Wirtschaftsstandort, Innovation & Internationalisierung

Österreichs Wirtschaftsbeziehungen mit Afrika sowie mit dem Nahen und Mittleren Osten

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen mit den Staaten Nordafrikas und dem arabischem Raum

Die MENA-Region (Mittlerer Osten und Nordafrika) umfasst die Staaten Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Palästina, Israel, Libanon, Syrien, Jordanien, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Oman, Jemen und den Iran. 2018 betrug Österreichs Waren-Handelsvolumen mit diesen Staaten 5,3 Mrd. Euro. Dies entspricht etwa 1,7 Prozent des österreichischen Gesamt-Handelsvolumens.

Laut den Außenhandelsdaten 2018 stiegen die österreichischen Importe in der Höhe von 2,5 Mrd. Euro um 45,5 Prozent an, allerdings mussten die Exporte in der Höhe von 2,8 Mrd. Euro einen Rückgang um -5,0 Prozent hinnehmen.

Die wichtigsten Exportdestinationen 2018 waren die VAE mit rund 554 Mio. Euro, gefolgt von Israel mit 372 Mio. Euro und Saudi-Arabien mit 344 Mio. Euro. Die wichtigsten Importdestinationen waren Libyen mit 896 Mio. Euro, Iran mit 457 Mio. Euro und Irak mit 275 Mio. Euro.

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen mit Subsahara-Afrika

Österreichs Warenhandel mit den afrikanischen Staaten südlich der Sahara repräsentierte - nach den Außenhandelsdaten 2018 - mit 1,8 Mrd. Euro etwa 0,6 Prozent des gesamten österreichischen Handelsvolumens. Das entsprach 2018 in etwa der außenwirtschaftlichen Bedeutung Indiens und würde in der Reihung der wichtigsten österreichischen Handelspartner den 24. Rang einnehmen.

2018 war für den österreichischen Warenverkehr mit Subsahara-Afrika ein gutes Jahr: Das bilaterale Handelsvolumen stieg gegenüber 2017 um 14,1 Prozent. Die österreichischen Importe stiegen um 8,3 Prozent, die Exporte verzeichneten sogar einen zweistelligen Anstieg in Höhe von 18,7 Prozent.

Auch bei der Statistik für das Jahr 2018 war Südafrika mit Ausfuhren im Wert von 588 Mio. Euro der wichtigste Exportmarkt für österreichische Waren in der Region Subsahara-Afrika. Mit großem Abstand folgen Exporte nach Algerien (258 Mio. Euro), Ägypten (216 Mio. Euro), Marokko (162 Mio. Euro) und Mali (120 Mio. Euro).

Wichtigstes Herkunftsland österreichischer Einfuhren aus Subsahara-Afrika war 2018 Libyen, aus dem Österreich Waren im Wert von 896 Mio. Euro einführte. Auf Libyen folgten Südafrika (348 Mio. Euro), Nigeria (204 Mio. Euro), Marokko (190 Mio. Euro) und Tunesien (141 Mio. Euro).

Kontakt

Abteilung II/B/8 "Amerika, Afrika, Naher und Mittlerer Osten, Weltausstellungen (Expo)": post.II8_19@bmdw.gv.at

Letzte Änderung am: 29.05.2019 13:22