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Mittelstandsbericht

Dem gesetzlichen Auftrag des Bundesgesetzes über Maßnahmen zur Leistungssteigerung kleiner und mittlerer Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft entsprechend hat die Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort dem Nationalrat alle zwei Jahre einen "Bericht über die Situation der kleinen und mittleren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft" vorzulegen.

Frau Bundesministerin Dr. Schramböck legte dem Parlament am 21. Dezember 2018 den aktuellen Mittelstandsbericht 2018 samt Datenanhang über die Entwicklung und die Perspektiven der österreichischen KMU sowie den Stand der Umsetzung des "Small Business Act" in Österreich vor:

Die insgesamt rund 329.000 KMU der marktorientierten Wirtschaft stellen 99,6 Prozent der österreichischen Unternehmen. Sie beschäftigten im Erhebungsjahr 2016 rund zwei Millionen Menschen (68 Prozent der Arbeitsplätze) und erwirtschafteten 63 Prozent der Umsätze (455 Mrd. Euro) sowie 62 Prozent der Bruttowertschöpfung (123 Mrd. Euro). Nach Rückgängen im Kernkrisenjahr 2009 entwickeln sich die heimischen KMU wieder positiv. Im Beobachtungszeitraum 2008 bis 2016 stieg die Zahl der KMU trotz weltweiter Wirtschaftskrise um 9,8 Prozent; die Anzahl der Beschäftigten in KMU hat sich um 9,4 Prozent erhöht, der Umsatz um 12,3 Prozent. Darüber hinaus bilden Klein- und Mittelbetriebe 54.000 Lehrlinge aus und liegen mit neun von zehn Unternehmen, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Weiterbildungsangebote anbieten, deutlich über dem EU-Durchschnitt von 73 Prozent. Sie bilden damit eine tragende Säule beim Erhalt der hohen Qualität der Arbeitskräfte in Österreich und sichern unseren Fachkräfte-Nachwuchs.

Der vorliegende Bericht bietet auch eine gute Basis, sich kritisch mit zukünftigen Herausforderungen auseinanderzusetzen: Durch die Digitalisierung sind KMU mit einem laufenden Wandel ihres Umfelds konfrontiert. Der Einsatz digitaler Technologien verändert dabei auch Geschäftsmodelle, die Erwerbstätigkeit und Beschäftigungsformen grundlegend. Das Kapitel zum Thema "Digitalisierung und neues Unternehmensumfeld" zeigt, dass sich Österreich derzeit bei den zukünftig wichtigen "Fähigkeiten" einer Volkswirtschaft in den Bereichen Innovation und Digitalisierung im guten Mittelfeld platzieren kann. Hier werden allerdings Top-Platzierungen angestrebt, um als Volkswirtschaft zukunftsfähig zu bleiben. Die Arbeitszeitflexibilisierung, die weitere Förderung digitaler Kompetenzen sowie die Umsetzung zusätzlicher Maßnahmen zur Förderung der Digitalisierung wie die 5G-Strategie, das Förderprogramm Breitband Austria 2020 oder die Einrichtung der Digitalisierungsagentur sind daher von großer Bedeutung.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Abteilung KMU: KMU@bmdw.gv.at