Wirtschaftsstandort, Innovation & Internationalisierung

Europäische Unternehmenspolitik

Die Europäische Kommission hat am 25. Juni 2008 ihre Mitteilung "Vorfahrt für KMU in Europa - Small Business Act" (SBA Mitteilung) veröffentlicht, aufbauend auf die "Europäische Charta für Kleinunternehmen" aus dem Jahr 2000.

Mit der Annahme der Schlussfolgerungen zum "Small Business Act" (Schlussfolgerungen) (samt Anhang = "Aktionsplan") beim Rat für Wettbewerbsfähigkeit am 1. Dezember 2008 hat sich auch Österreich verpflichtet, den "Small Business Act" (SBA) umzusetzen. Diese Schlussfolgerungen unterstreichen die fundamentale Rolle der KMU für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in Europa sowie die Notwendigkeit der Unterstützung von KMU. Er hebt vier prioritäre Bereiche, nämlich Reduzierung der Verwaltungslast, Verbesserung des Zugangs zur Finanzierung, Förderung des Marktzugangs von KMU und Mobilisierung des wachstumsfördernden Potenzials von unternehmerischer Initiative, besonders hervor. Die Umsetzung hat sowohl auf Ebene der Gemeinschaft als auch auf Ebene der Mitgliedstaaten zu erfolgen.

Zum Zweck der Überprüfung des SBA wurde im Jahr 2010 von der EK ein Konsultationsverfahren durchgeführt, an welchem sich auch das Wirtschaftsministerium mit einer Stellungnahme beteiligt hat. Die Ergebnisse dieses Konsultationsverfahrens wurden bei der Erstellung der Mitteilung zum Thema "SBA Review" (Überprüfung des "Small Business Act") berücksichtigt, welche am 23. Februar 2011 von der EK veröffentlicht wurde ("SBA Review" Mitteilung). Diese Überprüfung diente einer Bestandsaufnahme der Entwicklungen bei der Umsetzung des SBA, der Verknüpfung des SBA mit der Strategie "Europa 2020" durch Aufnahme neuer Maßnahmen als auch der Bewertung des Umsetzungsprozesses. Im Rahmen des Rates Wettbewerbsfähigkeit im Mai 2011 wurden Schlussfolgerungen (Schlussfolgerungen) zum "SBA Review" verabschiedet.

Um die "Governance" (Überwachung der Umsetzung des SBA) zu stärken, wurde 2011 das KMU-Botschafter-Netzwerk ins Leben gerufen, ein Netzwerk nationaler KMU-Botschafter (SME Envoys), deren Aufgabe darin besteht, KMU-Interessen auf nationaler und europäischer Ebene zu vertreten, KMU und Unternehmensverbände über Gesetzesvorschläge und neue Initiativen und Programme zu informieren, gute Verfahrensweisen zu verbreiten und als Ansprechperson für Anliegen nationaler KMU zur Verfügung zu stehen. Weiterführende Informationen zu diesem Netzwerk finden Sie hier.

Mit dem Small Business Act (SBA) besteht seit 2008 die erste umfassende europäische Initiative zur nachhaltigen Förderung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Der SBA wird laufend weiter entwickelt. So wurde auf Basis des gemeinsamen Berichts von Deutschland und Österreich beim KMU-Botschafter-Treffen im März 2014 beschlossen, dass "Training und Skills" - zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in Europa - als 5. prioritärer Bereich in den neuen SBA (SBA 2.0) aufgenommen werden soll. Entgegen früheren Ankündigungen der Europäischen Kommission (EK) scheint der SBA im Arbeitsprogramm der neu zusammengesetzten EK, GD für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (GROW), nicht mehr als eigenständige Initiative auf; es wird daher keinen SBA 2.0 geben. In die europäische  "Binnenmarktstrategie für Waren und Dienstleistungen" ist zwar ein Punkt zum Thema "Wachstum von KMU und Start-up-Unternehmen fördern" aufgenommen worden; der SBA wird aber nicht erwähnt.

Mit dem Small Business Act (SBA) besteht seit 2008 die erste umfassende europäische Initiative zur nachhaltigen Förderung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Der SBA wird laufend weiterentwickelt. So wurde auf Basis des gemeinsamen Berichts von Deutschland und Österreich beim KMU-Botschafter-Treffen im März 2014 beschlossen, dass "Training und Skills" - zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in Europa - als 5. prioritärer Bereich in den neuen SBA (SBA 2.0) aufgenommen werden soll. Entgegen früheren Ankündigungen der Europäischen Kommission (EK) scheint der SBA im Arbeitsprogramm der neu zusammengesetzten EK, GD für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (GROW), nicht mehr als eigenständige Initiative auf; es gibt daher keinen SBA 2.0. In die europäische "Binnenmarktstrategie für Waren und Dienstleistungen" ist zwar ein Punkt zum Thema "Wachstum von KMU und Start-up-Unternehmen fördern" aufgenommen worden; der SBA wird aber nicht erwähnt.

Aus diesem Grund entschloss sich das Netzwerk der KMU-Botschafter dazu, ein Aktionsprogramm im Interesse der kleinen und mittleren Unternehmen in Europa zu erarbeiten, das im Juli 2017 vorgelegt wurde. Dieses „SME-Action Programme" finden Sie hier. Es soll dazu dienen, die Grundprinzipien des SBA in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Bei der KMU-Versammlung 2018 wurde auch das im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft und auf Grundlage eines Innovationsprozesses mit unüblichen Wissensgebern entwickelte StrategiepapierReality Check"  mit konkreten Empfehlungen zur Unterstützung von KMU (in den Bereichen Entrepreneurship Education, duale Ausbildung und Stärkung der Mobilität der Arbeitskräfte) präsentiert.

Die Performance der EU-Mitgliedstaaten in den einzelnen Bereichen der KMU-Politik auf nationaler Ebene ist naturgemäß unterschiedlich. Einen Überblick über die Fortschritte Österreichs bei der Umsetzung des SBA auf nationaler Ebene verschafft Ihnen das aktuelle SBA-Datenblatt Österreich 2018. 

Kontakt

Abteilung II/4 KMU: post.II4_19@bmdw.gv.at

Letzte Änderung am: 13.02.2019 13:58