Wirtschaftspolitik

Betriebsansiedlung

Österreich ist ein begehrtes Ziel für ausländische Investoren

Mit der Austrian Business Agency (ABA-Invest in Austria) hat das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort eine effiziente Einrichtung zur professionellen Betreuung internationaler Investoren.

Serviceeinrichtung mit weltweitem Netzwerk

Die ABA, ein Beratungsunternehmen im Eigentum der Republik Österreich, unterstützt internationale Investoren bei ihren Betriebsansiedlungen in Österreich mit einem umfangreichen und kostenfreien Serviceangebot. ABA – Invest in Austria verfügt über ein weitreichendes Konsulentennetzwerk.

Beachtliche Erfolgszahlen

Seit der Gründung im Jahr 1982 konnte ABA – Invest in Austria beachtliche Ansiedlungserfolge erzielen: Insgesamt hat die ABA schon 3.822 internationale Betriebsansiedlungen realisiert. Die dadurch ausgelöste Investitionssumme lag bei 9,17 Milliarden Euro sowie 57.710 neuen Arbeitsplätzen am Standort Österreich.

Das aktuelle Jahresergebnis 2017 des Betriebsansiedlers ABA – Invest in Austria ist trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds sehr erfreulich: Die Anzahl der neu angesiedelten internationalen Unternehmen ist gegenüber 2016 erneut um 7,8 Prozent gewachsen. Insgesamt haben sich 344 ausländische Betriebe neu in Österreich angesiedelt, was einem neuen Rekord in der 35-jährigen Firmengeschichte entspricht. Zugleich legte die mit den Neuansiedlungen verbundene Investitionssumme um 2,6 Prozent auf 723,85 Millionen Euro (Vorjahr: 705,22 Millionen Euro) zu. Auch bei der Zahl der Arbeitsplätze konnte eine geringfügige Steigerung auf 2.672 (nach 2.622 im Jahr davor) erzielt werden.

Derzeit betreut ABA – Invest in Austria 740 internationale Unternehmen mit konkretem Ansiedlungsinteresse.

Berücksichtigt man in der Erfolgsrechnung auch die von den Landesagenturen selbständig abgewickelten Betriebsansiedlungen, so ergibt sich für 2017 eine aggregierte Gesamtsumme von 446 realisierten Ansiedlungsprojekten. Damit verbunden war die Schaffung von 4.037 Arbeitsplätzen.

F&E-Investitionen: Forschungsplatz Österreich bewährt sich

Besonders erfreulich ist ein Zuwachs bei Unternehmen, die in Österreich in Forschung & Entwicklung investieren. Im Zuge der fünften Phase der Marketingkampagne "Forschungsplatz Österreich", die nun schon seit 1. Juni 2017 läuft, haben im Jahre 2017 34 internationale Unternehmen mit Unterstützung der ABA F&E-relevante Investitionen in Österreich getätigt. Diese Unternehmen schufen 688 Arbeitsplätze und investierten 127,75 Millionen Euro.

ABA-Bilanz: Starkes Interesse aus Deutschland, China und CEE/SEE Märkten

Deutschland war mit 118 Unternehmen auch 2017 wieder Investorenland Nummer Eins und zeichnete für rund ein Drittel aller ABA-Projekte verantwortlich. Besonders groß war das Interesse seitens Unternehmen aus Zentral- und Osteuropa (CEE) bzw. Südosteuropa (SEE). Zwar waren die Betriebsansiedlungen aus diesen Ländern bereits in den vergangenen zehn Jahren traditionell stark. 2017 betrug ihr Anteil mit 99 Unternehmen jedoch knapp ein Drittel aller neuen ABA-Ansiedlungen. An der Spitze rangiert dabei Slowenien (26 Unternehmen), gefolgt von Ungarn (18 Unternehmen), der Slowakei (14 Unternehmen) und Russland (11 Unternehmen). Gleichbleibend hoch war das Engagement aus China: Elf chinesische Unternehmen kamen 2017 mit Unterstützung der ABA nach Österreich.

Breites Dienstleistungsangebot

Das Serviceangebot der ABA umfasst sowohl die Bereitstellung allgemeiner Informationen über den Wirtschaftsstandort Österreich, als auch die projekt-spezifische Beratung ausländischer Investoren bei der österreichweiten Standortwahl und bei der Abwicklung von Formalitäten wie Förderungsansuchen oder Betriebsanlagengenehmigungen. Die ABA bietet ihr Dienstleistungsangebot in enger Kooperation mit den Ansiedlungsgesellschaften der österreichischen Bundesländer an.

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort sieht es als bedeutende und verantwortungsvolle Aufgabe an, die Rahmenbedingungen in Österreich wettbewerbsfähig und attraktiv zu gestalten.

Direktinformationen über die ABA erhalten Sie unter www.investinaustria.at

Location Austria

Der ABA-Geschäftsbereich LOCATION AUSTRIA bewirbt den Filmstandort Österreich im Ausland. Die bundesweite Film Commission betreibt aktive Suche nach neuen internationalen Filmprojekten im Bereich Kino, TV und Werbung und bietet für deren Realisierung ein breites Spektrum an kostenlosen Serviceleistungen vor und während der Dreharbeiten in Österreich an.

Insgesamt betreute Location Austria in den vergangenen zwölf Jahren mehr als 400 Filmprojekte. Zu den renommiertesten internationalen Produktionen zählen der 24. James Bond 007 – „Spectre", „Mission Impossible – The Rogue Nation", das Remake des US-Kultfilms „Point Break" (Gefährliche Brandung), die mittelalterliche HBO-Reality-Show „The Quest", die Actionkomödie „Knight and Day" mit Cameron Diaz und Tom Cruise sowie der 22. James Bond 007 – „Ein Quantum Trost".

Im Jahr 2017 bemühte sich Location Austria verstärkt um die Erschließung neuer Märkte, allen voran China und Indien. Seit 2016 ist Location Austria mit den weltweit agierenden Pinewood Filmstudios eine Kooperation eingegangen, um den Filmstandort Österreich bei potenziellen internationalen Filmproduktionen zu promoten.

Location Austria betreut gemeinsam mit aws (Austria Wirtschaftsservice) die Abwicklung der Fördermaßnahme FISA. Seit dem Start von FISA im Jahre 2010 bis Ende 2017 wurden 197 Kinofilme mit Fördermitteln in Höhe von rund 52 Millionen Euro unterstützt. 

Durch die Mitgliedschaft bei Filming Europe – EUFCN, European Film Commissions Network, ist Location Austria in ein europäisches Netzwerk eingebunden. Arie Bohrer, Location Austria, ist seit Anfang 2015 Teil des EUFCN-Advisory Boards. Filming Europe zählt über 80 europäische Film Commissions aus knapp 30 verschiedenen Ländern zu seinen Mitgliedern.

Direktinformationen über LOCATION AUSTRIA erhalten Sie unter locationaustria, über FISA unter filmstandort-austria.at.


Kontakt

Abteilung C1/3 Ansiedelungspolitik: post.C13@bmdw.gv.at

Letzte Änderung am: 22.02.2018 11:11