy - zweiter Teil - am 20. Juni 2020

Am 17. Juni 2020 fand der zweite Teil des jährlichen OECD Global Forum on Responsible Business Conduct (GFRBC) statt, welches aufgrund der COVID-19 Krise komplett online abgehalten wurde. Hauptthema war Access to Remedy (Zugang zu Abhilfe) sowie das 20-jährige Jubiläum des Bestehens der Nationalen Kontaktpunkte als integrierten Dialog- und Streitbeilegungs-Mechanismus der OECD Leitsätze für multinationale Unternehmen. Alle weiteren Dokumente und Informationen sind unter https://mneguidelines.oecd.org/global-forum/ abrufbar.

 

Weiterführende Informationen

Kontakt

Abteilung OECD, Nachhaltigkeit: oecd@bmdw.gv.at