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Österreichs Wirtschaftsbeziehungen mit Afrika sowie mit dem Nahen und Mittleren Osten

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen mit Subsahara-Afrika

Österreichs Warenhandel mit den afrikanischen Staaten südlich der Sahara repräsentierte – nach den vorläufigen Außenhandelsdaten 2020 – mit 1,8 Mrd. Euro etwa 0,6 Prozent des gesamten österreichischen Handelsvolumens. Das entsprach 2020 in etwa der außenwirtschaftlichen Bedeutung Indiens, und würde in der Reihung der wichtigsten österreichischen Handelspartner den 23. Rang einnehmen.

2020 war für den österreichischen Warenverkehr mit Subsahara-Afrika ein Jahr, das (wie auch weltweit) von der COVID-Pandemie geprägt war: Das bilaterale Handelsvolumen sank gegenüber 2019 um 11,4 Prozent. Die österreichischen Importe verringerten sich um 5,8 Prozent, die Exporte verzeichneten einen Rückgang um 15,5 Prozent.

Auch im Jahr 2020 war Südafrika mit Ausfuhren im Wert von 459 Mio. Euro der wichtigste Exportmarkt für österreichische Waren in der Region Subsahara-Afrika. Mit Abstand folgten die Exporte nach Mali (150 Mio. Euro), Nigeria (74 Mio. Euro), Senegal (45 Mio. Euro) und Cote d‘Ivoire (29 Mio. Euro).

Der Exportrückgang in der Region Sub-Sahara ist vor allem auf die Verluste in Südafrika zurückzuführen (-24,6 Prozent). In anderen Ländern konnten entgegen dem weltweiten Trend sogar Zuwächse verzeichnet werden (z.B. Mali +14,6 Prozent, Senegal +11,7 Prozent oder Ghana mit +64,7 Prozent).

Wichtigstes Herkunftsland österreichischer Einfuhren aus Subsahara-Afrika war 2020 Südafrika, aus dem Österreich Waren im Wert von 537 Mio. Euro einführte. Danach folgten Nigeria (118 Mio. Euro), Cote d‘Ivoire (53 Mio. Euro), Mosambik (17 Mio. Euro) und Ghana (14 Mio. Euro).

Studie "Digitalisierung in den Zukunftsmärken Subsahara Afrikas"

Zukunftsmärkte wie Subsahara-Afrika (SSA) weisen ein rasantes Wirtschaftswachstum auf. Gemäß der österreichischen Außenwirtschaftsstrategie soll das Engagement der österreichischen Unternehmen auf diesen Märkten ausgebaut werden, um die Partizipation am globalen Wirtschaftsaufschwung zu maximieren und den Wohlstand in Österreich zu sichern. Gerade in Zeiten globaler Krisen kann eine Marktdiversifizierung abseits der klassischen Exportmärkte die Resilienz der heimischen Wirtschaft erhöhen.

Durch den rasanten Ausbau der IKT-Infrastruktur und den zunehmenden Bemühungen der Regierungen, einen effizienten und funktionierenden institutionellen Rahmen zu schaffen, gewinnt die Digitalisierung auch in SSA zunehmend an Bedeutung. Die Studie untersucht die Rolle von Digitalisierung im SSA-Geschäft und die umsatzsteigernden Potentiale, die sich aus digitalen Lösungen für österreichische Unternehmen ergeben, sowie die Möglichkeiten mit operativen Herausforderungen besser umgehen zu können.

Laut Studienergebnissen ergeben sich aus der Digitalisierung einerseits Umsatzchancen bei dem Aufbau der nötigen Infrastruktur im Zusammenhang mit Urbanisierung oder Umweltschutz und andererseits schaffen neue digitale Geschäftsmodelle, wie z.B. Pay-per-Use oder Rent-instead-of-Buy, neue Möglichkeiten sich auf Märkten wie in SSA zu engagieren.

Außerdem unterstützt die Digitalisierung Unternehmen beim besseren Umgang mit den herausfordernden operativen Rahmenbedingungen im SSA-Geschäft. Durch digital basierte Technologien können z.B. Effizienzsteigerungen in sicherer Logistik erreicht, Fernwartungslösungen im After-Sales Bereich angeboten oder Arbeitnehmer via e-Learning ausgebildet werden.

Aktuell lassen österreichische Unternehmen viele Möglichkeiten ungenutzt, welche die Digitalisierung im SSA-Geschäft bietet. Es wird eine größere Offenheit für die Nutzung von Digitalisierung in SSA empfohlen, um in den dortigen Märkten besser aufgestellt zu sein.

Link zur Studie: Digitalisierung in den Zukunftsmärkten Subsahara Afrikas (PDF, 601 KB) (BMDW, Juni 2020)

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen mit den Staaten Nordafrikas und dem arabischem Raum

Die MENA-Region (Mittlerer Osten und Nordafrika) umfasst Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Palästina, Israel, Libanon, Syrien, Jordanien, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Oman, Jemen und den Iran. 2020 betrug Österreichs Waren-Handelsvolumen mit diesen Staaten 3,8 Mrd. Euro. Dies entspricht etwa 1,3 Prozent des österreichischen Gesamt-Handelsvolumens.

Laut den Außenhandelsdaten 2020 sanken die österreichischen Importe aus der MENA-Region - bedingt durch die weltweite COVID-Krise um 41,8 Prozent auf 1,35 Mrd. Euro. Die Exporte verzeichneten einen im Vergleich dazu geringeren Rückgang um 9,1 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro. Das Plus in der Handelsbilanz Österreichs mit der MENA-Region stieg damit auf 1,1 Mrd. Euro (im Vergleich dazu 2019: +410 Mio. Euro).

Die wichtigsten Exportdestinationen innerhalb der MENA-Region waren 2020 die Vereinigten Arabischen Emirate mit 461 Mio. Euro, gefolgt von Israel mit 405 Mio. Euro und Saudi-Arabien mit 397 Mio. Euro. Die wichtigsten Importdestinationen waren der Irak mit 261 Mio. Euro, Algerien mit 221 Mio. Euro und Marokko mit 176 Mio. Euro.

Kontakt

Amerika, Afrika, Naher und Mittlerer Osten, Weltausstellungen (Expo): wirtschaftsbeziehungen-afrika@bmdw.gv.at