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Österreichs Wirtschaftsbeziehungen mit Afrika sowie mit dem Nahen und Mittleren Osten

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen mit Subsahara-Afrika

Österreichs Warenhandel mit den afrikanischen Staaten südlich der Sahara repräsentierte – nach den endgültigen Außenhandelsdaten der Statistik Austria für 2021 – mit 2,1 Mrd. Euro etwa 0,6 Prozent des gesamten österreichischen Handelsvolumens. Das entsprach in etwa der außenwirtschaftlichen Bedeutung Indiens, und würde in der Reihung der wichtigsten österreichischen Handelspartner den 24. Rang einnehmen.

Die österreichischen Ausfuhren in die Region lagen 2021 bei 1,15 Mrd. Euro, die Steigerung gegenüber 2020 betrug 18,3 Prozent. Wichtigster Exportmarkt war 2021 Südafrika (602 Mio. Euro), gefolgt von Mali (165 Mio. Euro) und Nigeria (115 Mio. Euro).

Die österreichischen Einfuhren aus dieser Region betrugen 2021 987 Mio. Euro, gegenüber 2020 war ein Plus von 22,6 Prozent zu verzeichnen. Die wichtigsten Importmärkte waren 2021 Südafrilka (841 Mio. Euro), Cote d’Ivoire (43 Mio. Euro) und Ghana (24 Mio. Euro).  

Studie "Digitalisierung in den Zukunftsmärken Subsahara Afrikas"

Zukunftsmärkte wie Subsahara-Afrika (SSA) weisen ein rasantes Wirtschaftswachstum auf. Gemäß der österreichischen Außenwirtschaftsstrategie soll das Engagement der österreichischen Unternehmen auf diesen Märkten ausgebaut werden, um die Partizipation am globalen Wirtschaftsaufschwung zu maximieren und den Wohlstand in Österreich zu sichern. Gerade in Zeiten globaler Krisen kann eine Marktdiversifizierung abseits der klassischen Exportmärkte die Resilienz der heimischen Wirtschaft erhöhen.

Durch den rasanten Ausbau der IKT-Infrastruktur und den zunehmenden Bemühungen der Regierungen, einen effizienten und funktionierenden institutionellen Rahmen zu schaffen, gewinnt die Digitalisierung auch in SSA zunehmend an Bedeutung. Die Studie untersucht die Rolle von Digitalisierung im SSA-Geschäft und die umsatzsteigernden Potentiale, die sich aus digitalen Lösungen für österreichische Unternehmen ergeben, sowie die Möglichkeiten mit operativen Herausforderungen besser umgehen zu können.

Laut Studienergebnissen ergeben sich aus der Digitalisierung einerseits Umsatzchancen bei dem Aufbau der nötigen Infrastruktur im Zusammenhang mit Urbanisierung oder Umweltschutz und andererseits schaffen neue digitale Geschäftsmodelle, wie z.B. Pay-per-Use oder Rent-instead-of-Buy, neue Möglichkeiten sich auf Märkten wie in SSA zu engagieren.

Außerdem unterstützt die Digitalisierung Unternehmen beim besseren Umgang mit den herausfordernden operativen Rahmenbedingungen im SSA-Geschäft. Durch digital basierte Technologien können z.B. Effizienzsteigerungen in sicherer Logistik erreicht, Fernwartungslösungen im After-Sales Bereich angeboten oder Arbeitnehmer via e-Learning ausgebildet werden.

Aktuell lassen österreichische Unternehmen viele Möglichkeiten ungenutzt, welche die Digitalisierung im SSA-Geschäft bietet. Es wird eine größere Offenheit für die Nutzung von Digitalisierung in SSA empfohlen, um in den dortigen Märkten besser aufgestellt zu sein.

Link zur Studie: Digitalisierung in den Zukunftsmärkten Subsahara Afrikas (PDF, 601 KB) (BMDW, Juni 2020)

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen mit den Staaten Nordafrikas und dem arabischem Raum

Die MENA-Region (Mittlerer Osten und Nordafrika) umfasst Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Palästina, Israel, Libanon, Syrien, Jordanien, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Oman, Jemen und den Iran. 2021 betrug Österreichs Waren-Handelsvolumen mit diesen Staaten 5,1 Mrd. Euro, die Steigerung gegenüber 2020 lag bei 32,4 Prozent. Das Handelsvolumen mit dieser Region entspricht 1,5 Prozent des österreichischen Gesamt-Handelsvolumens.

Laut den endgültigen Außenhandelsdaten der Statistik Austria für 2021 stiegen die österreichischen Importe aus der MENA-Region um 86,4 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro. Die Exporte verzeichneten einen im Vergleich dazu geringeren Zuwachs um 2,9 Prozent auf ebenfalls 2,5 Mrd. Euro. Die Handelsbilanz Österreichs mit der MENA-Region war damit im Jahr 2021 in etwa ausgeglichen.

Die wichtigsten Exportdestinationen innerhalb der MENA-Region waren 2021 die Vereinigten Arabischen Emirate mit 538 Mio. Euro, gefolgt von Israel mit 459 Mio. Euro und Saudi-Arabien mit 318 Mio. Euro. Die wichtigsten Importdestinationen waren Libyen mit 755 Mio. Euro, der Irak mit 677 Mio. Euro und Israel mit 284 Mio. Euro.

Kontakt

Amerika, Afrika, Naher und Mittlerer Osten, Weltausstellungen (Expo): wirtschaftsbeziehungen-afrika@bmdw.gv.at