Unternehmen

Die Europäischen Unternehmensförderpreise

​European Enterprise Promotion Awards (EEPA)

Mit 11. April 2017 endete die nationale Ausschreibung für die Europäischen Unternehmensförderpreise 2017. Auch heuer langten eine Reihe von interessanten und hochkarätigen Projekten zur Förderung von Unternehmen und Unternehmertum bei der nationalen Kontaktstelle im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ein.

Die Verleihung der Europäischen Unternehmensförderpreise fand im Rahmen der KMU-Versammlung vom 22. - 24. November 2017 in Tallinn statt. Die beiden von Österreich im Rahmen des Wettbewerbs 2017 nominierten Projekte wurden von der international besetzten EEPA-Jury bewertet und wurden bereits auf die Short-List gesetzt. Insgesamt wurden in den fünf Kategorien 306 Projekte aus 32 Mitgliedsstaaten eingereicht.

ecoplus gewinnt den europäischen Unternehmensförderpreis!

Das von ecoplus International GmbH eingereichte Projekt „Internationalisierung 2015-2020", ging aus insgesamt elf nominierten Projekten in der Kategorie: Förderung der Internationalisierung der Wirtschaftstätigkeit, als Sieger hervor. Mit dem Programm unterstützt ecoplus International niederösterreichische Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen bei ihren Schritten in Auslandsmärkte mit kostenfreien und maßgeschneiderten Dienstleistungen. Für Unternehmen mit hohem Internationalisierungspotenzial, insbesondere für das Segment der „born global"- Startups, werden im „High-Potential Programm" zusätzlich neue Leitmaßnahmen mit selektiverem Zugang und vertiefter Unterstützung wie z.B. Strategie-Workshops, Studentenpools, Mentoring, Case-to-Case Zusammenarbeit mit Institutionen und Exportkooperationen angeboten, um die Unternehmen in ihrer Entwicklung zu „Exportchampions" zu begleiten. In den Jahren 2015 und 2016 wurden 492 NÖ Unternehmen betreut und 108 Erfolge erzielt, davon 62 Unternehmen mit Exportgeschäft oder Unternehmensgründung im Zielland. 18, sog. „born global"-Unternehmen werden im Rahmen des „High Potential Programms" betreut.

EEPA-neu.jpgFoto oben - EEPA Gewinner: v. li. nach re.: Mag. Jochen Danninger, Geschäftsführer Ecoplus; Dr. Gabriele Forgues, Geschäftsführung ecoplus International;  Johanna Mikl-Leitner, LH-Frau NÖ; Petra, Landesrätin NÖ LReg; Matthias Tschirf, SC BMDW und KMU-Botschafter; © European Commission 2017

Auch das zweite eingereichte Projekt, der Wirtschaftskammer Wien (WKW): Innovation to Company („Startup-Challenge"), ging aus insgesamt acht nominierten Projekten in der Kategorie:  Verbesserung der Geschäftsumgebung als Zweitplatzierter hervor. Beim Projekt handelt es sich um eine Initiative der WK Wien zur Anbahnung von Kooperationen zwischen innovativen Startups und etablierten Unternehmen (Buddy-Unternehmen) mit dem Ziel, im Vorfeld definierte Digitalisierungsprojekte zum gegenseitigen Nutzen umzusetzen. Etablierte Unternehmen sind bei der Entwicklung bestehender und Erschließung neuer Geschäftsfelder häufig einem hohen Innovationsdruck ausgesetzt. Startups wiederum haben eine hohe Innovationskraft, Agilität und Flexibilität, es fehlen ihnen aber häufig direkte Marktzugänge, ein entsprechendes Netzwerk, Werbe- und Marketingpotential und finanzielle Ressourcen. Daher unterstützt das Projekt die Kontaktanbahnung, die Auswahl geeigneter Startups für die jeweils umzusetzende Innovation und die konkrete Zusammenarbeit. Bis jetzt wurde das Projekt mit zehn Buddy-Unternehmen durchgeführt; dazu haben sich 150 Startups beworben, woraus 30 Finalisten ausgewählt wurden.

Unternehmerfoerderpreise.jpg Foto © European Commission 2017

Ziel des Preises ist es, herausragende Leistungen und Initiativen zur Förderung von Unternehmen und Unternehmertum zu ermitteln und zu würdigen, vorbildliche Konzepte und Praktiken zur Förderung des Unternehmertums aufzuzeigen und zu verbreiten, die Öffentlichkeit stärker für die Rolle von Unternehmerinnen und Unternehmern in der Gesellschaft zu sensibilisieren und künftige Unternehmerinnen und Unternehmer zu ermutigen und zu inspirieren.

Auszeichnungen erfolgen in folgenden fünf Kategorien:

  1. Förderung des Unternehmergeistes
  2. Investition in Unternehmenskompetenzen
  3. Verbesserung der Geschäftsumgebung
  4. Förderung der Internationalisierung der Wirtschaftstätigkeit
  5. Verantwortungsvolles und integrationsfreundliches Unternehmertum

Auch im nächsten Jahr wird es wieder die Möglichkeit geben, Projekte für diesen begehrten Europäischen Preis, welcher Beispiele bester Praktiken zur Förderung von Unternehmergeist und Unternehmertum vor den Vorhang bittet und die Bedeutung von Unternehmerinnen und Unternehmern für Wirtschaft und Gesellschaft unterstreicht, einzureichen. Die Prämierung findet im Rahmen der KMU-Versammlung von 19.-21. November 2018, diesmal unter Österreichischem EU-Ratsvorsitz in Graz statt.

Weitere Informationen zu den Europäischen Unternehmensförderpreisen erhalten Sie bei der nationalen Kontaktstelle im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Abteilung für Horizontale Unternehmenspolitik und KMU, Stubenring 1, 1010 Wien sowie auf der Website der Europäischen Kommission.

Kontakt

Abteilung I/6: post.i6@bmdw.gv.at

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung am: 10.01.2018 10:19