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Unterstützung für Unternehmen

Die Auswirkungen des Corona-Virus treffen sehr viele Bereiche der österreichischen Wirtschaft.

Die Bundesregierung trifft alle Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und den Schaden für die Bevölkerung sowie Unternehmen möglichst gering zu halten. Viele Unternehmen sind von der Krise mittel- und unmittelbar betroffen und viele Menschen in Österreich sorgen sich um ihren Arbeitsplatz. Die Bundesregierung hat daher ein Hilfspaket in Höhe von rund 50 Milliarden Euro beschlossen, um massenhafte Arbeitslosigkeit in unserem Land sowie die Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen zu verhindern.

Neben der Corona-Kurzarbeit und des Fixkostenzuschusses, die beide weiter verlängert wurden, wurden 2021 noch weitere Maßnahmen gesetzt, wie unter anderem der Verlustersatz, der Ausfallsbonus oder die Investitionsprämie.

Ziel ist es, alles zu tun, damit unsere heimischen Betriebe gut durch die Krise kommen, damit möglichst viele Menschen ihren Arbeitsplatz behalten.

Maßnahmen im Detail

Förderung für betriebliches Testen

Die Teststrategie der Bundesregierung sieht eine Unterstützung für Unternehmen vor, die Corona Tests durchführen. Dabei soll pro Testung, die unter medizinischer Aufsicht durchgeführt wird, ein Betrag von EUR 10 ersetzt werden. Unternehmen erhalten ab Ende eines Quartals die tatsächlich geleisteten Tests abgegolten. Die Förderung wird  über eine einfach strukturierte Eingabemaske im aws Fördermanager abgewickelt.

Weiterführende Informationen

Telefonische Informationen zur Förderung erhalten Sie über die regionalen Wirtschaftskammern.

COVID-19 Investitionsprämie für Unternehmen

Die COVID-19 Investitionsprämie von sieben Prozent – oder 14 Prozent, wenn die Investition im Zusammenhang mit Digitalisierung, Ökologisierung, Gesundheit und Life Science steht – soll helfen, dass Unternehmen ihre Investitionen trotz der Coronakrise nicht aufschieben. Ausgeschlossen sind insbesondere klimaschädliche Investitionen, oder Investitionen in unbebaute Grundstücke, in Finanzanlagen, Übernahmen oder in aktivierte Eigenleistungen.

Spezielle Corona-Kurzarbeit

Kurzarbeit ist ein erprobtes und flexibles Mittel, das sich bereits in Zeiten der Finanzkrise 2008/2009 bewährt hat. Durch die vorübergehende Herabsetzung der Normalarbeitszeit und des Arbeitsentgelts wird sichergestellt, dass möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin beschäftigt bleiben können. Für 2021 stehen weitere 7 Milliarden Euro für die Finanzierung der Corona-Kurzarbeit zur Verfügung. Neu ist die Förderung von Weiterbildungszeiten während der Zeit der Kurzarbeit sowie die Möglichkeit eines Kurzarbeitsbonus zur Abgeltung der Kosten für Urlaubstage und Trinkgeldausfall für die betroffenen Branchen.

Garantien für Klein- Mittel- und Großbetriebe

Unternehmen soll ermöglicht werden, weiterhin ihre Rechnungen zu bezahlen und liquide zu sein. Dies soll durch Garantien gesichert werden. Die Garantieprogramme nach KMU Förderungsgesetz und Garantiegesetz (GG) laufen bis 30.6.2021. Jedes Unternehmen, das eine Garantie benötigt, soll eine erhalten. Auch dem Tourismus wird in Form von weiteren Garantien Schutz geboten.

AWS Regelung zu Überbrückungsgarantien und Fixkostenzuschuss / Unterstützung für Tourismusbetriebe

Härtefonds für EPU, neue Selbstständige, freie Dienstnehmer und Kleinstunternehmer

EPU, Neue Selbstständige, Freie Dienstnehmer und Kleinstunternehmer (bis max. zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) werden bei wirtschaftlich signifikanter Bedrohung durch COVID-19 im Rahmen des Härtefallfonds unterstützt. Die Förderkriterien, weiterführende Informationen und die Beantragungsmöglichkeit sind unter Härtefall-Fonds | Phase 2 - Sicherheitsnetz für Unternehmer - WKO.at abrufbar. Der Härtefallfonds wird im Auftrag der Bundesregierung von der Wirtschaftskammer Österreich abgewickelt (auch für Nicht-WKÖ-Mitglieder).

Stärkung der Lieferketten

Zerbrechliche Lieferketten werden gestärkt und sorgen dafür, dass Lebensmittel und Medikamente in Österreich und Europa nicht ausgehen. Ebenso müssen die Produktionsketten von Handschuhen, Desinfektionsmittel und Mundschutz geschlossen werden, um Österreich unabhängiger zu machen. Für die Zukunft wird an einem Topf gearbeitet, um die Produktion von wesentlichen Medikamenten wie Antibiotika und Penizillin in Europa sicher zu stellen. Dies wird Teil der EU-Industriestrategie werden. Das hat Bundesministerin Schramböck am 9. März 2020 beim Roundtable mit der Pharmabranche verlautbart. Mehr Informationen dazu unter aktuelle Pressemeldungen "Pharmabranche Corona" .

Sollte Ihr Unternehmen Schwierigkeiten aufgrund unterbrochener internationaler Lieferketten haben, so besteht die Möglichkeit, unter folgender Adresse wirtschaft.covid-19@bmdw.gv.at Ihr Problem an uns zu übermitteln, damit dieses im Rahmen der Taskforce Wirtschaft COVID-19 mit Vertretern ausländischer Botschaften in Wien, mit dem Ziel der raschen Lösung des Problems, diskutiert werden kann.

Initiative "Händler helfen Händlern"

Gemeinsam mit dem Handelsverband haben wir die gemeinsame Job-Initiative "Händler helfen Händlern" gestartet. Das Ziel: Die Beschäftigung möglichst vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Nicht-Lebensmittelhandel zu sichern, indem diese bis zum Ende der Corona-Krise im Lebensmittelhandel mitarbeiten können. Alle Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Handelsverbandes.

Initiative "Digital Team Austria"

Aufgrund der aktuellen Corona Krise müssen viele Unternehmen auf mobiles Arbeiten umstellen, damit Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter von zu Hause ihrer Arbeit nachgehen können. Die notwendigen digitalen Werkzeuge sind bei zahlreichen Unternehmen jedoch nicht verfügbar.

Mit der Gründung des "Digital Team Österreich" haben wir einen Zusammenschluss von Unternehmen aus der Digitalisierungsbranche unter der Koordinierung der Internetoffensive Österreich geschaffen. Das Digital Team Österreich bietet digitale Dienste für Klein- und Mittelunternehmen (KMU) für zumindest drei Monate kostenlos an. Die Bestellung der Services erfolgt über die Website der jeweiligen Anbieterinnen/Anbieter. Mehr Informationen gibt es auf Digital Austria.

Umsatzersatz für Unternehmen

Zur Unterstützung der österreichischen Wirtschaft stellt die Bundesregierung im Rahmen des Corona Hilfsfonds ab 6. November 2020 einen Lockdown-Umsatzersatz als weitere Hilfsmaßnahme bereit. Mit 23. November 2020 wurde der Lockdown-Umsatzersatz sowohl um zusätzlich betroffene Branchen (z.B. Handel, körpernahe Dienstleistungen) als auch zeitlich bis zum Ende der behördlichen Schließung am 6. Dezember erweitert. Eine zeitliche Ausdehnung für weiterhin von Schließungen betroffene Betriebe ist geplant.

Informationen und FAQ zum Umsatzersatz

Maßnahmen des Finanzamtes/Bundesministerium für Finanzen

Durch wirtschaftliche Notlage oder Liquiditätsengpässe aufgrund der Covid-19 Krise gibt es die Möglichkeit eine Stundung bzw. eine Ratenzahlung der Steuern zu beantragen. Zusätzlich kann beantragt werden, dass die Stundungszinsen auf null herabgesetzt werden.

Mit dem Ausfallsbonus wird geschlossenen als auch anderen schwer getroffenen Unternehmen (Umsatzausfall von 40%) finanzielle Planbarkeit bis zum Ende der Pandemie gegeben.

Bis zu 10 Millionen Euro pro Unternehmen können als Zuschuss über den Verlustersatz beantragt werden. Zudem kann weiterhin der Fixkostenzuschuss für Umsatzausfälle von mindestens 30% in Anspruch genommen werden. Details dazu sind der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen zu entnehmen.

15 Milliarden Euro wurden und werden im Rahmen des Corona-Hilfsfonds zur Sicherstellung der Liquidität von Unternehmen - als Zuschuss oder Garantie - zur Verfügung gestellt.

Alle weiteren Maßnahmen des Bundesministeriums für Finanzen finden Sie unter folgendem Link:

Maßnahmen der SVS (vormals SVA)

Alle SVS-Versicherten, die durch den Corona-Virus mit finanziellen Einbußen rechnen oder durch Erkrankung bzw. Quarantäne betroffen sind, erhalten von der SVS folgende Unterstützungen:

  • Stundung der Beiträge
  • Ratenzahlung der Beiträge
  • Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage
  • Gänzliche bzw. teilweise Nachsicht der Verzugszinsen

Die Anträge zur Stundung und Ratenzahlung können formlos schriftlich per E-Mail oder direkt per Online-Formular eingebracht werden.

Die Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage kann online mit diesem Formular erfolgen.

Die SVS-Kundenberater stehen telefonisch unter 050 808 808 zur Verfügung.

Emergency-Call zur Erforschung von COVID-19

Das BMDW hat mit dem BMK zusammen 26 Mio. Euro für Unternehmen bereit gestellt zur Unterstützung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Erforschung von COVID-19. Gefördert werden F&E-Einzelprojekte von österreichischen Unternehmen, die sich mit folgenden Themen rund um COVID-19 beschäftigen und rasch umsetzbar sind:

  • die Biologie des Virus und seine Übertragung
  • Infektionsprävention und Infektionskontrolle
  • Forschung und Entwicklung von Medikamenten und anderen Therapieverfahren sowie die Entwicklung neuer diagnostischer Ansätze
  • Planung und Durchführung von Klinischen Studien (Phase I oder II)

Insgesamt wurden 137 Projekte eingereicht, 48 Projekte können gefördert werden.

Nähere Informationen zu den geförderten Projekten finden Sie auf der Seite der FFG: Geförderte Projekte - Ergebnis Corona Emergency Call | FFG

Comeback Zuschuss für Film und TV-Produktionen

Mit dem Comeback Zuschuss (PDF, 297 KB) wird es unabhängigen Filmproduktionsunternehmen ermöglicht, COVID-19 bedingt unterbrochene oder verschobene Dreharbeiten von Kino- und TV-Produktionen fortzusetzen zu können.

Zum einen sollen dadurch Produktionen, die bereits mit den Dreharbeiten begonnen haben und Einschränkungen durch COVID-19 bedingte Maßnahmen erleiden, die Produktion trotzdem fertigstellen können. Zum anderen sollen Produktionen trotz möglicher neuerlicher Einschränkungen bei Dreharbeiten in Zusammenhang mit COVID-19 starten können.
Der Antrag kann über den aws Fördermanager gestellt werden.

Kontakt

wirtschaft.covid-19@bmdw.gv.at