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OECD-Länderberichte

Die OECD-Länderberichte sind neben der OECD-Wirtschaftsprognose und der OECD-Wachstumsstrategie (Going for Growth), die zentralen Publikationen im Bereich der Wirtschafts- und Wachstumspolitik auf OECD-Ebene.

Zur Erstellung der einzelnen Länderberichte, wird alle 18 bis 24 Monate eine OECD-Länderprüfung durch den wirtschaftspolitischen Prüfungsausschuss (EDRC - Economic and Development Review Committee) für jedes OECD-Mitgliedsland sowie die Beitrittsländer und die Länder mit verstärkter Zusammenarbeit durchgeführt.

Die Länderberichte sind auf langfristige makroökonomische Entwicklungen ausgerichtet und identifizieren strukturelle Hauptherausforderungen des Landes sowie mögliche Handlungsoptionen zur Politikgestaltung.

Der Schwerpunkt 2019 lag auf der Finanzierungssituation des Unternehmenssektors, dem Fachkräftemangel und Unternehmensübergaben (Schwerpunkte vergangener Jahre: 2009 Bildung, 2011 Gesundheit, 2013 Wellbeing, 2015 Gender Balance, 2017 Digitalisierung).

Wichtigste Ergebnisse des Länderberichtes

  • Die österreichische Wirtschaft entwickelte sich gut in den letzten Jahren (11.-höchstes BIP pro Kopf in der OECD, 6.-höchstes in der EU, Lebensstandards und subjektives Wohlbefinden sind unter den höchsten in der OECD), hauptsächlich getrieben von inländischen Faktoren wie einer starken Inlandsnachfrage und gutem Beschäftigungswachstum aber auch externen Faktoren wie der guten Integration österreichischer Unternehmen in globalen Wertschöpfungsketten. Jedoch macht die Verschlechterung des externen Umfelds auch vor Österreich nicht Halt: für 2019 wird nach 2,3% (2018) von einem BIP-Wachstum von 1,4% und 2020 von 1,3% ausgegangen.
  • Die öffentlichen Finanzen befinden sich im positiven Bereich, jedoch sollte gemäß den Empfehlungen der OECD die langfristige Nachhaltigkeit und die Ausgaben-Effizienz verbessert werden - vor allem angesichts der Bevölkerungsalterung als auch der föderalen Struktur des öffentlichen Sektors. Das Steuersystem sollte wachstumsfreundlicher und sozialer ausgerichtet werden.
  • Rahmenbedingungen sollten verbessert werden, um ein nachhaltiges, langfristiges Wachstum zu erreichen und dem Unternehmertum die digitale Transformation zu ermöglichen. Eine Steigerung der digitalen Kompetenzen, eine Verringerung von Wettbewerbsbeschränkungen und Produktmarktregulierungen (vor allem im Dienstleistungsbereich), eine Beseitigung verbliebener Hindernisse beim digitalen Handel und Investitionen sowie eine Stärkung der Verfügbarkeit von privatem Risiko- und Eigenkapital könnten die Adaption von IKT beschleunigen. Österreichs internationales Leadership bei eGovernment könnte verbessert werden, indem die Nutzung auf alle sozialen und Altersgruppen ausgedehnt wird.
  • Eine Vielzahl an KMUs sieht sich einer Unternehmensübergabe in den nächsten Jahren gegenüber. Der Erfolg dieser Betriebsübergaben wird entscheidend sein für die künftige Entwicklung der Wirtschaft. Regulatorische und gesetzliche Hindernisse sollten beseitigt und der Informationsfluss zu Betriebsübergaben verstärkt werden.
  • Weitere Herausforderungen stellen unter anderem Migration sowie der als auch nachhaltige Maßnahmen im Umweltbereich dar.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Volkswirtschaftliche Grundsatzabteilung und Analyse: Allgemeine-Wirtschaftspolitik@bmdw.gv.at