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Coronavirus Maßnahmen

Inhalte der Seite

Allgemeine Informationen zu COVID-19

Hier finden sich aktuelle Hinweise zu möglichen Übertragungswegen, sowie Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen.

Infoline Coronavirus: 0800 555 621
Allgemeine Informationen zu Übertragung, Symptomen, Vorbeugung (Erreichbarkeit sieben Tage in der Woche, von 00:00 bis 24:00 Uhr)

Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten, erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte 1450.

Die IATA (International Air Transport Association) hat eine Liste mit Einreisebeschränkungen veröffentlicht. Eine Liste aktueller Meldungen über Flugeinschränkungen bietet Austrian Wings.

Für aktuelle Mitteilungen und um die Richtigkeit der Informationen zu bestätigen, empfehlen wir Ihnen, sich zusätzlich auf den offiziellen Webseiten der Fluggesellschaften sowie deren Twitter-Accounts zu informieren.

Aktuelle Informationen zu Reisebeschränkungen finden Sie auf der Seite des österreichischen Außenministeriums (BMEIA).

Die Maßnahmen des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort finden Sie auf der Seite Unterstützung für Unternehmen.

Wenn Sie den WKO-Infopoint direkt erreichen wollen, rufen Sie bitte unter 0590900-4352 an oder schicken Sie eine Online-Anfrage.

Die Hotline erreichen Sie Montag bis Freitag von 08:00 bis 20:00 Uhr.

Hinweis: Aufgrund der vielen Anfragen, kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Es wird daher empfohlen, die FAQ für Unternehmen zu lesen. Gesundheitsinfos bietet die AGES-Seite.

Informationen für Unternehmen

Wen fördert die aws?
Unterstützt werden gewerbliche und industrielle KMU, EPU, alle freien Berufe und auch Landwirtschaftsbetriebe.

Was fördert die aws - wie und in welcher Höhe?
Unterstützt werden Betriebsmittelfinanzierungen (z.B. Wareneinkäufe, Personalkosten, Versicherungen, KFZ-Kosten, Leasingraten, Miete) an Unternehmen, die aufgrund der gegenwärtigen "Coronavirus-Krise" über keine oder nicht ausreichende Liquidität zur Finanzierung des laufenden Betriebes verfügen bzw. deren Umsatz- und Ertragsentwicklung durch Auftragsausfälle oder Marktänderungen beeinträchtigt ist. Darüber hinaus können auch Kreditstundungen bereits bestehender Finanzierungen in die Garantien mitaufgenommen werden.

Es werden drei Garantie-Varianten angeboten:

1. Überbrückungsgarantie mit einer Garantiequote von 90 Prozent

  • Garantiequote: 90 Prozent
  • Kredithöhe: bis zu 27,7 Millionen Euro
  • Zinssatzobergrenze: 1 Prozent p.a. fix
  • Garantieentgelt: laut beihilfenrechtlichen Bedingungen ab 0,25 Prozent für ein Jahr Laufzeit, 0,5 Prozent im zweiten und dritten Jahr, 1 Prozent ab dem vierten Jahr.

Kredit- und Garantiehöhe:
Bei Krediten, deren Laufzeit über den 30. Juni 2021 hinausgeht, dürfen folgende Kredithöchstbeträge nicht überschritten werden:

  1. das Doppelte der gesamten jährlichen Lohn- und Gehaltssumme des geförderten Unternehmens im Jahr 2019, oder
  2. 25 Prozent des Gesamtumsatzes des geförderten Unternehmens im Jahr 2019, oder
  3. in angemessen begründeten Fällen und auf der Grundlage einer Selbstauskunft, in dem der Liquiditätsbedarf des geförderten Unternehmens dargelegt ist, kann der Kreditbetrag erhöht werden, um den Liquiditätsbedarf für die kommenden 18 Monate bei KMU abzudecken.

"Unternehmen in Schwierigkeiten" nach EU-Definition sind nicht garantiefähig.

2. Überbrückungsgarantien mit einer Garantiequote von 100 Prozent

  • Garantiequote: 100 Prozent
  • Kredithöhe: bis zu 500.000 Euro (auch in Teilbeträgen nutzbar)
  • Zinssatzobergrenze: 3-Monats-EURIBOR + 75 Basispunkte, in den ersten beiden Jahren gecapped mit 0 Prozent p.a. fix
  • Garantieentgelt: keines
  • Laufzeit: es ist eine verpflichtende tilgungsfreie Zeit bis zum 1.Juli 2021 vorzusehen

"Unternehmen in Schwierigkeiten" nach EU-Definition sind nicht garantiefähig. Ausnahme: Kleine Unternehmen und Kleinstunternehmen nach EU-Definition.

Das garantiewerbende Unternehmen muss erklären, dass es bei unrichtigen oder unvollständigen Angaben oder bei Verwendung der garantierten Kreditmittel zu anderen Zwecken als zu jenen, zu denen sie gewährt wurden, strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden kann und mit empfindlichen Freiheits- oder Geldstrafen rechnen muss.

3. Überbrückungsgarantie mit einer Garantiequote von 80 Prozent

  • Garantiequote: 80 Prozent
  • Kredithöhe: bis zu 1,5 Millionen Euro (soweit der volle de-minimis-Rahmen noch zur Verfügung steht)
  • Zinssatzobergrenze: keine
  • Garantieentgelt: keines
  • Unternehmen für die ein Insolvenztatbestand vorliegt, sind nicht garantiefähig

Bedingungen (für alle drei Varianten gleich)

  • Laufzeit: 5 Jahre (bei der 100 Prozent-Variante mit einer verpflichtenden tilgungsfreien Zeit bis zum 1.Juli 2021)
  • Verwendungszweck: Liquiditätsstärkung in Form von Betriebsmittelkrediten für Kosten im Zusammenhang mit der Krise (d.h. Personalkosten, Sachkosten, Leasing usw.) und Stundung von bestehenden Finanzierungen
  • Sicherheiten: aws verzichtet auf Sicherheiten
  • Unternehmensgröße: KMU nach EU-Definition

Abwicklung

Erfolgt auf unbürokratischem Weg durch die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws)

Die Garantien werden über ein Schnellverfahren abgewickelt, das eine Garantieübernahme innerhalb von durchschnittlich 48 Stunden ermöglicht.

Die Antragstellung ist über die aws möglich!
Mehr Infos zu den Krediten für EPU/KMU

Die Soforthilfe umfasst Überbrückungsfinanzierungen mit einem Haftungsrahmen bis zu einer Höhe von 100 Mio. Euro für den heimischen Tourismus. Vom Maßnahmenpaket profitieren auch Mischbetriebe, d.h. Busunternehmen, die auch ein Reisebüro angeschlossen haben.
Die Antragstellung ist bereits möglich! Mehr Infos zu den Krediten für Tourismusbetriebe

Voraussetzungen für die Überlassung:

  • Freiwilligkeit: Dienstgeber, Dienstnehmer und Beschäftiger einigen sich auf Überlassung.
  • Dienstgeber: Bleibt der "Stammbetrieb"
  • Gegen diesen richtet sich auch der Entgeltanspruch des überlassenen Arbeitnehmers (Haftung für Entgelt verbleibt beim Dienstgeber)
  • Haftung bei Unfällen verbleibt ebenfalls beim Dienstgeber (jedoch gilt weiterhin Dienstgeberhaftungsprivileg)
  • Refundierung: Beschäftiger bezahlt Dienstgeber für Inanspruchnahme des/der Dienstnehmers/in, das heißt Beschäftiger und Dienstgeber einigen sich auf eine Refundierung.
  • Beispiel: Dienstnehmer/in arbeitet zu 100 Prozent bei Beschäftigter => 100 Prozent des Brutto-Entgelts sind durch Beschäftiger zu leisten
  • Befristung: Die Überlassung gilt "für die Dauer der Krise" (monats- oder wochenweise)

Weitere Informationen und Kontaktdaten gibt es auf der Seite des Handelsverbands.

Informationsblatt Organisation der Aushilfe im Handel durch Arbeitnehmer anderer Branchen (PDF, 78 KB)

Finanzielle Unterstützung

Durch wirtschaftliche Notlage oder Liquiditätsengpässe aufgrund der COVID-19 Krise gibt es die Möglichkeit eine Stundung bzw. eine Ratenzahlung der Steuern zu beantragen. Zusätzlich kann beantragt werden, dass die Stundungszinsen auf null herabgesetzt werden.
Mehr zur Sonderregelung: WKO.at-Steuerinfo | Informationen des BMF | direkt zum Antrag

Steuerpflichtige Personen können bis zum 31.10.2020 die Herabsetzung der Einkommensteuer- oder Körperschaftvorauszahlungen beantragen, wenn das voraussichtliche Einkommen für das jeweilige Jahr niedriger ist. Der Antrag muss eine Begründung enthalten, in welcher die verminderte Gewinnerwartung aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Lage (z.B. Aufstellung der Umsatzeinbrüche aufgrund von COVID-19) dargelegt wird.
Mehr zur Sonderregelung: WKO.at-Steuerinfo | Website des BMF | direkt zum Antrag

Zur Unterstützung der österreichischen Wirtschaft vor allem im zweiten Lockdown stellt die Bundesregierung im Rahmen des Corona Hilfsfonds ab 6. November 2020 einen Lockdown-Umsatzersatz als weitere Hilfsmaßnahme bereit. Mit 23. November 2020 wurde der Lockdown-Umsatzersatz sowohl um die zusätzlich betroffenen Branchen (z.B. Handel, körpernahe Dienstleistungen) als auch zeitlich bis zum Ende der behördlichen Schließung am 6. Dezember erweitert. Eine zeitliche Ausdehnung für weiterhin von Schließungen betroffene Betriebe ist geplant. Unter 01 890 78 00 88 ist eine spezielle Hotline für Fragen rund um den Lockdown-Umsatzersatz eingerichtet worden.

Informationen und FAQ zum Umsatzersatz

 

Die Bundesregierung trifft alle Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus  zu verlangsamen und den Schaden für Bevölkerung sowie Unternehmen möglichst gering zu halten. Viele Unternehmen sind von der Krise mittel- und unmittelbar betroffen und viele Menschen in Österreich sorgen sich um ihren Arbeitsplatz. Die Bundesregierung hat daher ein Hilfspaket in Höhe von 38 Milliarden Euro beschlossen, um massenhafte Arbeitslosigkeit in unserem Land sowie die Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen zu verhindern:

  • Zusätzlich zum Soforthilfepaket von vier Milliarden Euro, das auf den Weg gebracht wurde, um Kurzarbeit sicherzustellen und vor allem kleinere und mittlere Betriebe zu unterstützen, gibt es weitere neun Milliarden Euro an Garantien und Haftungen zur Kreditsicherung .
  • 15 Milliarden Euro wurden und werden in die Notfallhilfe investiert werden, um Branchen zu unterstützen, die besonders hart von der Corona-Krise getroffen werden.
  • Zusätzlich soll es zehn Milliarden Euro an Steuerstundungen geben, da dies gerade jetzt in Zeiten von Umsatzeinbußen notwendig ist.

Ziel ist es, alles zu tun, damit unsere heimischen Betriebe – insbesondere Familienunternehmen und kleinere und mittlere Betriebe – gut durch die Krise kommen, damit möglichst viele Menschen ihren Arbeitsplatz behalten.

Härtefallfonds: Sicherheitsnetz für kleine Betriebe. Newsletter abonnieren und aktiv informiert werden

15 Milliarden Euro werden als Corona-Hilfsfonds investiert, um Branchen zu unterstützen, die besonders hart von der Corona-Krise getroffen werden:

  • Sie dienen als Unterstützung von betroffenen Unternehmen zur Erhaltung der Zahlungsfähigkeit und Überbrückung von Liquiditätsschwierigkeiten, die durch wirtschaftliche Auswirkungen in Folge der Ausbreitung von COVID-19 verursacht werden.
  • Die finanzielle Unterstützung erfolgt in erster Linie durch Garantien für Kredite und Überbrückungskredite zu bevorzugten Konditionen. Unter gewissen Umständen sind auch Direktzuschüsse zur Liquiditätsstützung möglich. Abgedeckt werden können insb. Ausgaben für Mieten, Lohn(neben)kosten, notwendige Betriebsmittel, Steuern und Abgaben, Versicherungsprämien sowie eine angemessene Unternehmerentlohnung.
  • Detailierte Informationen, Ansprechpartner, etc. finden sich auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen.

 

Das 38 Milliarden Euro schwere Hilfspaket der Bundesregierung ist auch von Startups nutzbar. Das Paket hilft allen Unternehmen – von Großunternehmen bis Kleinstunternehmen. So können auch Startups davon Gebrach machen. Möglichkeiten: Beantragung von Kurzarbeit beim AMS, Beantragung beim Corona-Härtefallfonds über die österreichische Wirtschaftskammer oder Inanspruchnahme von Garantien bei aws.

Venture Capital Fonds
Im Fokus stehen österreichische Startups, die ohne Corona-Krise eine Finanzierungsrunde abschließen hätten können. Der Venture Capital Fonds soll diese Startups unterstützen. Startups können finanzielle Mittel von 200.000 bis 1.000.000 Euro daraus erhalten. Das Kapital des Fonds wird zu 50 Prozent staatlich garantiert.

Startup-Programme laufen weiter
Für Startups ausgerichtete Programme von FFG und aws werden weiter geführt – so zum Beispiel auch das SEED-Programm.

Handhabung aws-Meilensteinen
Auch bei nicht 100 Prozent Erreichung der Planung werden Förderungen und Finanzierungen flexibel gehandhabt und ausbezahlt.

Stundung von Kreditraten
Rasche und unbürokratische Handhabung bei Stundung von Kreditraten.

Die Details der Inanspruchnahme der Unterstützungen werden derzeit ausgearbeitet und zeitnah publik gemacht.

Informationen der aws zum COVID-Paket für Start-ups

Alle SVS-Versicherten, die durch den Corona-Virus mit finanziellen Einbußen rechnen oder durch Erkrankung bzw. Quarantäne betroffen sind, erhalten von der SVS folgende Unterstützungen:

  • Stundung der Beiträge
  • Ratenzahlung der Beiträge
  • Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage
  • Gänzliche bzw. teilweise Nachsicht der Verzugszinsen

Die Anträge zur Stundung und Ratenzahlung können formlos schriftlich per E-Mail oder direkt per Online-Formular eingebracht werden.
Die Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage kann online mit diesem Formular erfolgen.
Die SVS-Kundenberater stehen telefonisch unter 050 808 808 zur Verfügung.

Kurzarbeitszeit

Kurzarbeit ist ein erprobtes und flexibles Mittel, das sich bereits in Zeiten der Finanzkrise 2008/2009 bewährt hat. Durch die vorübergehende Herabsetzung der Normalarbeitszeit und des Arbeitsentgelts wird sichergestellt, dass möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin beschäftigt bleiben können.

Informationen zur Kurzarbeit erhalten Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit

Weitere Informationen zur Kurzarbeit

Informationen zu Schutzmasken

Schutzmaßnahme "Mund- und Nasenschutz – MNS"

Auf den Arbeitsplätzen und Arbeitsstellen sollten jedenfalls mindestens der Ein-Meter-Abstand sowie die entsprechende Arbeitshygiene die vorrangigsten Maßnahmen sein. Sollte unklar sein, ob die grundlegende Schutzmaßnahme "1-m-Abstand“ durchgängig eingehalten werden kann, sollte jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dieser bietet zwar keinen ausreichenden Schutz gegen das Einatmen von biologischen Agenzien, wie insbesondere Viren, jedoch ist durch das Tragen der Maske das Gegenüber geschützt. Das heißt, jeder schützt durch diese Maske die anderen.

Für Mund-Nasen-Schnellmasken ist keine Zertifizierung nach dem Medizinproduktegesetz – MPG, BGBl. Nr. 657/1996, in der derzeit geltenden Fassung, oder dem Maschinen–Inverkehrbringungs- und Notifizierungsgesetz – MING, BGBl. I Nr. 77/2015, in der derzeit geltenden Fassung, erforderlich. Bei der Entnahmestelle beim Vertrieb ist ein Hinweis anzubringen, dass die Mund-Nasen-Schnellmasken nicht national zertifiziert und nicht medizinisch oder anderweitig geprüft sind (BGBl. I Nr. 23/2020 in der Fassung BGBl I Nr. 61/2020).

Anwendungsbereich: Arbeiten in Bereichen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko im Gesundheitsbereich und in der Pflege und CPA (Corona SARS-Cov-2 Pandemie Atemschutzmasken)

Bei Verdacht oder einer bestätigten COVID-19 Erkrankung sollte die betreuende/untersuchende Person je nach Tätigkeit eine FFP2 oder FFP3 Atemschutzmaske, Haube, Handschuhe, Schutzkleidung und Schutzbrille tragen. Dabei handelt es sich um Atemschutzmasken, die den Bestimmungen der Verordnung (EU) 2016/425 unterliegen.

Bei persönlicher Schutzausrüstung (PSA) der Kategorie III (Risiko von schwerwiegenden Folgen wie Tod oder irreversibler Gesundheitsschäden lt. Anhang I der Verordnung (EU) 2016/425) hat der Hersteller dieser Atemschutzmasken vor dem Inverkehrbringen der gegenständlichen Atemschutzmasken diese einer EU-Baumusterprüfung (Modul B) und zudem die Fertigung dieser PSA überwachten Produktprüfungen (Modul C2) oder einem Qualitätssicherungssystem für den Produktionsprozess (Modul D) zu unterziehen, für diese PSA eine EU-Konformitätserklärung auszustellen sowie eine CE-Kennzeichnung an jeder Atemschutzmaske anzubringen.

Aufgrund der COVID-19-Bedrohung wurde nunmehr aufgrund des dramatisch erhöhten Bedarfs und zur Vermeidung von Engpässen an Atemschutzmasken mit Erlass der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) vom 3. April 2020, GZ 2020-0.198.830, eine Verfahrensbeschleunigung ermöglicht, sodass durch ein verkürztes Bewertungsverfahren und auf Basis eines positiven Prüfergebnisses eine sog. "Cov-2-Virus Pandemie Atemschutzmaske (CPA)" auch ohne angebrachter CE-Kennzeichnung medizinischen Fachkräften für die Dauer der derzeitigen Gesundheitsbedrohung zugänglich gemacht werden kann.

Sie haben die Möglichkeit die Durchführung dieses verkürzten Bewertungsverfahrens (d.h. die konkrete Materialprüfung) durch den Physikalisch-technischen Prüfdienst (PTP) des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen durchführen zu lassen. Der PTP/BEV wird diesbezüglich gemäß Art. 26 Abs. 2 und 3 der Verordnung (EU) 2016/425 tätig.

Das ÖTI als notifizierte Konformitätsbewertungsstelle kann sodann auf Basis eines positiven Prüfberichtes des PTP/BEV, d.h. nach positiv bestandener Materialprüfung, eine entsprechende Bescheinigung für die "Cov-2-Virus Pandemie Atemschutzmaske (CPA)" ausstellen.

Kontakte und Ablauf:

  • Materialprüfung

Beauftragung von Prüfung der Masken nach dem verkürzten Verfahren gemäß "Prüfgrundsatz für Corona SARS-Cov-2 Pandemie Atemschutzmasken (CPA) Rev. 0 vom 20.03.2020" bei der im Erlass 2020-0.198.830-1-A genannten Prüfstelle.

Prüfstelle für CPA in Österreich
Physikalisch-technischer Prüfdienst (PTP)
Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV)

Arltgasse 35
1160 Wien
Tel: +43 1 21110 826325
E-Mail: ptp@bev.gv.at
Website: www.bev.gv.at

Wichtig:

Der PTP/BEV übermittelt Ihnen und sofern Sie dies beauftragen auch dem ÖTI als notifizierte Konformitätsbewertungsstelle den Prüfbericht über die Materialprüfung (als PDF). Dem ÖTI als notifizierte Konformitätsbewertungsstelle obliegt diesbezüglich die Verantwortung über den PTP//BEV im Sinne der Artikel 26 und 24 der Verordnung (EU) 2016/425 über persönliche Schutzausrüstungen.

Die Kosten für eine Prüfung – Verkürztes Verfahren Corona SARS-Cov-2-Virus Pandemie Atemschutzmasken (CPA) ohne Ausatemventil belaufen sich auf € 1.308,00 (exkl. 20 Prozent MwSt). Für jede zu prüfende Charge benötigt der PTP/BEV eine Materialmenge von 40-50 Stück Masken.

Nach vorhandenem positiven Prüfbericht:

  • Bewertung

Beauftragung der Bewertung gemäß "Prüfgrundsatz für Corona-Virus Pandemie Atemschutzmasken (CPA)" bei der Zertifizierungsstelle ÖTI - Institut für Ökologie, Technik und Innovation GmbH, Spengergasse 20, 1050 Wien, E-Mail: ppe@oeti.biz

Kosten der Bewertung: € 934,00 (exkl. MwSt)

Zum Zwecke der Überprüfbarkeit und der Dokumentation benötigt das ÖTI – Institut für Ökologie und Innovation GmbH, für jede geprüfte Charge eine Materialmenge von fünf bis zehn Stück Masken. Diese können in Ihrem Auftrag vom PTP/BEV dem ÖTI als notifizierte Konformitätsbewertungsstelle zur Verfügung gestellt werden.

Die nach dem verkürzten Verfahren bewerteten Corona-Virus Pandemie Atemschutzmasken (CPA) sind keine persönliche Schutzausrüstung gemäß der Verordnung (EU) 2016/425 und erhalten auch keine CE-Kennzeichnung.

Operationsmasken, Untersuchungshandschuhe und gewisse Arten von Kitteln sind Produkte, die in den Anwendungsbereich der Richtlinie 93/42/EWG und der Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte fallen.

Bei Operationsmasken handelt es sich um Medizinprodukte, die der Norm EN 14683:2019 Medizinische Gesichtsmasken - Anforderungen und Prüfverfahren entsprechen müssen.

Diese harmonisierte Norm legt die konstruktive Gestaltung von chirurgischen Masken und die Leistungsanforderungen sowie Prüfverfahren für diese fest, die dazu dienen, die Übertragung infektiöser Keime vom Personal auf Patienten und (in bestimmten Situationen umgekehrt) während chirurgischer Eingriffe in Operationssälen und sonstigen medizinischen Einrichtungen mit ähnlichen Anforderungen zu begrenzen und konkretisiert die einschlägigen Anforderungen der EG-Richtlinie 93/42/EWG über Medizinprodukte gemäß den aktuellen Vorgaben der Europäischen Kommission. Diese harmonisierte Norm gilt nicht für Masken, die ausschließlich für den persönlichen Schutz des Personals (PSA) bestimmt sind.

Die Zuständigkeit hierfür obliegt dem BMSGPK.

PSA, die auf dem EU-Markt zur Verfügung gestellt werden, müssen den geltenden EU-Rechtsvorschriften entsprechen. Für PSA ist dies die Verordnung (EU) 2016/425. Dies gilt auch während der COVID-19-Gesundheitskrise. Hier finden Sie genaue Informationen zum Import von persönlicher Schutzausrüstung während der Covid-19 Gesundheitskrise.