Wirtschaftsstandort, Innovation & Internationalisierung

Betriebsansiedlung

Österreich ist ein begehrtes Ziel für ausländische Investoren

Mit der Austrian Business Agency (ABA-Invest in Austria) hat das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort eine effiziente Einrichtung zur professionellen Betreuung internationaler Investoren.

Serviceeinrichtung mit weltweitem Netzwerk

Die ABA, ein Beratungsunternehmen im Eigentum der Republik Österreich, unterstützt internationale Investoren bei ihren Betriebsansiedlungen in Österreich mit einem umfangreichen und kostenfreien Serviceangebot. ABA – Invest in Austria verfügt über ein weitreichendes Konsulentennetzwerk.

Beachtliche Erfolgszahlen

Seit der Gründung im Jahr 1982 konnte ABA – Invest in Austria beachtliche Ansiedlungserfolge erzielen: Insgesamt hat die ABA schon 4.177 internationale Betriebsansiedlungen realisiert. Die dadurch ausgelöste Investitionssumme lag bei 9,9 Milliarden Euro sowie 60.598 neuen Arbeitsplätzen am Standort Österreich.

2018 konnte ABA – Invest in Austria einen neuerlichen Rekord vermelden: Die Anzahl der neu angesiedelten internationalen Unternehmen ist gegenüber 2017 erneut um 3 Prozent gewachsen. Insgesamt haben sich 355 ausländische Betriebe neu in Österreich angesiedelt, was einem neuen Rekord in der 35-jährigen Firmengeschichte entspricht. Zugleich legte die mit den Neuansiedlungen verbundene Investitionssumme um 1,5 Prozent auf 734,48 Millionen Euro (Vorjahr: 723,85 Millionen Euro) zu. Die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze verzeichnete einen Zuwachs von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr (2017: 2.672, 2018:2.888). Zum ersten Mal in der Firmengeschichte betreut ABA – Invest in Austria mehr als 1.000 internationale Unternehmen mit konkretem Ansiedlungsinteresse.

Berücksichtigt man in der Erfolgsrechnung auch die von den Landesagenturen selbständig abgewickelten Betriebsansiedlungen, so ergibt sich für 2018 eine aggregierte Gesamtsumme von 469 realisierten Ansiedlungsprojekten. Damit verbunden war die Schaffung von 4.368 Arbeitsplätzen.

F&E-Investitionen: Forschungsplatz Österreich bewährt sich

Besonders erfreulich ist ein Zuwachs bei Unternehmen, die in Österreich in Forschung & Entwicklung investieren. Im Zuge der fünften Phase der Marketingkampagne "Forschungsplatz Österreich", die nun schon seit 1. Juni 2017 läuft, haben im Jahre 2018 32 internationale Unternehmen mit Unterstützung der ABA F&E-relevante Investitionen in Österreich getätigt. Diese Unternehmen schufen 404 Arbeitsplätze und investierten 124,1 Millionen Euro.

Deutschland klare Nummer Eins – Schweiz und Italien auf den Stockerlplätzen

Deutschland war mit 108 Unternehmen auch 2018 wieder eindeutig die Nummer Eins unter den Investorenländern und zeichnete damit für 30 Prozent aller ABA-Projekte verantwortlich. Die Schweiz überholte mit 36 Neuansiedlungen Italien (28). Mit 14 Unternehmen war die Zahl der Neugründungen aus Großbritannien doppelt so hoch wie im Jahr davor (sieben).

Ungebrochen ist auch das Interesse seitens Unternehmen aus den CEE/SEE-Ländern. Ihr Anteil lag 2018 mit 88 Unternehmen bei etwa einem Viertel aller neuen ABA-Ansiedlungen. Am stärksten waren darunter Ungarn (17 Unternehmen), Slowenien (14 Unternehmen), Russland (zehn Unternehmen) und die Slowakei (acht Unternehmen) vertreten.

Neues Aufgabengebiet: Work in Austria

Die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts hängt stark von der Verfügbarkeit der Fachkräfte ab – doch Österreich kann diesen Bedarf nicht mehr alleine aus dem Inland decken. Deshalb wird ab Juli 2019 die „ABA Neu" zwei Kernaufgabenbereiche „Invest in Austria" (Betriebsansiedelung) und „Work in Austria" (Fachkräfteakquise) umfassen. Die ABA wird als erste Anlaufstelle für Investoren und Fachkräfte aus dem Ausland positioniert und Österreich als attraktiver Wirtschafts- bzw. Arbeitsstandort präsentiert.

Die neue Einheit wird in der Anfangsphase von „Work in Austria" einen Fokus auf Fachkräfte mit hohem Impact für den Wirtschaftsstandort und einer hohen Relevanz für die Volkswirtschaft legen. Dies betrifft vor allem IT-Berufe sowie die Metall- und Elektrotechnik. Studien bestätigen, dass IT-Fachkräfte mittlerweile in jeder Branche gebraucht werden und eine IT-Arbeitskraft drei weitere Arbeitsplätze schafft. Die Metall- und Elektrotechnik spielt für die Industrie eine wesentliche Zulieferrolle. In der ersten Phase wird sich „Work in Austria" auf Märkte innerhalb der EU und insbesondere auf Polen, Rumänien, Bulgarien, Kroatien und Griechenland konzentrieren.

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort sieht es als bedeutende und verantwortungsvolle Aufgabe an, die Rahmenbedingungen in Österreich wettbewerbsfähig und attraktiv zu gestalten.

Direktinformationen über die ABA erhalten Sie unter www.investinaustria.at

Location Austria

Der ABA-Geschäftsbereich LOCATION AUSTRIA bewirbt den Filmstandort Österreich im Ausland. Die bundesweite Film Commission betreibt aktive Suche nach neuen internationalen Filmprojekten im Bereich Kino, TV und Werbung und bietet für deren Realisierung ein breites Spektrum an kostenlosen Serviceleistungen vor und während der Dreharbeiten in Österreich an.

Insgesamt betreute Location Austria in den vergangenen zwölf Jahren mehr als 400 Filmprojekte. Zu den renommiertesten internationalen Produktionen zählen der 24. James Bond 007 – „Spectre", „Mission Impossible – The Rogue Nation", das Remake des US-Kultfilms „Point Break" (Gefährliche Brandung), die mittelalterliche HBO-Reality-Show „The Quest", die Actionkomödie „Knight and Day" mit Cameron Diaz und Tom Cruise sowie der 22. James Bond 007 – „Ein Quantum Trost".

Auch im Jahr 2018 bemühte sich Location Austria verstärkt um die Erschließung neuer Märkte, allen voran Indien. Deshalb erkundeten im September 2018 sechs Produzenten und Produzentinnen aus Indien Österreich. Besonderes Highlight der Reise war die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen dem indischen „Film & Television Producers Guild", der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und Location Austria, um die bereits bestehende Kooperation der Länder zu intensivieren.

Location Austria betreut gemeinsam mit aws (Austria Wirtschaftsservice) die Abwicklung der Fördermaßnahme FISA. Seit dem Start von FISA im Jahre 2010 bis Ende 2018 wurden 227 Kinofilme mit Fördermitteln in Höhe von rund 60 Millionen Euro unterstützt. 

Durch die Mitgliedschaft bei Filming Europe – EUFCN, European Film Commissions Network, ist Location Austria in ein europäisches Netzwerk eingebunden. Arie Bohrer, Location Austria, ist seit Anfang 2015 Teil des EUFCN-Advisory Boards. Filming Europe zählt über 80 europäische Film Commissions aus knapp 30 verschiedenen Ländern zu seinen Mitgliedern.

Direktinformationen über LOCATION AUSTRIA erhalten Sie unter locationaustria, über FISA unter filmstandort-austria.at.

Kontakt

Abteilung II/5 - Ansiedlungen und Unternehmensservice : post.II5_19@bmdw.gv.at

Letzte Änderung am: 11.07.2019 10:15