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Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen mit Osteuropa und Zentralasien

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen mit Osteuropa und Zentralasien

Die Region Osteuropa und Zentralasien umfasst die Russische Föderation (RF), die sechs Staaten der Östlichen Partnerschaft Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau und die Ukraine sowie die fünf zentralasiatischen Staaten Kasachstan, die Kirgisische Republik, Usbekistan, Turkmenistan und Tadschikistan.  Mit drei dieser Staaten sind Assoziierungs- und Freihandelsabkommen mit der EU in Kraft - Ukraine, Moldau und Georgien.  Fünf Staaten gehören der Eurasischen Wirtschaftsunion EAWU an - die Russische Föderation, Belarus, Kasachstan, Armenien und die Kirgisische Republik.

Seit 2014 verhängte die EU Sanktionen gegenüber der Russischen Föderation aufgrund der Annexion der ukrainische Halbinsel Krim und der Unterstützung prorussische Rebellen in der Ostukraine. Diese Sanktionen umfassen unter anderem auch Wirtschaftssanktionen, deren Aufhebung an die Erfüllung des Minsker Friedens-Abkommens aus 2015 geknüpft ist.

Seit 2021 gelten Sanktionen gegen vier hochrangige Amtsträger der Justiz und des Inneren im Zusammenhang mit der Verurteilung und Inhaftierung des Oppositionspolitikers Alexei Nawalny.

Auch gegenüber Belarus gelten seit den Präsidentenwahlen 2020 Sanktionen.

Ein aktuelles Informationsangebot der Europäischen Union finden Sie unter:

Informationsangebot der Europäischen Union zu EU-Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise

Globale Sanktionsregelung im Bereich der Menschenrechte

Restriktive Maßnahmen nach den Präsidentschaftswahlen 2020 in Belarus

Beziehungen Österreichs mit der Region

Die wirtschaftlich wichtigsten Länder der Region für Österreich sind die Russische Föderation, Ukraine und Kasachstan.

Insbesondere die Russische Föderation ist ein wichtiger Markt für die heimische Wirtschaft mit Exporten in Höhe von rund 2,1 Milliarden Euro (2020). 76 Prozent der Importe aus der Russischen Föderation waren Energieträger (Erdgas und Erdöl). Die vorläufigen Zahlen der Statistik Austria für  2020 zeigen einen (coronabedingten) Rückgang der Exporte um 10,3 Prozent und der Importe um 21,4 Prozent. Etwa 1.200 österreichische Firmen sind im Russlandgeschäft tätig, 650 davon haben sich in der Russischen Föderation niedergelassen. Insgesamt wurden 7,1 Milliarden Euro investiert. Im Gegenzug gehören russische Firmen mit einem Investitionsvolumen von 24,6 Milliarden Euro zu den bedeutendsten Investoren in Österreich. (OeNB-Daten, Stand Ende 2019)

Die Ukraine bleibt zweitwichtigster Handelspartner in der Region mit einem Exportvolumen von 529,4 Millionen Euro (2020), Importen in Höhe von 829,6 Millionen Euro (2020) und bislang steigender Tendenz, mit einem leichten, coronabedingten Rückgang der Exporte laut vorläufigen Zahlen 2020 um 7,5 Prozent und einem leichten Zuwachs der Importe um 5,0 Prozent.

In Zentralasien ist Kasachstan wichtigster Handelspartner und gleichzeitig wichtigster Erdöllieferant Österreichs.

Kontakt

wirtschaftbeziehungen-osteuropa-zentralasien@bmdw.gv.at