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Bundescontracting

Dabei handelt es sich um Verträge zwischen Bundesdienststellen und Fachfirmen mit dem Ziel über eine Laufzeit von zehn Jahren jährlich einen garantierten Energieanteil einzusparen. Den Energieberatern des Bundes obliegen – bei dem Projekt, das europaweit in Bezug auf Ökologie, Ökonomie und Nachhaltigkeit zu den größten gehört – im Zuge des Monitorings und Controllings folgende wichtige Kompetenzen:

  • Mitarbeit an der Gestaltung des Contracting Vertrages (Abrechnungsmodus, Baselinebestimmung, Bereinigungen etc.)
  • Aufnahme der Contracting relevanten Anlagen in den einzelnen Liegenschaften (Teil der Ausschreibungsunterlagen)
  • Überwachung der vorgegebenen Parameter (Raumtemperatur, Luftmengen, Beleuchtungsstärke etc.)
  • Kontrolle und Freigabe der jährlichen Abrechnung auf Grundlage des Softwaretools „Navigator" (vormals „EMC")
  • Langzeitdokumentation mittels Datenlogger
  • Teilnahme an den Pool-Jahresbesprechungen
  • Mediator zwischen Auftraggeber (Bund), Auftragnehmer (Fachfirma) und Gebäudeeigentümer (z.B. BIG)

Zahlen, Daten, Fakten:

  • Die ersten Verträge, welche bereits 1999 bzw. 2004 und 2005 abgeschlossen wurden, sind bereits abgelaufen. Es wurde versucht für jene Liegenschaften, welche in diesen Contractingpools berücksichtigt waren, neue Betriebsführungsverträge abzuschließen bzw. in neue Contractingverträge zu inkludieren.
  • Basis der derzeit laufende Verträge ( Stand Jänner 2019)
  • Gesamtenergiekosten: rund 18,3 Mio. Euro
  • Einsparziel: 3,6 Millionen Euro p.a.
  • Durchschnittlich Einspargarantie: 19,63 Prozent
  • CO2 – Einsparung: rd. 13.250 t/a
  • Gesamtpaket: 29 beauftragte Pools beinhalten 276 Liegenschaften

Hintergrund:

  • 1997 Start PILOT-Modell „Energieeinspar-Contracting".
  • 1999 Abschluss von Energieeinsparverträgen für 46 Bundesschulen in Wien
    (2 Pools).
  • 2002 Start zur Umsetzung des Ministerratsbeschlusses „Bundescontracting
    500" für Bundesgebäude.
  • Die Kooperationsgemeinschaft zwischen BIG und BMDW ist eine der größten öffentlichen Contracting-Auftraggeber in Europa.
  • Im Rahmen des Energieeinsparungs-Contracting optimiert ein externer Energiedienstleister (Contractor) den Energieverbrauch eines Gebäudes durch Investitionen und Betriebsführung (Vertragslaufzeit meist zehn Jahre). Das Contracting Honorar ist erfolgsabhängig und richtet sich nach der tatsächlichen Einsparung. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt durch die eingesparten Energiekosten. Nach Ende der Vertragslaufzeit profitiert der Auftraggeber von der vollen Energiekosteneinsparung.
  • Wesentliche Maßnahmen: Nutzerberatung/Nutzermotivation, Betriebsführungsleistungen, Optimierung von Heizungs- und Lüftungsanlagen, Optimierung der Regelungsanlage, Fernüberwachung der Anlagen, hydraulische Einregulierung des Wärmeverteilsystems, Einbau von Thermostatventilen, Austausch auf Hochenergieeffizienzpumpen, Auswechslung auf LED Beleuchtung, Errichtung von Photovoltaikanlagen.

Kontakt

Ing. Gerhard Banovics: gerhard.banovics@bmdw.gv.at