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Österreichs Wirtschaftsbeziehungen mit Asien und dem Pazifikraum

Asien (ohne GUS-Asien Staaten)

Asien und Pazifik, auf das etwa 60 Prozent der Weltbevölkerung und fast 50 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung entfallen, ist einer der am schnellsten wachsenden Regionen der Welt. Aufgrund der teils sehr erfolgreichen Pandemiebekämpfung konnte sich der asiatisch-pazifische Raum im internationalen Vergleich schneller von den wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Krise erholen und gilt weiterhin als Motor für das künftige globale Wirtschaftswachstum. Durch neue politische und wirtschaftliche Kooperationen, wie der Unterzeichnung des Handelsabkommens „Regional Comprehensive Economic Partnership“ (RCEP), dem größten Handelsblock der Welt mit 15 Staaten aus dem asiatisch-pazifischen Raum, wird die weltwirtschaftliche Bedeutung dieser Region weiter zunehmen.

Österreich wickelte gemäß den vorläufigen Daten für 2020 knapp 11 Prozent seines Warenhandels mit dieser dynamischen Region ab. Im Zuge der COVID-19- Krise verringerte sich das österreichische Warenhandelsvolumen gemäß den vorläufigen Daten für 2020 um -6,8 Prozent auf einen Wert von rund 30,6 Milliarden Euro, womit der Rückgang geringer ausfiel, als der weltweite Durchschnitt (-8,1 Prozent). Die österreichischen Warenexporte nach Asien und Pazifik verzeichneten einen Rückgang um -13,6 Prozent, während die österreichischen Warenimporte aus dieser Region lediglich um -2,1 Prozent sanken.

Die wichtigsten asiatischen Absatzmärkte für österreichische Exportgüter waren auch im Jahr 2020 China (2,8 Prozent der österreichischen Gesamtexporte), Japan (1,1 Prozent), Südkorea (0,8 Prozent), Australien (0,7 Prozent) und Indien (0,6 Prozent).  Mit Ausnahme von Afghanistan (+24,8 Prozent), Laos (+10,4 Prozent), Macao (+47,3 Prozent), Nepal (+257,4 Prozent) und einigen pazifischen Inselstaaten konnten mit keinem Land dieser Region Exportsteigerungen erzielt werden. Hinsichtlich der wichtigsten Absatzmärkte wurden mit Südkorea (-3,3 Prozent), Japan (-5,6 Prozent), Taiwan (-8,8 Prozent), Singapur (-9,0 Prozent), Indien (-9,4 Prozent) und Vietnam (-9,9 Prozent) die geringsten Exportrückgänge verzeichnet.

Innerhalb Asiens gibt es einen Block, der in den vergangenen Jahren besonders durch dynamische Wachstumskennzahlen hervorstach: ASEAN (Association of Southeast Asian Nations). Der österreichische Außenhandel mit den ASEAN-Ländern konnte von dieser Entwicklung profitieren und verzeichnete im Zeitraum 2010 bis 2020 fast eine Verdoppelung des Warenhandelsvolumens. Von 2019 auf 2020 verringerte sich jedoch der Warenhandel Österreichs mit dieser Region um -11,3 Prozent.

Rund 1,6 Prozent des österreichischen Warenhandels entfällt auf diese Region. Innerhalb der Region nehmen derzeit drei Staaten aufgrund des Handelsvolumens eine Sonderrolle ein. Vietnam, Thailand und Malaysia, wobei Vietnam mit einem Warenhandelsvolumen von über 1 Milliarden Euro führend ist. Die österreichische Exportwirtschaft kann auch von dem Handelsabkommen der Europäischen Union (EU) mit Vietnam und Singapur profitieren. Weitere Handelsabkommen der EU mit einzelnen ASEAN-Ländern könnten folgen, in den letzten Jahren wurden Verhandlungen mit Indonesien, Philippinen, Malaysia und Thailand initiiert.

Nicht unerwähnt dürfen ferner Australien und Neuseeland bleiben. Australien war 2020 siebentwichtigste Übersee-Exportdestination nach den USA, China, Japan, Südkorea, Kanada und Mexiko. Sowohl mit Australien, als auch mit Neuseeland verhandelt die EU derzeit Handelsabkommen, was auch für die Zukunft eine positive Entwicklung des Handels erwarten lässt.

Kontakt

Asien und Pazifik: wirtschaftsbeziehungen-asien-pazifik@bmdw.gv.at